Oerbke wird neuer Bundeswehr-Standort - mit 2.000 Soldaten

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  • 26TRW
    Cold Warrior
    • 13.10.2012
    • 159

    #1

    Oerbke wird neuer Bundeswehr-Standort - mit 2.000 Soldaten

    Oerbke wird neuer Bundeswehr-Standort - mit 2.000 Soldaten

    Die Bundeswehr plant offenbar einen neuen Standort in Oerbke im Heidekreis. Dort sollen mehr als 2.000 Soldaten stationiert werden. Diese Pläne hat eine Sprecherin von SPD-Chef Lars Klingbeil bestätigt, sie lägen im Bundesverteidigungsministerium, das von der SPD geführt wird. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte die Äußerungen aus der Politik auf Anfrage des NDR in Niedersachsen nicht kommentieren. Oerbke hat militärische Vergangenheit: Bis vor einigen Jahren waren dort britische Soldaten stationiert, nun stehen viele dieser Liegenschaften leer. Zuerst hatte die "Walsroder Zeitung" über die Pläne berichtet. Andreas Ege, der Bürgermeister der Gemeinde Osterheide, zu der Oerbke gehört, sagte, dass er sich über die Pläne freue. Sein Ort habe nach dem Weggang der Briten deutlich gelitten.

  • Duebbekold
    Cold Warrior
    • 28.01.2018
    • 576

    #2
    Moin,

    Klingbeils Wahlkreis. Aber gut........ - die Kaserne ist sehr groß, liegt am Übungsplatz und hat
    Panzerverladerampen und große Lagerhäuser. Die Briten haben bis zum Weggang alles in
    Schuß gehalten, inwieweit die ganzen zugelaufenen alles runtergewirtschaftet und verwüstet
    haben, wird sich zeigen.



    Grüße

    Duebbekold

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    • DeltaEcho80
      Cold Warrior
      • 09.03.2013
      • 1724

      #3
      Bei solchen Meldungen bin ich trotzdem immer skeptisch - siehe die ehemalige "Hessen"-Kaserne in Stadtallendorf.

      Hier hat man nach jahrelangem Leerstand beschlossen, die Kaserne wieder zu reaktivieren. Allerdings hat man festgestellt, dass die Kaserne aufgrund des jahrelangen Leerstandes und der Nichtnutzung quasi neu aufgebaut werden muss - das wird angeblich bis 2027 dauern. Auch weiß man nicht, welche Einheiten man überhaupt stationieren will:

      Der Bund bleibt dabei, die Stadtallendorfer Hessen-Kaserne wiederbeleben zu wollen. Allerdings fehlt es an einem Zeitplan und vor allem an der Entscheidung, welche Einheiten genau dort hinkommen.


      Selbiges gilt auch für Volkach - hier wurden immer wieder mal Spekulationen über eine neue Logistikbrigade durch die Presselandschaft getrieben. Außer, dass man die Kaserne sanieren muss, ist nicht viel geblieben.

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      • Nemere
        Cold Warrior
        • 12.06.2008
        • 2880

        #4
        Zitat von Duebbekold Beitrag anzeigen
        Klingbeils Wahlkreis.
        Klar - im Oktober sind Wahlen in Niedersachsen, also muss wieder eine Schlagzeile her.

        Kommentar

        • Rex Danny
          Administrator
          • 12.06.2008
          • 4377

          #5
          Kommen in Berlin die Verantwortlichen endlich mal auf den Trichter, die Truppe nicht über die gesamte Republik verstreut zu stationieren, sondern geballt an wenigen Orten zentralisiert, wie es die USA seit jeher mit ihren "Forts" machen?

          Oerbke macht absolut Sinn, weil der Truppenübungsplatz Bergen-Hohne direkt vor der Tür liegt. Genau auf der anderen Seite liegt Bergen mit den ebenfalls riesigen Kasernenanlagen, die lediglich durch das deutsch-niederländische Panzerbataillon 414 und die Truppenübungsplatzkommandantur belegt sind und das Camp Hörsten für übende Truppenteile.

          In Steinwurfweite liegen dann auch noch die beiden Truppenübungsplätze Munster-Süd und Munster-Nord und Munster mit den auch nicht vollständig ausgelasteten Kasernen.

