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Privater Wachdienst "Ponds" oder ähnlich bekannt ?
Privater Wachdienst "Ponds" oder ähnlich bekannt ?
Hallo,
heute erzählte mir ein ehemaliger CSG-Mann, daß nach deren Entlassung in den letzten Monaten bis zur Schließung der US-Munitionsdepots ( PSP´s ) an einigen Standorten ein privater Wachdienst die Objekte betreute. Der Name wurde mit Ponds angegeben, wobei er die damals korrekte Schreibweise nicht mehr sicher wußte.
Bei einer Internet-Recherche habe ich nun nur den Hinweis auf eine mittlerweile inaktive website eines pond-wachdienst.com erkannt.
Kann jemand hierzu etwas konkretes mitteilen ?
Pond Security bewacht als privater Sicherheitsdienstleister mit Zulassung gem. § 34 a GewO zahlreiche Liegenschaften der US-Streitkräfte in Deutschland, inzwischen aber auch in anderen Ländern. Teilweise werden auch Konsulate abgesichert.
Pond hat in vielen Fällen Wach- und Sicherheitsaufgaben übernommen, die früher von den direkt bei der amerikanischen Armee integrierten "Labor Service Guard"-Einheiten durchgeführt wurden, z.B. in Grafenwöhr.
Die Einstellungsvoraussetzungen bei Pond sind zum Teil (je nach geplanter Verwendung) recht anspruchsvoll - im Gegensatz zur sonst oft im privaten Sicherheitsgewerbe üblichen Praxis:
- Sporttest
- Englischtest
- Drogen- und Alkoholtest
Auch gab es immer wieder Konflikte mit den Gewerkschaften, weil eben Pond seine Führungsphilosophie voll nach amerikanischen Grundsätzen ausrichtet und deutsches Arbeitsrecht als lästig ansieht.
Die Erfahrung dort beschäftigter Mitarbeiter sind sehr durchwachsen. Leute, die Probleme mit Disziplin und Ordnung haben, bleiben nicht lange bei Pond. Andere halten Pond für den optimalen Arbeitgeber. Wie immer in solchen Fällen werden natürlich vor allem die vermeintlich negativen Erkenntisse publiziert.
Hinzu kommt, das sich gerade bei der Absicherung militärischer Anlagen die Sicherheitskräfte von Pond in einer - nach meiner Meinung bewusst so unscharf gehaltenen - rechtlichen Grauzone bewegen:
- Normalerweise können in Deutschland private Sicherheitsdienste nur ihnen als Besitzdiener nach § 855 übertragenen Rechte des Besitzers (also Hausrecht, Besitzwehr, Besitzkehr usw.) anwenden.
- Die Anwendung des UZwGBw kommt für private Sicherheitskräfte in US-Liegenschaften nicht in Frage.
- Andererseits berufen sich die US-Truppen immer noch auf NATO-Truppenstatut und Stationierungsabkommen als rechtliche Grundlage und übertragen die dort festgeschriebenen Befugnisse auf von ihnen beschäftigte private Sicherheitsdienste, was hinsichtlich der Außenwirkung gegen Nicht-Angehörige der Stationierungsstreitkräfte seit Jahrzehnten umstritten ist, aber nie geklärt wurde.
Nach der sog. "Lünendonk"-Liste gehört Pond zu den führenden Sicherheitsunternehmen in Deutschland und steht vom Umsatz her an vierter Stelle, wobei es der Firma gelang, den Umsatz innerhalb eines Jahres um ca. 70 % zu steigern. http://luenendonk-shop.de/out/pictur...f171017_fl.pdf
Hallo Muna-Mann, war auch bei einer ähnlichen Firma beschäftigt (allerdings im Bereich ZF-Feuerwehr) bei denen mit den 3 Punkten.
Wir hatten im Bereich Unterfranken auch eine Zeitlang den Auftrag bei der US-Army. Da war ein kommen und gehen. Auch wenn bei
den US-Verantwortlichen ein Gesicht nicht passte wars du schnelle wieder weg. Und mit dem deutschen Arbeitsrecht nehmen es die
US-Behörden auch nicht so genau.
gruß Günther
PS Krailling war sehr Inforeich
Suche Gliederungen der Heeresstrukturen 2 + 3.
