Gesucht: Atombombe Nummer 78252

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  • Geograph
    Wallmeister
    • 10.05.2006
    • 7478

    #1

    Gesucht: Atombombe Nummer 78252

    .
    Hannes Gamillscheg berichtet in der heutigen Ausgabe (14.11.2008) der »Fuldaer Zeitung« über einen heißen Vorfall in eisiger Kälte:……



    "Gesucht: Atombombe Nummer 78252

    Unter dem Eis in Grönland liegt seit 40 Jahren eine Atombombe. Das hat die britische BBC herausgefunden. Die USA haben die Bombe offenbar bei einem Absturz eines B-52-Bombers am 21. Januar 1968 verloren – und bis heute nicht wiedergefunden.


    Insgesamt hatte das Flugzeug vier Atombomben an Bord. Wie der damalige Pilot Joe D’Amario der BBC berichtete, blieb die Bombe mit der Nummer 78252 verschwunden. Im Kalten Krieg war der 1950 errichtete US-Stützpunkt auf Grönland von großer strategischer Bedeutung. Da die Amerikaner davon ausgingen, dass die Route sowjetischer Raketen über Grönland führen würde, richteten sie dort eine Frühwarnstation ein. Zur Vereitelung eines erwarteten Anschlags der Sowjets auf die Basis kreisten ständig B-52-Bomber mit Atomwaffen an Bord über dem Stützpunkt.

    Dann kam der folgenschwere Tag, an dem das Flugzeug während einer Patrouille verunglückte und in Brand geriet. Der Pilot Joe D’Amario berichtete der BBC: »Im Cockpit brach Feuer aus, und wir merkten sehr bald, dass die Lage außer Kontrolle war. Wir wussten, dass uns nur wenig Zeit für die Rückkehr nach Thule blieb. Wenn wir zu früh mit den Fallschirmen abgesprungen wären, hätten wir ernsthafte Schwierigkeiten gehabt.«

    Die Hektik und die Geheimnistuerei bei den Aufräumarbeiten nährten den Verdacht, dass die Maschine im Widerspruch zu offiziellen Angaben Atombomben an Bord hatte. Inzwischen frei gegebene Dokumente belegen dies. Weil die Waffen nicht scharf waren, lösten sie beim Absturz keine nukleare Explosion aus. Doch das Plutonium und Uran der drei Bomben, deren Bruchstücke geborgen wurden, verseuchten ein weites Gebiet und verstrahlten die Menschen, die beim Aufräumen halfen – ohne zu wissen, womit sie es zu tun hatten. Von vier grönländischen Jägern, die als Erste zum Flugzeugwrack kamen, starben drei wenig später. Und viele dänische Arbeiter, die auf der Thule-Basis angestellt waren, erkrankten an Krebs.

    Aus geheimen Unterlagen, die der BBC zugespielt worden sind, geht nun hervor, dass noch eine vierte Bombe an Bord der B-52 war und dass diese durch die Eisdecke auf den Meeresgrund gesunken sein muss. In einer Geheimoperation habe die US-Marine später mit einem U-Boot nach der Bombe gesucht, sie aber nicht orten können. Schon vor acht Jahren hatte der Verband der Thule-Arbeiter ähnliche Informationen vorgelegt.

    Der Absturz des Bombers ist ein heikler Punkt in den Beziehungen zwischen den USA, Grönland und Dänemark. Bis dahin hatten die US-Behörden nämlich so getan, als respektierten sie den dänischen Wunsch, dänisches Territorium – also auch das zum dänischen Königreich gehörige Grönland – von Atomwaffen frei zu halten. Die Dänen hatten so getan, als glaubten sie an diese US-Politik. Den Grönländern sagte niemand etwas. Grönland war damals dänische Provinz, und in allen wichtigen Fragen verhandelten Kopenhagen und Washington über die Köpfe der Grönländer hinweg.

