Hoher Bogen und Kötzting - Eloka-Einsatz

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  • Nemere
    Cold Warrior
    • 12.06.2008
    • 2880

    #1

    Hoher Bogen und Kötzting - Eloka-Einsatz

    Anbei eine Bachelor-Arbeit einer tschechischen Studentin zum Einsatz der Bundeswehr (Luftwaffe und Heer) auf dem Hohen Bogen / Kaserne in Kötzting. Nicht erschrecken - nur der Titel ist in tschechisch, die eigentlich Arbeit ist in deutsch verfasst.
    Es wird auch auf die Ausbildung der in den Eloka-Einheiten eingesetzten Soldaten eingegangen.
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  • klaus_erl
    Cold Warrior
    • 14.04.2013
    • 1059

    #2
    Das gibt Lesestoff für die nächsten Tage.

    Ich habe ja meine Jugend auch im Schatten diverser Aufklärungseinrichtungen (Hof, Kornberg, Schneeberg, Döbraberg) verbracht, die für uns immer mit einer Aura des Geheimnisvollen umgeben waren. Während man an die Radarkuppeln auf dem Döbraberg und den Turm auf dem Kornberg fast hautnah rankam - und trotzdem nicht mitkriegte, was da eigentlich gemacht wurde - waren die Anlagen in Hof und noch mehr der gesamte Gipfel des Schneebergs weiträumig abgesperrt.

    Klaus

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    • Nemere
      Cold Warrior
      • 12.06.2008
      • 2880

      #3
      Wobei der Döbraberg eigentlich keine Aufklärungseinrichtung war, sondern der Luftraumkontrolle diente. Besonderheit beim Döbraberg war auch, das der Berg weiträumig als "Militärischer Schutzbereich" nach dem Schutzbereichsgesetz ausgewiesen war. Einige dieser alten Schilder hängen heute noch im Wald, obwohl der Schutzbereich längst aufgehoben ist. Siehe beigefügtes Foto. Am Zaun der Anlage, die heute noch voll in Betrieb ist, hängt inzwischen auch eine informative Tafel zur Geschichte der Bundeswehr auf dem Döbraberg.
      Da der Döbraberg bei mir quasi vor der Haustür liegt (Luftlinie kaum 2 km) habe ich dieses Objekt voll unter Kontrolle!
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      Zuletzt geändert von Nemere; 02.04.2023, 18:11.

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      • DeltaEcho80
        Cold Warrior
        • 09.03.2013
        • 1724

        #4
        Mit dem Stammtisch m136 waren wir mal Gäste des in der Arbeit angesprochenen Traditionsverbandes und durften eine Führung durch die Traditionsräume in Bad Kötzting genießen.
        Auch war eine Wanderung zur gegenüberliegenden Anlage in Tschechien war geplant, fiel aber dem schlechten Wetter zum Opfer.

        Das war sehr interessant.

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        • klaus_erl
          Cold Warrior
          • 14.04.2013
          • 1059

          #5
          Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
          Wobei der Döbraberg eigentlich keine Aufklärungseinrichtung war, sondern der Luftraumkontrolle diente.
          Heute ist mir das auch bekannt, damals wars halt auch eine dieser geheimnisvollen Einrichtungen.

          Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
          Besonderheit beim Döbraberg war auch, das der Berg weiträumig als "Militärischer Schutzbereich" nach dem Schutzbereichsgesetz ausgewiesen war. Einige dieser alten Schilder hängen heute noch im Wald, obwohl der Schutzbereich längst aufgehoben ist. Siehe beigefügtes Foto. Am Zaun der Anlage, die heute noch voll in Betrieb ist, hängt inzwischen auch eine informative Tafel zur Geschichte der Bundeswehr auf dem Döbraberg.
          Da der Döbraberg bei mir quasi vor der Haustür liegt (Luftlinie kaum 2 km) habe ich dieses Objekt voll unter Kontrolle!
          Ich müsste da auch mal wieder hin. In naher Zukunft bin ich Rentner und dann vermutlich wieder mehr in der Heimat.

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          • Nemere
            Cold Warrior
            • 12.06.2008
            • 2880

            #6
            Dann könnte man im Hofer Raum auch noch die Stellungen des TMLD – Tieffliegermelde- und Leitdienstes – erwähnte. In Naila war die Kaserne der 16./FmRgt 32 (Luftwaffe), die hier die Tiefflieger-Melde und Leitzentrale (Deckname Honey Pot) betrieb, Dauereinsatzstellungen (DEST) der Kompanie befanden sich in:
            - Geroldsgrün-Steinbach / Langesbühl (Echo 1),
            - Selb-Längenau/Wartberg (Echo 2),
            und dann schon in der Oberpfalz
            - Mähring / Poppenreuther Berg (Echo 3),
            - Moosbach-Rückersried / Eisberg (Echo 4)

            Weiter westlich in Coburg auf der Brandensteineben / Flugplatz betrieb die Nailaer Kompanie zeitweise (etwa 1978 – 1980) eine Stellung, diese wurde dann als DEST von der 18./FmRgt 32 aus Rotenburg/Fulda mit dem Decknamen Delta 4 übernommen.

            Mobile und nur zeitweise besetzte Eloka-Erfassungsstellen des Fernmeldebataillons 220 gab es in Nordhalben, bei Berg, bei Bad Steben, in Reichenbach (nördlich Teuschnitz, Lkr. Kronach), bei Steinbach a.d.Haide (Stadt Ludwigsstadt, Lkr. Kronach) und am Waldstein.
            Am Waldstein waren auch von 1961 – 1963 Luftwaffenteile des FmRgt 72, die damals noch in Thurndorf bei Kirchthumbach lagen.

            Auf dem Schneeberg gab es neben Amerikanern, Bundeswehr und BND sporadisch französische Heeres- und Luftwaffen-Eloka-Kräfte.

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            • Duebbekold
              Cold Warrior
              • 28.01.2018
              • 576

              #7
              Moin,

              das, was in der Bachelor Arbeit beschrieben ist, kommt mir sehr vertraut vor,
              Ich habe es zwar als W15er nur zum OG gebracht, saß in der FmAufklAusw in Rotenburg/ Wümme, FmBtl120,
              habe auch das Schichtsystem mitgemacht und kenne die Hektik, wenn beim WP Großübungen stattfanden
              oder der Großperiodenwechsel anstand.

              Angenehm waren 5er Schichten mit 6 Std. Dienst, 12 Std. frei, danach 60 Std. frei zum nach Hause fahren.
              Auf Übungen in Schutschur oder Bahrdorf fuhren wir generell 2er Schichten, 12 Std. Dienst und 12 Std.frei,
              Wache zwischendurch im 12 Stundenfrei für 2 Std. mit teilgeladenem G3 und 10 Schuß scharfer Munition.#


              Grüße

              Duebbekold

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