Außerdem suche ich die letzten Trichtersperren und Sperrmittelhäuser in Franken.
Pond hat auch bis vor zwei Jahren die Liegenschaft der Bundesbank in Frankfurt bewacht (inkl. Bestreifung mit Diensthunden). Im Zuge der Rückholung deutscher Goldreserven aus New York und Paris wurde Pond dann rausgedrängt, statt dessen bewacht jetzt die Bundespolizei die Bundesbank-Zentrale (mit über 200 neuen Stellen). Über die Hintergründe war nichts in Erfahrung zu bringen.
Der deutsche Goldschatz soll aus Frankreich und New York zur Bundebank nach Frankfurt überführt werden. Bald könnten 206 Bundespolizisten die private Sicherheitsfirma bei der Bewachung der Goldreserven ersetzen.
Nach der sog. "Lünendonk"-Liste gehört Pond zu den führenden Sicherheitsunternehmen in Deutschland und steht vom Umsatz her an vierter Stelle, wobei es der Firma gelang, den Umsatz innerhalb eines Jahres um ca. 70 % zu steigern. http://luenendonk-shop.de/out/pictur...f171017_fl.pdf
Die Umsatzsteigerung beruht allerdings darauf, dass Pond sich 2015 massiv in den Markt der Bewachung von Flüchtlingsunterkünften reingedrängt hat. Von den 3260 für 2016 bei Lünendonk genannten Sicherheitsmitarbeitern war etwa die Hälfte in der Bewachung von US-Army-Standorten tätig; 2014 warens noch 1800 Mitarbeiter in diesem Kerngeschäft.
Hier in der Gegend drängte Pond nach Schließung der US-Standorte der USAGs MA/HD ins allgemeine Sicherheitsgewerbe und gewann mit Dumpingpreisen um 2012/13 rum eine ganze Reihe Ausschreibungen der öffentlichen Hand um Sicherheitsdienste. Bei der nächsten Neuausschreibungsrunde wurde Pond meines Wissens praktisch nirgendwo mehr berücksichtigt, und das nicht nur aus Preisgründen. Oft wechselte dann auch das Personal recht schnell zur Konkurrenz.
Den USAREUR-Vertrag hatte Pond eigentlich 2014 an die Firma Sicherheit Nord (heute zur Kieler Wach- und Sicherheitsgesellschaft, #5) verloren, die auch bei der Bundeswehr bewacht; nach Protesten durch Pond wurde die Ausschreibung seitens des General Accounting Office für ungültig erklärt und der Auftrag im wesentlichen freihändig wieder an Pond vergeben. Die Firma Secura Protect - #14 in der Liste - hieß früher Pond Sicherheit und benannte sich 2014 um, um Verwechslungen vorzubeugen (... siehe oben).
Als Kuriosum vielleicht interessant: In Heidelberg wurden die Campbell Barracks als HQ USAREUR in den 80ern und 90ern fast 20 Jahre durch Pond bewacht. Außer einem Tor. Nämlich der Direktzufahrt zum Parkplatz vom COMUSAREUR. Da stand bitte immer ein Soldat. Und zwar lange Zeit der einzige.
Als Kuriosum vielleicht interessant: In Heidelberg wurden die Campbell Barracks als HQ USAREUR in den 80ern und 90ern fast 20 Jahre durch Pond bewacht. Außer einem Tor. Nämlich der Direktzufahrt zum Parkplatz vom COMUSAREUR. Da stand bitte immer ein Soldat. Und zwar lange Zeit der einzige.
Die werden gewusst haben, warum...
Wenn ich sehe, was da für Gestalten manchmal Geld bei uns ausliefern oder abholen: Willenlos. Den Sachkundenachweis für die Waffe anscheinend gekauft und ein Erscheinungsbild, dass alles zu spät ist. Und geistig nicht unbedingt auf der vollen Höhe. Aber ne 45er am Gürtel.
