Seegestützte Nuklearwaffen und Trägersysteme
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Seegestützte Nuklearwaffen und Trägersysteme
Ich bin hier noch ganz neu und habe noch überhaupt nichts zu dem Thema gefunden. Deshalb frage ich einfach mal in die Runde, ob das hier nicht erwünscht ist, oder ob einfach noch niemand damit angefangen hat
Stichworte: -
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Vermutlich letzteres.
* nukleare Schiff-Boden-Raketen und Marschflugkörper
* trägergestützte Flugzeuge und Hubschrauber mit Nuklearbewaffnung (Bomben, Raketen, Torpedos, Wasserbomben)
* nukleare Torpedos gegen U-Boote von Schiffen und U-Booten aus einsetzbar
* nukleare Schiff-Schiff-Raketen und Marschflugkörper?
Was vergessen?
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Ich kann das zwar nicht mit harten Fakten belegen, ich bin aber der Meinung, dass eine solche Verwendung nicht vorgesehen war. Die Marineflieger, mit denen ich gesprochen habe, haben immmer betont, dass sie sowieso schon zuwenig Maschinen für zuviele Aufgaben hatten.
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War nicht vorgesehen. Freifallende takt. Kernwaffen sind militärisch gesehen sowieso schon nahe an der Nutzlosigkeit, gegen Seeziele machen sie nun wirklich überhaupt keinen Sinn, da der Pilot sich viel zu nahe dem Ziel (in der Praxis wohl ein unter massivem SAM-Schutz stehender Verband) nähern müsste.
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Laut der nachfolgendem Webseite war das MFG 1 in Jagel auch in die nukleare Rolle eingewiesen:Zitat von suedbaden Beitrag anzeigenInteressant. Meine Frage: Waren die F-104 Starfighter der Marine für eine nukleare Rolle vorgesehen?
Ein Teilbereich des Fliegerhorst Jagel sieht auch stark nach einem Sonderwaffenlager aus:
Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
www.ig-area-one.de
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Auf der ersten Seite, die Du verlinkt hast, finde ich nur Aussagen zu Niedersachsen; Jagel liegt aber in Schleswig-Holstein. Ist da vielleicht ein Fehler im Link?
Zum zweiten Link: Ich bin nicht in der Lage, ein Sonderwaffenlager am Luftbild zu erkennen; ich wüsste nicht, woran man das genau festmachen soll.
Ich frage einfach mal im Sommer, wenn ich wieder da bin, ein paar Leute vom MFG 1 und 2. 3 und 5 kommen austattungsbedingt eher nicht in Frage.
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Beim ersten Link bezieh ich mich auf diesen Satz:Zitat von MarkusD Beitrag anzeigenAuf der ersten Seite, die Du verlinkt hast, finde ich nur Aussagen zu Niedersachsen; Jagel liegt aber in Schleswig-Holstein. Ist da vielleicht ein Fehler im Link?
Zum zweiten Link: Ich bin nicht in der Lage, ein Sonderwaffenlager am Luftbild zu erkennen; ich wüsste nicht, woran man das genau festmachen soll.
Ich frage einfach mal im Sommer, wenn ich wieder da bin, ein paar Leute vom MFG 1 und 2. 3 und 5 kommen austattungsbedingt eher nicht in Frage.
"Über fliegende Kräfte ist auch die Bundesmarine in die Einplanung nuklearer Einsatzmittel eingebunden gewesen; das MFG 1 in Schleswig-Jagel wurde entsprechend ausgestattet."
Beim zweiten Link sieht man den Doppelzaun, die Perimeterbeleuchtung, drei einzelne MLH etc.Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
www.ig-area-one.de
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Eine mit Doppelzaun gesicherte QRA erkennt man in Jagel auch noch.Zitat von Firefighter Beitrag anzeigenBeim zweiten Link sieht man den Doppelzaun, die Perimeterbeleuchtung, drei einzelne MLH etc.
Die vom MFG eingesetzten Nuklearwaffen wären vermutlich Freifallbomben gewesen, die nicht gegen See- sondern gegen Landziele (z.B. Kriegshäfen, aber auch Nachschublinien der küstennah vorrückenden WP-Kräfte) im Ostseeraum eingesetzt worden wären.
Ein Stationierung von nuklearen Strike-Bombern ergibt auch Sinn, denn ansonsten waren nördlich von Hopsten (und der niederländischen Flugplätze) keine Verbände für die Strike-Rolle stationiert, so dass eine Lücke entstanden wäre. (Alles Stand 1960/70er Jahre. In den 1980ern waren Jagel und Hopsten nicht für die nukleare Strike-Rolle vorgesehen, wie wäre der Ostsee-Raum dann abgedeckt worden? Mit den seit 1971/77 auf britischen Stützpunkten stationierten USAFE F-111?)
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Das Vorhandensein eines QRA Bereichs bedeutet nicht gleichzeitig, dass das vor Ort stationierte Geschwader auch für die Strike Rolle vorgesehen war. Für die Marineflieger war in frühen Planungen eine nukleare Rolle vorgesehen, jedoch wurde dies aus diversen Gründen nie umgesetzt, hauptsächlich weil die MF zur damaligen Zeit der einzige auf Seekriegsführung spezialisierte (und dazu fähige) Verband war. Man darf hierbei nicht vergessen, dass ein Strike Verband nicht einfach nach seiner Mission landen, sich (konventionell) Wiederbewaffnen und z.B. als Marineflieger gegen Kriegsschiffe in der Ostsee hätte vorgehen können, sondern ein Strike Verband blieb solange für die nukleare Rolle "geblockt" bis das entsprechende NATO-Kommando ihn explizit freigegeben hätte. Da die Marineflieger für die konventionellen Planungen (der Bundesmarine und Dänischen Marine) aber unabdingbar waren, hat man auf die Strike Rolle verzichtet. Der QRA Bereich in Jagel war m.W. nach nur 4 Jahre aktiv (in den 60ern) und wurde für eventuell später einfliegende Air Force Geschwader "warmgehalten". Das ist die mündliche Überlieferung eines Konteradmirals a.D.
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Was davon ist heute noch vorhanden?Zitat von Hightower Beitrag anzeigenDer QRA Bereich in Jagel war m.W. nach nur 4 Jahre aktiv (in den 60ern)
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Moin zusammen,
das einzige was ich so auf die schnelle Erfassen konnte, ist diese Anlage mit Bunker.
Gruß
HornerAngehängte Dateien
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In der Zeit-Online wird nur leicht oberflächlich eine kleine Frage gestellt, ob der Einsatz einer Drohne vom Fliegerhorst Jagel seine Qualifikation hätte.
Der Einsatz von Kampfdrohnen kann gerechtfertigt sein. Doch bevor die Bundeswehr sie anschafft, muss es klare Einsatzregeln geben, kommentiert Jochen Bittner.
und bei Wikipedia wird mitgeteilt, das die Drohnen den Aufklärungsgeschwader 51 „Immelmann“ (AG 51) zugeteilt sind.
Gruß
HornerZuletzt geändert von Horner; 10.02.2013, 11:35.
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