Der Film "First Strike" dürfte vielen bekannt vorkommen, was daran liegt, dass einige der gezeigten Szenen auch für den Kinofilm "The Day After" verwendet wurden. Das Originalmaterial wirkt vor allem durch den authentischen Ton noch um einiges bedrückender.
Entscheidende Szenen spielen sich an Bord von "Looking Glass" ab, eines aus einer Flotte von EC-135-Kommandoflugzeugen, von denen sich von 1961 bis 1990 rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, eines in der Luft über den USA befand. Der an Bord befindliche diensthabende Offizier der Air Force hätte beim Ausfall des bodengebundenen Hauptquartiers des SAC in Nebraska das Kommando über die Nuklearstreitkräfte übernommen und auf Befehl des Präsidenten einen Vergeltungsschlag befehligt. Seit den 70er Jahren waren die Flugzeuge auch mit dem "Airborne Launch Control System" ausgerüstet, mit dem über UHF- und VLF-Funkverbindungen direkt auf die Silos der Minuteman-Raketen zugegriffen werden konnte, um einen Start der Raketen auch dann auszulösen, falls die bodengestützten Launch Control Centers für die Raketen bereits zerstört gewesen wären.
Der Film "First Strike" ist allerdings auch unter politischen Aspekten zu verstehen, denn der dargestellte erfolgreiche "Erstschlag" sowjetischer strategischer Streitkräfte auf die Vereinigten Staaten wird im zweiten Teil des Films dazu verwendet, die Rüstungsprogramme zu begründen, die dann unter Präsident Reagan realisiert wurden.
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