Russische Aktivitäten in Afrika

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  • Nemere
    Cold Warrior
    • 12.06.2008
    • 3298

    #1

    Russische Aktivitäten in Afrika

    Hängt zwar nur am Rande mit dem Ukraine-Krieg zusammen, ist aber für die Gesamtbewertung der Politik Putins sehr interessant:
    Nach dem Absturztod des russischen Truppenführers Prigoschin war die grosse Frage, was dies für seine zwielichtigen Geschäfte in Afrika bedeuten würde. Inzwischen ist klar: Russland nimmt auf dem Kontinent mehr denn je Einfluss.
  • Malefiz
    Cold Warrior
    • 22.12.2010
    • 402

    #2
    Ja ich denke, dass sehr wohl zusammenhängt. Frankreich ist mit seiner Uranabhängigkeit zu rund 70% von Usbekistan, Kasachstan und Russland abhängig. Wenn der Niger als Ausweichmöglichkeit wegfällt, gibt es nicht mehr so viele Quellen. Es lassen sich keine konkreten Zahlen für Frankreich finden, zumindest nicht schnell. Diese 70% kommen von Euratom. Wie kann es sein, dass Russland nach zwei Jahren Krieg in Lingen versucht eine Deutsche Wiederaufbereitungsanlage zu kaufen?
    Noch ist Uran aus Russland nicht Teil der EU-Sanktionspakete. Deutschland würde das gerne ändern, Frankreich bremst. Denn solche Handelsbeschränkungen würden einen ganzen Industriezweig empfindlich treffen. Von Julia Borutta.

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    • PI80
      Cold Warrior
      • 07.12.2016
      • 108

      #3
      Habe zufällig gerade dazu einen Artikel in der aktuellen (gedruckten) Zeit (Überschrift dazu: "Moskau im Emsland")gelesen. Der Artikel stellt dann aber sehr sachlich die bekannten Fakten dar. Kaufen will Rosatom das Werk in Lingen, welches Framatome (Tochter von EDF Frankreich) gehört definitiv nicht. Es geht um den Plan von Framatome zur Produktion der Brennelemente für die Reaktoren nach Sowjetbauart in Ungarn, Finnland, Bulgarien, Tschechien und der Slowakei (aktuell beziehen all diese Länder die Brennelemente aus Russland). Aus Lizenzgründen darf Framatome die sechseckigen Brennelemente für diese Reaktoren nicht bauen bzw. hat die Maschinen dazu nicht. Dazu wurde ein Gemeinschaftsunternehmen mit Rosatom gegründet. Man geht davon aus, dass man Rosatom für ca. 10 Jahre benötigt und dann die Produktion alleine durchführt.
      Ironie dazu: Westighouse kann heute schon diese Brennelemente liefern, haben dafür aber keine Partnerfirma mit Rosatom. Die Betreiber der KKW's wollen aber offenbar nicht das Risiko eingehen diese zu verwenden und Framatome fürchtet um sein Geschäft.

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      • DeltaEcho80
        Cold Warrior
        • 09.03.2013
        • 1771

        #4
        Hierzu gab es im Oktober 2023 auch eine interessante Folge der Sendung "Mit offenen Karten" auf ARTE.



        Diese Sendung habe ich hier im Forum ja bereits schon mal vorgestellt. Sie gehört seit einigen Jahren zu meinem "samstäglichen" Pflichtprogramm.

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