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Vielleicht noch ein Beitrag zur allgemeinen Verwirrung:
wenn es die Amis in den 60er Jahren schafften, die C-Waffen quasi in der Aktentasche nach Deutschland zu bringen - was hätte sie davon abhalten sollen, es vor dem "Lindwurm" genauso zu machen?
Anders gesagt: die Dinger kamen ohne jedes öffentliches Aufsehen ins Land.
Vielleicht sind sie ja auch auf ähnliche Weise wieder verschwunden?
Und der Lindwurm war nur eine große Medien- und Volksberuhigungsshow??
Nur mal so ins Blaue gedacht...
Denn: auch bei den heutigen Castor-Transporten wird so manche Show abgezogen - und so mancher vermummte Gewalt-Depp damit ausgetrickst...
Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
Interessengemeinschaft "area 1" -
militärgeschichtlicher Verein e.V. www.ig-area-one.de
Vielleicht noch ein Beitrag zur allgemeinen Verwirrung:
wenn es die Amis in den 60er Jahren schafften, die C-Waffen quasi in der Aktentasche nach Deutschland zu bringen - was hätte sie davon abhalten sollen, es vor dem "Lindwurm" genauso zu machen?
Anders gesagt: die Dinger kamen ohne jedes öffentliches Aufsehen ins Land.
Vielleicht sind sie ja auch auf ähnliche Weise wieder verschwunden?
Und der Lindwurm war nur eine große Medien- und Volksberuhigungsshow??
Nur mal so ins Blaue gedacht...
Denn: auch bei den heutigen Castor-Transporten wird so manche Show abgezogen - und so mancher vermummte Gewalt-Depp damit ausgetrickst...
Mit dem Gedanke bist du nicht der einzige...
Es hatte ja irgendwo auch seinen Grund das man von offizieller Seite erst in den 90ern mit der Wahrheit rausrückte, das in Fischbach garkeine C-Waffen gelagert wurden - somit hat man sich den Stress mit den Friedensaktivisten in Clausen gespart.
Von dem Abtransport sämtlicher Atomwaffen der US Army in Europa mit der "Operation Silent Echo" im Herbst 1991 wusste die Öffentlichkeit auch nicht wirklich bescheit.
Das einzige was man damals vielleicht bemerkte, war der zunehmende Flugverkehr in der Nähe von Sonderwaffenlagern.
Andererseits kann ich mir aber nicht vorstellen, das man für den Lindwurm so einen Aufwand betrieben hätte.
Sicherlich wollte man den Abtransport medienwirksam abwickeln, aber welche Vorteile hätte die US Army davon gehabt, wenn man nur normale Artilleriegranaten transportiert hätte?
Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V. www.ig-area-one.de
Mit der Volksberuhigungsshow kommt mir noch ein andere Gedanke in den Sinn. Nähmlich, der östlichen Hemisphäre zu zeigen, das sich in dieser Sache etwas tut und sie dadurch ruhig gestimmt wurde, um vieleicht evtl. vergleichbare Abrüstungspläne zu vereinbaren. Vieles was wir nicht wussten und erst später erfahren haben, wurde hinter einen seidenen Vorhang durch geführt. Denn, wenn sich alles mit den öffentlichen Wissen abgespielt hätte, kann man sich wohl kaum vorstellen, was für ein demonstratieves Chaos zu dieser Zeit geherrscht hätte.
Die Aussage war (sie auch den gestohlen US OPPLAN) chemische Waffen nur als Vergeltung für einen chemischen Angriff der anderen Seite einzusetzen.
Also so in der Hoffnung das beide Seiten sich nicht auf diesen Weg einlassen würden - wie im 2. Weltkrieg. Da lagen auch riesige Mengen bereit und wurden nie eingesetzt.
Als ich 84 in einer M110 Einheit (5/41 Regensburg) war wussten wir das es chemische Granaten für diese Waffe gab. Das war aber auch alles.
Von den Nukes wusste man das diese in Hemau waren.
Es hatte ja irgendwo auch seinen Grund das man von offizieller Seite erst in den 90ern mit der Wahrheit rausrückte, das in Fischbach garkeine C-Waffen gelagert wurden - somit hat man sich den Stress mit den Friedensaktivisten in Clausen gespart.
Von dem Abtransport sämtlicher Atomwaffen der US Army in Europa mit der "Operation Silent Echo" im Herbst 1991 wusste die Öffentlichkeit auch nicht wirklich bescheit.
Das einzige was man damals vielleicht bemerkte, war der zunehmende Flugverkehr in der Nähe von Sonderwaffenlagern.
Andererseits kann ich mir aber nicht vorstellen, das man für den Lindwurm so einen Aufwand betrieben hätte.
Sicherlich wollte man den Abtransport medienwirksam abwickeln, aber welche Vorteile hätte die US Army davon gehabt, wenn man nur normale Artilleriegranaten transportiert hätte?
Ich denke auch, dass hier ein Abtransport echter Waffen stattfand.
Dass er öffentlich gemacht wurde oder wie Firefighter richtig bemerkt "medienwirksam" war, war nicht mehr als die Kehrseite der bisherigen Politik der Verschleierung.
Es war letztlich niemandem ausser einem kleinen inneren Zirkel wirklich bekannt, was wo lagerte, wie lange, wo es hinging, zurückkam, abgezogen oder erneuert wurde.
