MG3 und Munitionszuführung

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  • EmilBerggreen
    Cold Warrior
    • 19.07.2015
    • 514

    #1

    MG3 und Munitionszuführung

    Hallo zusammen,

    Thema: Feuerkraft MG3
    Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern, wieviel Munition einem MG-Schützen eines Schützentrupps PzGren oder Jg beim Absitzen zur Verfügung stand.
    MG3 mit aufgeklemmten Patronenkasten aus Plastik - 120 Schuss?
    Metall-Patronenkasten/Munkiste - 350 Schuss?
    Der MG-Schütze 1 hat das Wechselrohr auf dem Rücken und könnte mit Mühe und Not und einer stark reduzierten Bewegungsfreiheit noch eine Metallkiste an der Hand mitführen.
    MG-Schütze 2 - MILAN-Ladeschütze mit G3 und wenigstens einem Metall-Patronenkasten, um den MG-Schützen zu unterstützen.

    Es macht wohl mehr Sinn mit reduzierter Munition abzusitzen, um im Gelände mobiler zu bleiben und erst beim Beziehen einer ausgebauten Stellung einige Munitionskästen mit in den Kampfstand zu nehmen - Sturmabwehrschießen etc.

    Fragt sich nur, wie ein FschJgZg das macht, wieviel Munition können die mitnehmen, ohne sich damit in der Geschwindigkeit völlig auszubremsen.

    Vielen Dank und Gruss
  • kato
    Cold Warrior
    • 03.03.2009
    • 882

    #2
    Zitat von EmilBerggreen Beitrag anzeigen
    Metall-Patronenkasten/Munkiste - 350 Schuss?
    250. Fünf Gurte a 50.

    Kommentar

    • Nemere
      Cold Warrior
      • 12.06.2008
      • 2855

      #3
      Normalerweise gehörten zum MG –fünf – Patronenkästen zu je 250 Patronen. Die Plastikkästen DM 4 waren eigentlich vor allem für die Bord-MG vorgesehen, sie enthielten zunächst 100 Patronen, spätere Fertigungen hatten dann 120 Patronen.

      Das sieht man gut auf dem beigefügten Beladeplan für die Jägergruppe auf MTW M 113:
      Hier sind unter Nr. 27 zwölf Patronenkästen DM 4 mit 1200 Patronen für das Bord-MG vorgesehen.
      Unter Nr. 33 finden wir die Munition für das Gruppen-MG mit 5 Patronenkästen DM 2 mit insgesamt 1250 Patronen. Zusätzlich hat die Gruppe noch eine Kiste mit 1000 Patronen 7,62 x 51 Gewehrmunition (Nr. 29). Die Jägergruppe MTW gab es z.B. bei den beiden Divisionsjägerbataillonen der 6. PzGrenDiv oder bei je einem Jägerbataillon der Heimatschutzbrigaden der 5-er Reihe. Auch die die PzGrenKp MTW (4. Kp) bei den PzGrenBtl der PzGrenBrigaden war ähnlich ausgerüstet.

      Die Jägergruppe auf LKW hat dagegen planmäßig keine Plastik-Patronenkästen DM 4, weil es hier kein Bord-MG gibt. Das MG in der Drehringlafette über dem Beifahrersitz ist das Gruppen-MG. Infolgedessen gibt es hier nur die 5 Kästen DM mit je 250 Schuß und die Kiste mit den 1000 Schuß Gewehrmunition, verstaut auf der Ladefläche in der Kiste 2. Siehe ebenfalls den anhängenden Beladeplan für den LKW. Das ist hier der alte 1,5 t Unimog, bei den 2 t gl oder nicht gl wurde die Munition teilweise anders verstaut.

      Das schließt aber nicht aus, das MG-Munition auch auf dem Nachschubweg bereits in den Plastikkästen geliefert wurde und so auch Einheiten, die eigentlich diese MG-Kästen nicht hatten, plötzlich über die Plastikkästen verfügen konnten.

