Ukrainische Offensive in der Oblast Kursk

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  • tannenzapfen
    Cold Warrior
    • 25.01.2022
    • 471

    #1

    Ukrainische Offensive in der Oblast Kursk

    Ein (in meinen Augen) guter Artikel zu Kräfteverhältnissen und möglichen Zielen der ukrainischen Offensive auf russischem Boden:

    Kiews Truppen rücken in Russland nur noch langsam vor. Beide Seiten müssen nun entscheiden, ob sie Kursk oder den Donbass priorisieren. Der Verlust der Initiative auf dem Schlachtfeld macht Moskau nervös.
  • manfredo
    Rekrut
    • 27.08.2024
    • 8

    #2
    Abgesehen von dieser überraschenden Offensive fragen sich wohl viele wie lange dieser Krieg noch weitergehen soll bzw. weitergehen wird , man hört nichts von Friedensbemühungen oder Verhandlungen , ich kann nur hoffen das vielleicht Gespräche auf diplomatischen Kanälen im Hintergrund laufen , mal abwarten ..... .

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    • Rex Danny
      Administrator
      • 12.06.2008
      • 4982

      #3
      Aus ukrainischer Sicht kann es auch keine Friedensverhandlungen oder -bemühungen geben, da die Ukraine hierbei nur als Verlierer vom Tisch aufstehen würde. Und was Putin einmal hat, gibt er auch nicht wieder zurück. Also muß die Ukraine alle besetzten Gebiete freikämpfen bzw. zurückerobern.

      Spinnen wir das Ganze doch mal weiter. Nachdem die Russen die Ukraine eingenommen haben, marschieren sie weiter und stehen irgendwann vielleicht wieder an der Elbe. Sollen sich dann unsere Politiker mit Putin an den Tisch setzen und Friedensverhandlungen durchführen nach dem Motto: "Ihr steht wieder an der Elbe, also treten wir diesen Teil der Bundesrepublik ab (diesmal aber mit ganz Berlin) und alles ist wieder gut"?

      Ich denke, die AfD und das BSW und vielleicht auch Teile der Grünen würden es sicherlich so machen, aber wohl kaum Politiker der CDU/CSU, SPD oder FDP. Warum also soll die Ukraine auf große Teile ihres Staatsgebietes verzichten?

      Grüße


      Rex Danny

      Kommentar

      • manfredo
        Rekrut
        • 27.08.2024
        • 8

        #4
        Moin zusammen ! Ich frage mich mittlerweile was dieser Vorstoß in die Region Kursk für die Ukraine gebracht hat , zumal russische Truppen im Donbass weiter voran kommen und einen Ort nach dem anderen einnehmen . Vor allem bin ich gespannt darauf mal Einzelheiten über diesen sogen. Siegesplan zu erfahren ! Alles in allem sieht es momentan nicht gut aus für die Ukraine , oder wie denkt Ihr darüber ?

        Kommentar

        • Rex Danny
          Administrator
          • 12.06.2008
          • 4982

          #5
          Du glaubst doch nicht wirklich, daß für die breite Öffentlichkeit Informationen hierzu zugänglich gemacht werden. Dann könntest du diesen "Siegesplan" ja auch gleich direkt per Einschreiben an den Kreml schicken.

          Grund für den Vorstoß im Bereich Kursk dürfte das Binden starker russischer Kräfte auf eigenem Territorium sein. Dies könnte bspw.auch mit dem "Siegesplan" zusammen hängen. Außerdem könnte man hoffen, daß die Stimmung in der russischen Bevölkerung kippt, weil der Krieg nun vor der eigenen Haustür stattfindet. Gleiches haben die Alliierten ja mit ihren Flächenbombardements im Zweiten Weltkrieg such versucht. Das hat zwar damals nicht funktioniert, aber wir leben nun 80 Jahre später und auch die Russen ticken heute anders als damals.

          Grüße


          Rex Danny

          Kommentar

          • manfredo
            Rekrut
            • 27.08.2024
            • 8

            #6
            Hallo Rex Danny , Moin Moin !^^ Beides hat ja bisher nicht funktioniert , also Bindung der russischen Truppen oder das Truppen im Donbass abgezogen würden ( soweit ich informiert bin ) , Ttsache ist ja das russische Truppen weiter vorwärts kommen und jetzt kurz vor Pokrowsk stehen und auch weitere Orte im Donbass einzunehmen drohen . Ich verfolge das ganze Geschehen , ( also den Krieg ) schon vom ersten Tag an , besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Kampfhandlungen rund um das Azov Stahlwerk bei Mariupol noch fast zu Beginn des Krieges , habe auch den Film gesehen `20 Tage in Mariupol ` , sehr empfehlenswert !!

            Kommentar

            • allrad
              Cold Warrior
              • 09.02.2014
              • 153

              #7
              Hallo,
              ich sag mal so: Die Abriegelung und die jetzigen Gegenangriffe der Russen werden vonnTruppenteilen geführt, die sonst woanders zur Verfügung gestanden hätten. Die der großen Abnutzung der Russen im Donbas tritt eine Schwächung sicherlich auch dann ein, wenn der Ersatz stockt. Wobei aus offenen Quellen sich da kein klares Bild ergibt.

