Standortmunitionsniederlage Osterode (BW)

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  • Hildesheim
    Co-Administrator
    • 10.11.2009
    • 498

    #1

    Standortmunitionsniederlage Osterode (BW)

    War heute mal wieder unterwegs und hab euch Fotos mitgebracht von der ehem. Anlage.
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von Hildesheim; 17.03.2011, 02:15.
  • Hildesheim
    Co-Administrator
    • 10.11.2009
    • 498

    #2
    und der rest mit Google Earth Ortsmarke
    Angehängte Dateien

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    • Geograph
      Wallmeister
      • 10.05.2006
      • 7495

      #3
      StOMunNdl »Osterode (Harz)« …

      .
      War heute mal wieder unterwegs und hab euch Fotos mitgebracht von der ehem. Anlage.
      Vielen Dank!……
      sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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      • Rex Danny
        Administrator
        • 12.06.2008
        • 4377

        #4
        Hallo, 124185 !

        Sehr schöne Bilder der Standortmunitionsniederlage.

        Sehr interessant finde ich, daß diese Anlage aus 12 großen und 4 kleinen MLH´s bestand, obwohl sie doch nur für die Standorte Osterode und Northeim zuständig war.

        In Osterode lagen folgende Einheiten und Dienststellen:
        -Panzergrenadierbataillon 12 (1.-5.Kp)
        -2./ Panzergrenadierbataillon 11
        -Fahrschulgruppe Osterode
        -Zahnarztgruppe 218/1
        -Wallmeistertrupp 232/3
        -Wallmeistertrupp 232/4
        -Standortfernmeldeanlage 218/213
        -Fernmelderevisionsdiensttrupp 218/212

        In Northeim lagen folgende Einheiten und Dienststellen:
        -Jägerbataillon (mot.) 521 (1.-5.Kp)
        -Ausbildungskompanie StDst/ MKF 2/1
        -Fernmeldeausbildungskompanie 3/I
        -Fahrschulgruppe Northeim
        -Zahnarztgruppe 209/3
        -Standortfernmeldeanlage 218/202

        An Großgerät verfügten die beiden Bataillone über 7 KpfPz M48A2GA2 105mm, 35 SPz Marder mit 20mm BMK, insgesamt 12 Mörser-Einheiten 120mm sowie Milan-Panzerabwehrraketen und diverse Handfeuerwaffen G3, Uzi und Pistolen sowie Handgranaten.

        Vergleicht man nun die Größe der StoMunNdl Osterode mit der Größe der StoMunNdl Göttingen, in der der Munitionsvorrat einer ganzen Brigade inkl. eines Panzer- sowie eines Panzerartilleriebataillons eingelagert war, komme ich zu dem Schluß, daß die StoMunNdl für Osterode/ Northeim erheblich zu groß war. Ich gehe daher davon aus, daß hier neben dem Munitonsvorrat der bereits aufgezählten Einheiten auch die Sperrmittel für die in den Landkreisen Northeim und Osterode zahlreich angelegten Sperren eingelagert gewesen sein muß. Anders ist die Größe der StoMunNdl nicht zu erklären, zumal mir persönlich im dortigen Bereich die Existenz von Sperrmittelhäusern nicht bekannt ist.

        Kann dieser These beigepflichtet werden oder gibt es andere Meinungen hierzu ?

        Grüße


        Rex Danny

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        • Horner
          Cold Warrior
          • 24.05.2009
          • 1888

          #5
          Moin zusammen,
          alleine schon die Anwesenheit der beiden Wallmeistertrupps 232/3 und 232/4 bringt mich dazu, deiner These beizupflichten.
          Auch die Nähe zur Grenze lässt einen Spekulieren, das die Möglichkeit der Unterbringung der Ladung für Sperrmittelzwecke möglich sei. Toll wäre es, wenn einige Ex-Angehörige der beiden Wallmeistertrupps diesen Bericht lesen würden. Denn dann hätten wir auf Nummer " Sicher ", ein tadelloses Ergebniss auf der Hand, wenn diese davon Berichten würden.