Diese Politik der permanenten Versunsicherung entspricht der "Logik" des kalten Kriegs.
Naja ich denke die Angst war vermutlich etwas übertrieben.
Wie schon vorher bemerkt sind solche Sachen ja nicht aus Zucker.
Das soll keine Verharmlosung sein.
"Im Mai 1990 läuft die Aktion LINDWURM an: die chemischen Waffen der amerikanischen Streitkräfte in der Bundesrepublik Deutschland werden endgültig abgezogen und sollen vom Munitionsdepot Miesau/Rheinland-Pfalz zum Hafen Nordenham transportiert werden. Die Elfte leistet hier in hohem Maße Unterstützung. Sie stellt drei Bereitschaftskompanien, eine verstärkte Sanitätskompanie, einen Sanitätszug ABC, einen Fernmeldetrupp sowie Soldaten der Stabskompanie und richtet außerdem einen Hauptverbandplatz auf dem Hafengelände ein. Die Sanitätssoldaten brauchen nicht eingesetzt zu werden. Der Transport verläuft reibungslos."
Vielleicht noch ein Beitrag zur allgemeinen Verwirrung:
wenn es die Amis in den 60er Jahren schafften, die C-Waffen quasi in der Aktentasche nach Deutschland zu bringen - was hätte sie davon abhalten sollen, es vor dem "Lindwurm" genauso zu machen?
Anders gesagt: die Dinger kamen ohne jedes öffentliches Aufsehen ins Land.
Vielleicht sind sie ja auch auf ähnliche Weise wieder verschwunden?
Und der Lindwurm war nur eine große Medien- und Volksberuhigungsshow??
Nur mal so ins Blaue gedacht...
Denn: auch bei den heutigen Castor-Transporten wird so manche Show abgezogen - und so mancher vermummte Gewalt-Depp damit ausgetrickst...
der Mann hat recht als ob uns die Amis alles was sie machen und wie und wo auf die Nase binden würden
Hallo ebma!
Daß die Amerikaner "uns", sprich der damaligen BRD, bzw deutschen Lw- Führung nicht alles "auf die Nase gebunden haben", mag wohl sein; trotzdem beruhte das gesamte nukleare Konzept des Kalten Krieges letztlich auf dem Prinzip des "Gleichgewichts des Schreckens". Ein solches Konzept wiederum bedingte ein hohes Maß an Transparenz; allerdings nur zwischen dem damaligen WP einerseits und den USA andererseits!
Diese Transparenz erstreckte sich m.E. insbesondere auf die Nukleare Bewaffnung beider Seiten, und ging während der Periode "Flexible Response" gar soweit, daß z.B. ein im Prinzip banaler F-104G Flugzeugtausch auf einer Nuklear QRA immer nur im Verhältnis 1:1, und mit wenigen Ausnahmen, immer nur im Zeitraum von ... Uhr bis ... Uhr durchgeführt wurde!
Stand einer der sehr wenigen, nuklearfähigen, sprich mit der entsprechenden Nuklear Verkabelung, plus, plus, plus .... versehenen Starfighter dann auf seiner QRA- Position, so wurde die gleichzeitig/parallel deaktivierte Maschine zeitnah abgezogen, und wir durften die nunmehr neu aktivierte Maschine nach deren erfolgter Aufmunitionierung, denn auch nicht mehr auch nur um einen einzigen Millimeter aus dem Nuklear-Kreis, bewegen. Sprich der Gegner hatte immer und zu jedem Zeitpunkt den exacten Überblick über die Anzahl der auf der Jabo Nuklear-QRA stehenden, scharfen/nicht-scharfen F-104G's.
Hinzu kam, daß die F-104G Nuklear QRA- Shelter der Ersten Generation, weil diese an beiden Seiten, also an der Vorder- und Rückseite komplett offen waren, nicht nur im Winter saukalt, sondern gar von der gegenüberliegenden Seite des Fliegerhorstes für jeden einsehbar waren!
Soviel zum "nicht auf die Nase binden der Amerikaner" einerseits, und der m.E. damals bewußt praktizierten Transparenz nuklearer Vorgänge beider Seiten, andererseits.
Ich denke die Abschreckung war eine Balance Akt zwischen dem Anderen klar zu machen was man ihm an tun könnte und ihm über die exakten Möglichkeiten im Dunklen zu lassen.
Die nuklear Seite war ein Spiele der "Großen". Vermutlich war es gut das da nicht zu viele versucht haben mit zu "pokern".
Aber da ist mir gerade etwas eingefallen
der Abzug der nuklearen Waffen aus der Ex-DDR ist genauso mit der Art der Täuschung abgelaufen, siehe einen Bericht auf ARTE, worin sich ein Offz. über uns sehr amüsant gelästert hat.
ich habe gerade beim Stöbern in den I-Netsaiten etwas Interessantes über die Vorbereitungen und Durchführung der " Operation Lindwurm " unserer alten Bahnpolizei, die zur Sicherung und des reibungslosen Ablaufes auf dem Gleiswege verantwortlich waren. Dieses schriftlich und bildlich verfasste Werk, ist einer Gruppe von ehemaligen Beamten zu verdanken, die daran nochmals erinnern möchte.
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