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              • Hoover
                Cold Warrior
                • 19.12.2013
                • 613

                #8
                Ich sehe die Kursk-Operation der UA als großen ehler, zudem sehr kostspielig.

                Was hat es genutzt? Die Russen sind an allen Abschnitten des "Kursker Bogens" wieder im Angriff etwa 1 Dritel des eroberten ist bereits wieder verloren gegagen.
                Den Hauptstoß der Russen im Donbas hat es nur sehr wenig beenträchtigt. Die russischen Verstärkung für Kursk kamen hauptsächlich aus Kaliningrad sowie aus den anderen russ. Militärbezirken. Nur eher wenige Truppen wurden aus dem Donbas abgezogen.
                Dazu sind die Verluste der UA in Kursk recht heftig.
                Ich habe so mitgeplottet, was so in den Foren, VK, Oryx etc zu finden war (sofern es Kursk zuzuordnen war)
                15 BTR 4 zerstört, 3 erbeutet, 4 beschädigt
                BTR 60PB 2/0/0
                M113 8/1/2
                SUV/PickUps 8/0/0
                STryker 11/2/2
                T64 6/0/2
                MRAP diverse 22/2/0
                Krab 2/0/0
                Tunkuska 1/0/0
                M777 2/0/0
                Marder 6/1/3
                Lkw div 22/0/0
                Stryker M1132 2/0/0
                2S1 0/0/1
                BRDM 2 3/0/1
                HMVEE 8/1/0
                VAB 2/0/1
                M2 Bardely 5/1/1
                Bogdana 2/0/0
                M88 ARV 1/0/1
                Strv 122 1/0/0
                Leopard 2A5 1/0/0

                0 steht für keine Zahlen! Das sind nur die Zahlen, die ich finden konnte. Sie werden noch weit höher sein.

                Die Russen haben leciht höhere Zahlen, aber ich bin der Meinung, dass für die Russen der Verlust von 5 T90 weniger schwer wiegt als 1 Leopard für die Ukrainer. Ich denke also, dass die UA hier wertvolle Ressourcen und Personal "verbrauchen", ohne dass es die Lage merklich ändert. Ich habe schon am Anfang die Offensive nicht verstanden, die Hoffnungen waren für mich am Anfang schon illusorisch.
                Putin hat die Propaganda in der and, die russische Öffentlchkeit weiß gar nicht, was da wirklich vorgeht. Die Hoffnung, dass Putin das eroberte Gebiet als Tauschware annehmen würde, ist Blödsinn. Dass die UA das Gebiet so lange halten würde, bis es zu Verhandlung käme, war von Anfang an Blödsinn.

                Auch das vorzeitige Jubeln, dass man die Russen südlich des Sejm eingekesselt habe und die Kapitulation nur eine Frage der Zeit war, weil man ja die Brücken zerstört hat, hielt ich für sehr naiv. Die ca. 3.000 russischen Truppen dort waren zu stark, als dass die UA Truppen diese dort zerschlagen könnten. Nun sind diese sogar in den Gegenangriff gegangen und schlagen die UA zurück.

                Für ich alles eher Verzweiflung.

                Und der Westen? Außer den 59 australischen M1A1, die angekündigt sind, sind keine größeren Lieferungen an Kampffahrzuegen etc in Sicht. Das, was Deutschland liefern will, ist schon lange angekündigt. Da der UA langsam die Soldaten ausgehen kann man das nur mit besserer Technik ausgleichen.

                Alles sehr unbefriedigend.
                "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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                • manfredo
                  Rekrut
                  • 27.08.2024
                  • 8

                  #9
                  Mal ganz abgesehen von dieser Überraschungs-Offensive und den damit verbundenen Verlusten an Material und Soldaten für die Ukraine , stellen sich mittlerweile hier im Westen Europas viele ( vielleicht die meisten ) Menschen die Frage , wieviele noch sterben müssen ( Soldaten und Zivilisten ) und wieviel noch zerstört werden muß , bis der Herr Selenskyi einsieht ( bzw. einsehen muß ) , das er die von Russland besetzten Gebiete ( einschl. der Krim ! ) nicht zurück bekommen wird , auch nicht mit noch so vielen Waffen , vorallem kommen jetzt noch nordkoreanische Soldaten zur Unterstützung ( ca. 15000 ) .

                  Kommentar

                  • tannenzapfen
                    Cold Warrior
                    • 25.01.2022
                    • 471

                    #10
                    Und was hat das mit der Einsicht von Selensky zu tun? Für einen Frieden braucht es zwei, und bisher hat Putin keinerlei Verhandlungsbereitschaft gezeigt- was natürlich seine nützlichen Unterstützer in der europäischen Politik nicht davon abhält, ständig "Verhandlungen" zu fordern.
                    Zuletzt geändert von tannenzapfen; 19.10.2024, 22:03.

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                    • Hoover
                      Cold Warrior
                      • 19.12.2013
                      • 613

                      #11
                      Die Frage musst du Putin stellen. Wenn Putin wirklich Frieden und Verhandlungen will (was er nicht will) muss er nur deas Feuer einstellen und sich zurückziehen. Das wird er nicht machen.

                      Eine Kapitulation der Urkaine wird nicht nur 10-15 Mio Flüchliinge zu uns spülen, es wird auch weitere Gebiestansprüche geben.
                      "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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