          Gruß
          Horner

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          • Hildesheim
            Co-Administrator
            • 10.11.2009
            • 498

            #6
            Ich werde bei nächster Gelegenheit einen alten Bekannten mal nach ehemaligen Kameraden befragen.

            Kommentar

            • Hildesheim
              Co-Administrator
              • 10.11.2009
              • 498

              #7
              Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen


              Vergleicht man nun die Größe der StoMunNdl Osterode mit der Größe der StoMunNdl Göttingen, in der der Munitionsvorrat einer ganzen Brigade inkl. eines Panzer- sowie eines Panzerartilleriebataillons eingelagert war, komme ich zu dem Schluß, daß die StoMunNdl für Osterode/ Northeim erheblich zu groß war. Ich gehe daher davon aus, daß hier neben dem Munitonsvorrat der bereits aufgezählten Einheiten auch die Sperrmittel für die in den Landkreisen Northeim und Osterode zahlreich angelegten Sperren eingelagert gewesen sein muß. Anders ist die Größe der StoMunNdl nicht zu erklären, zumal mir persönlich im dortigen Bereich die Existenz von Sperrmittelhäusern nicht bekannt ist.

              Kann dieser These beigepflichtet werden oder gibt es andere Meinungen hierzu ?

              Grüße


              Rex Danny
              Sperrmittelhäuser sind mir auch nicht bekannt, ich hab in NDS noch keines entdeckt. Wo ist die StoMunNdl in Gö? Sind das die braunden Flecken in Reihe auf dem Acker über der Zietenterrasse? in GE hab ich schon gesucht s. Anhang.
              Das die in OHA so groß ist hatte ich nicht erwartet
              Angehängte Dateien
              Zuletzt geändert von Hildesheim; 19.03.2011, 11:15. Grund: anhang vergessen

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              • Geograph
                Wallmeister
                • 10.05.2006
                • 7495

                #8
                StOMunNdl »Göttingen«

                .
                Sperrmittelhäuser sind mir auch nicht bekannt, ich hab in NDS noch keines entdeckt. Wo ist die StoMunNdl in Gö? Sind das die braunden Flecken in Reihe auf dem Acker über der Zietenterrasse? in GE hab ich schon gesucht s. Anhang.
                Das die in OHA so groß ist hatte ich nicht erwartet

                http://maps.google.de/maps?hl=de&ie=...09141&t=h&z=17……
                sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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                • vizekonteradmiral
                  Cold Warrior
                  • 21.01.2006
                  • 199

                  #9
                  Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
                  ... komme ich zu dem Schluß, daß die StoMunNdl für Osterode/ Northeim erheblich zu groß war.
                  Kann es sein, dass vielleicht auch die Garnison Clausthal-Zellerfeld sich dieser StOMunNdlg bediente? Hab jetzt mal schnell auf Googel Maps die Gegend um die (ehem.) Oberharz-Kaserne abgesucht und dort kein Munlager entdecken können.
                  Und deshalb ... äh ... haben wir uns dazu entschlossen, heute ... äh ... eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, ... äh ... über Grenzübergangspunkte der DDR ... äh ... auszureisen.
                  G.Schabowski, 9.11.1989

                  Kommentar

                  • Rex Danny
                    Administrator
                    • 12.06.2008
                    • 4377

                    #10
                    Zitat von vizekonteradmiral Beitrag anzeigen
                    Kann es sein, dass vielleicht auch die Garnison Clausthal-Zellerfeld sich dieser StOMunNdlg bediente? Hab jetzt mal schnell auf Googel Maps die Gegend um die (ehem.) Oberharz-Kaserne abgesucht und dort kein Munlager entdecken können.
                    Guten Morgen !

                    Nein, Clausthal-Zellerfeld hatte keine eigene Standortmunitionsniederlage, denn aufgrund der Truppenbelegung brauchte man dort auch keine. Es gab keine Kampftruppen. Die Einheiten in Clausthal-Zellerfeld waren lediglich mit G3, Uzi und Pistolen ausgestattet. Und die 40mm-Granaten für die 4 vorhandenen L70 Bofors dürften tatsächlich in Osterode gelagert worden sein.

