"Radomflug übernimmt die Kuppel
Stadt Gersfeld und Gesellschaft unterzeichnen heute Nutzungsvertrag für Landmarke
WASSERKUPPE (vn) Seit mehr als einem Jahr war offen, ob sich die Stadt Gersfeld als Eigentümer und die Radomflug-Gesellschaft als wahrscheinlicher Nutzer über die Zukunft des Radoms auf der Wasserkuppe würden einigen können. Anfang Juli hat das Gersfelder Stadtparlament dem Nutzungsvertrag zugestimmt. Am heutigen Samstag um 15 Uhr wollen Bürgermeisterin Margit Trittin (SPD) und Hans-Ulrich Enders, Geschäftsführer der Radomflug-Gesellschaft, diesen Vertrag unterzeichnen.
»Radomflug wird die Kuppel als Pächter komplett übernehmen, zunächst für 20 Jahren, aber mit Verlängerungsmöglichkeiten für weitere 20 Jahre«, sagt Trittin. Die Radomflug-Gesellschaft, die aus dem Vereinen Rhöner Drachen- und Gleitschirmflieger und 1. Drachenflugclub Wasserkuppe besteht, muss alle Betriebs- und Unterhaltskosten tragen. Zudem muss die Gesellschaft im Rathaus eine Bankbürgschaft über 120000 Euro für den Fall hinterlegen, dass die Kuppel einmal abgerissen werden muss.
Im Gegenzug sorgt die Stadt Gersfeld jetzt für den Umbau. Die Plattform wird für Fußgänger abgesichert, es werden Kassenautomaten aufgestellt, und die Kuppel erhält einen zweiten Ausgang. Die geschätzten Baukosten von 215000 Euro tragen das Land Hessen aus Konversionsmitteln für den Umbau militärischer Anlagen (107500 Euro), der Landkreis Fulda (40000 Euro), die Radomflug-Gesellschaft (40000 Euro), die Stadt Gersfeld (17500 Euro) und die Gemeinde Poppenhausen (10000 Euro).
»Wenn wir jetzt den Vertrag unterzeichnen, heißt das nicht, dass morgen der Umbau beginnt«, bremst Trittin die Euphorie. Weil auf dem bisherigen Militärgelände kein Baurecht bestand, muss dieses jetzt vom Regierungspräsidium in einem Abweichungsverfahren geschaffen werden. Zudem hat sich das Land vorbehalten, das Nutzungskonzept zu prüfen, ehe es seinen Zuschuss freigibt.
Ziel der neuen Nutzer ist die Kombination von Flugsport und Tourismus. Die Aussichtsplattform soll für die Besucher der Wasserkuppe zugänglich gemacht werden, indem ein kontrollierter Zugang über das vorhandene Treppenhaus auf die Plattform geschaffen wird. Für den Besuch der Plattform wird Eintrittsgeld erhoben. Diese Einnahmen sollen dazu dienen, den Erhalt der Bausubstanz und den Betrieb des Radoms auf Dauer zu sichern.
Der flache Anbau ist für die Flugsportvereine der Drachen- und Gleitschirmflieger vorgesehen.
Gestern Abend zeigte eine Präsentation mit dem Musiker Frank Tischer die gute Eignung der Kuppel für kulturelle Veranstaltungen."
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> Quelle: http://www.fuldaerzeitung.de/2004_news_fd/index.html [29.09.2007; 14.00 Uhr]
Aufnahmen des Radoms auf der Wasserkuppe und weiterführende Links: http://www.fulda-gap.de/wasserkuppe.htm


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