    Nun fordern Politiker des Landes die dänische Regierung auf, endlich Klarheit zu schaffen. Allerdings versichern Experten, dass die Bombe unter dem Eis keine Bedrohung darstelle, weil sie nicht explodieren könne und sich das Plutonium »wie ein Pulver« auf den Grund lege, ehe es sich langsam auflöse. Der dänische Außenminister Per Stig Møller betont, dass das Absturzgebiet regelmäßig untersucht werde.

    In dem letzten Bericht aus dem Jahr 2003 ist nachzulesen, dass die radioaktiven Rückstände sowohl auf als auch unter dem Eis Grönlands weiterhin nachgewiesen werden können."


    _________
    ► Quelle: http://www.fuldaerzeitung.de/newsroo.../art699,733002 [14.11.2008; 22:00 Uhr]


    .
    sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H
  • niel
    Rekrut
    • 19.06.2009
    • 29

    #2
    Das ist ja mal krass mit der Atombombe. Warum hat den noch keiner über dieses Thema geschrieben ???

    Kommentar

    • niel
      Rekrut
      • 19.06.2009
      • 29

      #3
      Cool

      Was wenn Teroristen diese Waffen bekommen

      Kommentar

      • qwerty6430
        Rekrut
        • 11.03.2009
        • 24

        #4
        Soweit ich das aus Büchern habe, passiert nichts. Ohne Codes kann man die Bombe nicht scharf machen. Sie ist mehrfach gesichert. Man kann aber das Nuklearmaterial entnehmen und eine schmutzige Bombe basteln.

        Gruß
        qwerty

        Kommentar

        • niel
          Rekrut
          • 19.06.2009
          • 29

          #5
          Das ist klar aber davon abgesehen wie wollen die sie überhaupt finden.

          Kommentar

          • qwerty6430
            Rekrut
            • 11.03.2009
            • 24

            #6
            Warte noch ein bisschen. Dann reicht ein Geigerzähler...

            Gruß
            qwerty

            Kommentar

            • nordfan
              Cold Warrior
              • 19.10.2008
              • 166

              #7
              Zitat von qwerty6430 Beitrag anzeigen
              Warte noch ein bisschen. Dann reicht ein Geigerzähler...

              Gruß
              qwerty
              [/I]
              Ich glaube eher, dass es für den Bediener des Geigerzählers noch einige Jahre reichen wird, wenn der da rumsucht

              nordfan

              Kommentar

              • qwerty6430
                Rekrut
                • 11.03.2009
                • 24

                #8
                Hier ist eine kleine Aufstellung einiger ausgewählter Unfälle mit Atomwaffen:
                Broken Arrows: Nuclear Weapons Accidents | atomicarchive.com
                Die Definition eines Atomwaffenunfalles habe ich rauskopiert.
                Das US-Energieministerium definiert einen Atomwaffenunfall als:

                - ein unerwartetes Ereignis, das Atomwaffen oder nukleare Komponenten beinhaltet, aus dem eines der folgenden Ergebnisse entsteht:
                - das unbeabsichtigte oder nichtautorisierte Starten, Zünden oder Einsetzen eines atomfähigen Waffensystems durch US-Streitkräfte oder US-unterstützte alliierte Streitkräfte
                - eine unbeabsichtigte oder nicht autorisierte oder nicht zu erklärende atomare Detonation
                - eine nichtnukleare Detonation oder das Brennen einer Atomwaffe oder nuklearen Komponente
                - radioaktive Verseuchung
                - Abwerfen einer Atomwaffe oder einer nuklearen Komponente
                - eine öffentliche Gefährdung, sei sie echt oder angenommen.
                Quelle: Atomwaffen A-Z |www.atomwaffena-z.info
                Lt dieser Quelle gab es zwischen 1950 u. 1980 32 SCHWERE Unfälle dieser Art. Jede einzelne hätte zur Katastrophe führen können.

                Gruß
                qwerty

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