Tanklager FBG Neuburg

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  • Kitebuggy
    Rekrut
    • 10.08.2008
    • 1

    #1

    Tanklager FBG Neuburg

    Hallo,

    kann jemand sagen, um was für eine Anlage es sich bei dem FBG Standort an der B16 zwischen Neuburg a.d. Donau und Ingolstadt handelt?

    Für eine Betriebsstation der Pipeline erscheint mir das Gelände doch sehr groß und mit mehreren Bunkern versehen?

    Ist es gleichzeitig ein Depot für den Fliegerhorst Neuburg?

    Viele Grüße
    Kitebuggy
  • Teletektor
    Rekrut
    • 08.08.2008
    • 38

    #2
    "Für die Treibstoffversorgung von militärischen Einrichtungen der NATO sorgt in Mitteleuropa das Pipelinenetz Central Europe Pipeline System (CEPS). Davon verlaufen 2.800 km auf deutschem Hoheitsgebiet die von der FBG (Fernleitungsbetriebsgesellschaft) betrieben werden.

    ILF München erhielt vom Staatlichen Bauamt Augsburg den Auftrag zur Erstellung der Scoping Reports und der Anträge zur Neuerteilung einer unbefristeten Betriebserlaubnis für zwei Pipelineteilstücke dieses CEPS Systems, deren Betriebserlaubnis gegenwärtig bis 31.12. 2007 befristet ist. Es handelt sich um die Produktenpipeline Aalen-Neuburg und der Pipeline Leipheim-Unterpfaffenhofen, deren Betriebserlaubnis auf Basis der Rohrfernleitungsverordnung zu beantragen ist.

    Die 10“ Fernleitung von Aalen nach Neuburg hat eine Gesamtlänge von 86 km. Sie verbindet die beiden bestehenden NATO-Tanklager (TL) Aalen (bei Lauchheim) in Baden-Württemberg und Neuburg/ Weichering (bei Neuburg/Donau) in Bayern und hat den Zweck, die für die Landesverteidigung erforderlichen Mineralölprodukte Benzin, Düsentreibstoff und Dieselkraftstoff in beide Richtungen zu befördern, im Verbund mit dem bestehenden zentraleuropäischen NATO-Pipelinesystem (CEPS).

    Die 10“-Fernleitung von Leipheim nach Unterpfaffenhofen hat eine Gesamtlänge von 126 km. Sie hat den Zweck, die für die Landesverteidigung erforderlichen Mineralölprodukte vom Tanklager Unterpfaffenhofen zu den Flugplätzen Leipheim, Lechfeld, Landsberg und Fürstenfeldbruck, soweit erforderlich auch im Splittingbetrieb (gleichzeitige Belieferung mehrerer Flugplätze), in beide Richtungen zu befördern.

    Am 1.3.07 und 20.3.07 wurde ILF mit der Erstellung des Genehmigungsantrags beauftragt, der in extrem kurzer Zeit bis Juli 07 zu erstellen ist. "

    War doch die Einrichtung bei Weichering!?

    Gruß Jens

    Kommentar

    • lonewolf300
      Rekrut
      • 23.10.2017
      • 33

      #3
      Ich wärme mal den alten Thread auf.

      Bei Weichering wurde um 1934 eine Muna für die Luftwaffe errichtet, incl. Gleisanschluß von der Donautalbahn her. Um die 30 Munitionslagerhäuser wurden errichtet. Zum Ende des Krieges sollte die Anlage geräumt werden, man schaffte es aber nicht und jagte kurz bevor die Amis anklopften den Rest in die Luft. Im Nachkriegsdeutschland nutzt die Bundeswehr das Areal weiterhin als Munitionsdepot, insbesondere für das JG 74 welches Teile davon wohl auch heute noch nutzt.
      Der Treibstoffumschlagspunkt wurde ebenfalls im Nachkriegsdeutschland mit auf dem Gelände integriert.


      Erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch das einstige WiFo Tanklager bei Neuburg Oberhausen, östlich des Bahnhofs. Unter anderem versorgte man von hier aus während des Krieges den Fliegerhorst Neuburg mit Sprit, und auch zu Bundeswehrzeiten ging das so weiter. Das Gelände wird auch heute noch als Tanklager durch die Firma TanQuid genutzt, allerdings nicht mehr für das Militär. Heute ist auf dem Gelände zusätzlich die Firma RailMaint mit dabei, die mit der Instandsetzung von Eisenbahn-Güterwaggons ihr Geld verdient. Zu dieser Anlage gibt es ein schönes Buch "Die WiFo Unterhausen mit Werksiedlung"

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