Ohne irgendjemanden zu nahe treten zu wollen.
Neben der Waffensachkunde ist die einzige Voraussetzung um im Geldtransportbereich arbeiten zu können, die sogenannte "Unterrichtung" nach § 34 a Gewerbeordnung: 40 Stunden bei der IHK in einem Raum sitzen und sich berieseln lassen. Eine eigentliche Prüfung findet nicht statt, sondern der Unterrichtende überzeugt sich "insbesondere durch einen aktiven Dialog mit den Unterrichtsteilnehmern sowie durch mündliche und schriftliche Verständnisfragen nach jedem Sachgebiet, davon, dass die Person mit den für die Ausübung des Gewerbes notwendigen rechtlichen Vorschriften und fachspezifischen Pflichten und Befugnissen sowie deren praktischer Anwendung vertraut ist."
Immerhin werden seit etwa 1 Jahr mindestens Sprachkenntnisse auf dem Niveau B 1 gefordert, vorher war nicht einmal das Voraussetzung.
Ich habe früher ab und zu mal als Dozent bei der IHK solche Unterrichtungen durchgeführt. Es ist ein Graus, was da für Gestalten auftauchen. Das deutsche Strafrecht erfordert nun einmal gewisse streng logische Prüfungen, um z.B. festzustellen, ob das Recht für eine vorläufige Festnahme nach § 127 StPO besteht oder ob eine Notwehrsituation vorliegt, die vielleicht sogar zum Einsatz der Schußwaffe berechtigt. Es ist unmöglich, dem Klientel für diese "Unterrichtung" in 40 Stunden auch nur grundlegende Rechtskenntnisse zu vermitteln. Weiter sollte man ihnen auch noch "Umgang mit Menschen" beibringen, also deeskalierendes Verhalten usw. Das ist bei den meisten erst recht völlig erfolglos.
Im privaten Sicherheitsbereich gibt es durchaus hochqualitative Ausbildungen, z.B. zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit, die vom Anforderungsniveau auf einer Ebene mit dem Polizeibeamten liegen. Leider ist aber die Masse der Sicherheitsmitarbeiter nur mit den Mindestqualifikationen ausgestattet.
Bei der Waffensachkunde kommt es sehr darauf an, wo das Sicherheitsunternehmen, von dem diese Geldtransporte durchgeführt werden, seinen Firmensitz hat, weil davon abhängt, welches Ordnungsamt für die entsprechenden Genehmigungen nach Bewachungsverordnung, WaffG und Gewerbeordnung zuständig ist.
Eigentlich gilt für die Genehmigungsbehörde die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Waffengesetz (WaffVwV) von 2012 die erheblich höhere Anforderungen an den Inhalt und Umfang der Waffensachkundeschulung für Erlaubnisinhaber im Bewachungsgewerbe stellt. Es wird ein erhöhter zeitlicher Umfang (16 zu 24 Vollzeitstunden) sowie "über die Grundqualifikation hinaus vertiefte Rechtskenntnisse (insbesondere zu Notwehr, Notstand) sowie besondere Fertigkeiten im Schießen (insbesondere mit Kurzwaffen)" gefordert.
Die Waffensachkunde für Sportschützen oder Waffensammler reicht "eigentlich" für Waffenträger im Sicherheitsgewerbe nicht aus. In Bayern bestehen inzwischen die meisten Landratsämter bzw. kreisfreien Städte und vor allem das Kreisverwaltungsreferat München konsequent auf der erweiterten Waffensachkundeprüfung für Berufswaffenträger. Andere Bundesländer sehen das viel lockerer und akzeptieren auch Waffensachkundeprüfungen, die man so eben mal in wenigen Stunden nachgeworfen bekommt. Das ist ein Grund, warum gerade viele Geldtransportfirmen pro forma ihren Firmensitz irgendwo in Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt haben, wo man die Bestimmungen in dieser Richtung sehr locker nimmt. Von den deutlich geringeren Tariflöhnen im Sicherheitsgewerbe in diesen Bundesländern ganz zu schweigen.
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