      Wieviel von dieser Munition von wem mitzunehmen war, war durch den Gruppenführer je nach Lage und Auftrag festzulegen. Einen Anhalt dafür gibt der ebenfalls angefügte Auszug aus der HDv 214/100 – Jägergruppe -.
      Hier kann man nachlesen:
      - Jäger 1 kämpft mit Gewehr oder Maschinengewehr
      - Jäger 2 kämpft als Gewehrschütze, trägt das Ersatzrohr und die Munition für das MG. Hier ist also nirgends festgehalten, ob der Jäger 5 einen, zwei oder alle fünf Kästen trägt. Ein gefüllter MG-Kasten wiegt ungefähr 10 kg, wenn alle fünf Kästen mitgeführt werden sollen, wird der Gruppenführer sich die Verteilung der Kästen auf seine Gruppe überlegen müssen.
      - auch der Jäger 5 ist als Munitionsträger vorgesehen.
      Ganz übel wird es dann, wenn auch noch die Feldlafette mitgeführt werden muss. Beim Einrichten zur Verteidigung, wo die Lafette wohl am häufigsten zum Einsatz kam, ist das nicht so tragisch, weil dann alles nach und nach in Stellung gebracht werden kann. Problematisch kann es allerdings werden, wenn die Gruppe z.B. als Deckungstrupp bei einem Stoßtruppunternehmen vorgesehen ist und sowohl die Lafette wie auch reichlich Munition nach vorne in die Sturmausgangsstellung gebracht werden müssen.
      Bei der Verteidigung kann der Gruppenführer z.B. befehlen, das 1 Patronenkasten in der Wechselstellung des MG ausgelagert ist und das ein weiterer Kasten im Kampfstand des Gruppenführers als Sperrbestand abgelegt wird. Dann wären im Kampfstand des MG-Schützen zunächst zur 3 Patronenkästen vorhanden.
      Angehängte Dateien

      Kommentar

      • EmilBerggreen
        Cold Warrior
        • 19.07.2015
        • 514

        #4
        Vielen herzlichen Dank Euch beiden! Jetzt bin ich wieder im Bilde!

        Kommentar

        • Thunderhorse
          Cold Warrior
          • 09.02.2006
          • 1918

          #5
          A bisserl OT.

          Im Rahmen der bevorstehenden Zuführung des SW I, Kfz 91 SW I, für den BGS ab 1963 wurde im September 1962 die Ausstattung der Fahrzeuge mit Waffen, Gerät, Munition und entsprechende Halterungen festgelegt.
          Schreiben vom 03. September 1962 BMI.
          Bevorstehende Ausrüstung der geschützten Hundertschaften mit SW I, Ausstattung der Fahrzeuge mit Waffen, Gerät, Munition und Halterungen für die verschiedenen Verwendungszwecke bekanntgegeben.

          Zugführerfahrzeug und 1 - 3 Jägergruppe.
          Für MG42 (Kaliber 7,62mm x 51)
          1.750 Patronen, davon 500 Patr. in 10 Gurttrommeln, 1.250 Patronen gegurtet in 5 Patronenkästen.
          Je Fahrzeug 1 Gewehrgranatgerät für Energa
          4. Jägergruppe wurde mit PzAbwwGerät 101 mm ausgerüstet, das MG im Zugführerfahrzeug mitgeführt.
          Halterung war für MG42 und PzAbwGerät geeignet.

          Für die 7 Gewehre FN - G1 wurden 2.100 Patronen mitgeführt.
          Der zweite Zug war der GrW-Zug.

          SW I des Hundertschaftsführer hatte ebenfalls Halterung für MG 42.
          Ausstattung jedoch nur mit MP, Gewehr, Pistole und 1 Gewehrgranatgerät vorgesehen.

          Kommentar

          • Malefiz
            Cold Warrior
            • 22.12.2010
            • 376

            #6
            Hallo,
            hatte der BGS nicht auch die Schwere Panzerfaust?
            Grüße aus Halle

            Kommentar

            • Thunderhorse
              Cold Warrior
              • 09.02.2006
              • 1918

              #7
              Zitat von Malefiz Beitrag anzeigen
              Hallo,
              hatte der BGS nicht auch die Schwere Panzerfaust?
              Grüße aus Halle
              PzAbwGerät 101 mm Blindicide


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              • Thunderhorse
                Cold Warrior
                • 09.02.2006
                • 1918

                #8
                O.T.:

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