                    Folgende Einheiten und Dienststellen waren in Clausthal-Zellerfeld in der Oberharz-Kaserne stationiert:
                    -PSV-Bataillon 850 (1.-4.Kp)
                    -Fernmeldekompanie EloKa 7
                    -PSV-Ausbildungskompanie 801
                    -Fernmeldestab Clausthal-Zellerfeld (ab 10/1989)
                    -Fernmeldeausbildungskompanie 5/I (ab 10/1989)
                    -Fernmeldeausbildungskompanie 941 (ab Frühjahr 1989)
                    -Sanitätsbereich 23/10
                    -Zahnarztgruppe 218/2
                    -Sportgruppe Heer 80/1
                    -Sportfördergruppe 80/6
                    -Standortfernmeldeanlage 218/212
                    -Standortverwaltung Goslar (Ast.)

                    Einen sonnigen Tag wünsche ich allen zusammen


                    Rex Danny

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                    • vizekonteradmiral
                      Cold Warrior
                      • 21.01.2006
                      • 199

                      #11
                      Danke @Danny.
                      Jetzt musste ich aber erst mal googeln was überhaupt die PSV-Truppe ist. Aus strategischer Sicht finde ich es schon eigenartig dass man diese Leute direkt an vorderster Front (in unmittelbarer Nähe zur DDR Grenze) positionierte. Dort hätten, wenn der Kalte Krieg zu einem heißen Krieg mutiert wäre, ja nur die schweren Jungs etwas zu suchen gehabt, sprich hätten einen Beitrag zur Landesverteidigung leisten können. Die Psychologen, bei denen kann man wohl schon froh sein wenn sie eine Pistole von einem Kugelschreiber unterscheiden können , hätten ihrer Aufgabe doch besser im Landesinneren, weit ab vom Schuss, nachgehen können.
                      Und deshalb ... äh ... haben wir uns dazu entschlossen, heute ... äh ... eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, ... äh ... über Grenzübergangspunkte der DDR ... äh ... auszureisen.
                      G.Schabowski, 9.11.1989

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                      • Dragoner
                        Cold Warrior
                        • 15.03.2008
                        • 2130

                        #12
                        Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
                        Clausthal-Zellerfeld hatte keine eigene Standortmunitionsniederlage
                        Die Bundeswehr verfügte über eine Liegenschaft, auf der die Errichtung einer StOMunNdlg für den Standort Clausthal-Zellerfeld vorgesehen war, das Vorhaben wurde aber nicht umgesetzt.

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                        • Dragoner
                          Cold Warrior
                          • 15.03.2008
                          • 2130

                          #13
                          Zitat von vizekonteradmiral Beitrag anzeigen
                          Jetzt musste ich aber erst mal googeln was überhaupt die PSV-Truppe ist. Aus strategischer Sicht finde ich es schon eigenartig dass man diese Leute direkt an vorderster Front (in unmittelbarer Nähe zur DDR Grenze) positionierte.
                          Vielleicht solltest Du etwas länger googlen oder einiges über die Geschichte der PSV-Truppe nachlesen, dann würdest Du nicht solchen Unsinn verzapfen.

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                          • Rex Danny
                            Administrator
                            • 12.06.2008
                            • 4377

                            #14
                            Zitat von Dragoner Beitrag anzeigen
                            Die Bundeswehr verfügte über eine Liegenschaft, auf der die Errichtung einer StOMunNdlg für den Standort Clausthal-Zellerfeld vorgesehen war, das Vorhaben wurde aber nicht umgesetzt.
                            Hallo, Dragoner !

                            Wo lag diese Liegenschaft ?

                            Grüße


                            Rex Danny

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                            • Dragoner
                              Cold Warrior
                              • 15.03.2008
                              • 2130

                              #15
                              Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
                              Wo lag diese Liegenschaft ?
                              Die genaue Lage ist mir nicht bekannt, angeblich im Bereich der ehem. Munitionsfabrik "Tanne", aber das ist nicht gesichert. Lt. Freigabeliste: "Clausthal-Zellerfeld, Gelände der ehem. geplanten Standortmunitionsniederlage", Freigabe 1997.

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