          Ich denke, daß man an diesen drei Standorten bei Gesamtbelegung Truppenteile in einer Stärke von 6000 bis 7000 Soldaten oder mehr stationieren könnte, zumal es für die Soldaten keine Unterkünfte in der Größenordnung geben muß, da es sich komplett um Zeit- und Berufssoldaten handelt, die wiederum dem freien Wohnungsmarkt an den Standorten zu Gute kommen. Und ich weiß, wie viele Wohnungen allein in Munster leer stehen.

          Ach ja, nicht vergessen dürfen wir noch den Standort Faßberg, der mit seinen Heeresfliegern ständig auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord mit der Bodentruppe übt.

          Sollten also die Planer im Verteidigungsministerium so denken, wäre das ein Knaller für die Region, die wirklich vom Militär abhängig ist.

          Ich spinne das Ganze sogar noch weiter. In Lüneburg gibt es noch die Theodor-Körner-Kaserne, in der das Aufklärungslehrbataillon 3 stationiert ist. Eine riesige Kaserne mit freien Kapazitäten. Man könnte das Bataillon aber auch an einen der zuvor genannten Standorte Oerbke, Hohne oder Munster verlegen.

          Gleiches gilt auch für den Standort Rotenburg (Wümme) mit seinem Jägerbataillon 91. Riesige Kaserne mit freien Kapazitäten. Auch dies könnte in Richtung der drei genannten Standorte verlegt werden. Zwei riesige Kasernen könnten geschlossen werden und Betriebskosten fallen weg.

          Die Betriebskosten an den drei anderen Standorten würden zwar steigen, aber nicht in dem Maße, wie sie an den Standorten Lüneburg und Rotenburg (Wümme) eingespart werden.

          Ich denke, daß diese "Ballungszentren" auch an anderen Standorten in der Nähe von Truppenübungsplätzen geschaffen werden könnten.

          Grüße


          Rex Danny
          Zuletzt geändert von Rex Danny; 10.07.2022, 21:04.

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          • klaus_erl
            Cold Warrior
            • 14.04.2013
            • 1059

            #6
            Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
            Ich denke, daß diese "Ballungszentren" auch an anderen Standorten in der Nähe von Truppenübungsplätzen geschaffen werden könnten.
            Anknüpfend an diesen Satz überlege ich gerade wie es im Umfeld der Übungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels aussieht. Was ist da an Standorten vorhanden, die evtl ausgebaut werden könnten?

            Weiden, Pfreimd, Kümmersbruck fallen mir ein.
            Im etwas weiteren Umkreis Roding, Cham, Oberviechtach.

            Wie schaut es da mit Erweiterungsmöglichkeiten/freien Kapazitäten aus?

            Grüße
            Klaus

            Kommentar

            • DeltaEcho80
              Cold Warrior
              • 09.03.2013
              • 1724

              #7
              Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
              Kommen in Berlin die Verantwortlichen endlich mal auf den Trichter, die Truppe nicht über die gesamte Republik verstreut zu stationieren, sondern geballt an wenigen Orten zentralisiert, wie es die USA seit jeher mit ihren "Forts" machen?

              Oerbke macht absolut Sinn, weil der Truppenübungsplatz Bergen-Hohne direkt vor der Tür liegt. Genau auf der anderen Seite liegt Bergen mit den ebenfalls riesigen Kasernenanlagen, die lediglich durch das deutsch-niederländische Panzerbataillon 414 und die Truppenübungsplatzkommandantur belegt sind und das Camp Hörsten für übende Truppenteile.
              Genau das ist mir bei "Oerbke" in den Sinn gekommen.

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              • Rex Danny
                Administrator
                • 12.06.2008
                • 4377

                #8
                Und Frau Lambrecht bzw. das Verteidigungsministerium bestätigen die Pläne für Oerbke, wenn auch noch nicht abschließend (https://www.ndr.de/nachrichten/niede...brecht196.html).

                Grüße


                Rex Danny

                Kommentar

                • Nemere
                  Cold Warrior
                  • 12.06.2008
                  • 2880

                  #9
                  Zitat von klaus_erl Beitrag anzeigen
                  ... wie es im Umfeld der Übungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels aussieht.
                  Beide Plätze werden von der US-Army genutzt und verwaltet, deutsche Nutzung ist - wie seit Jahrzehnten - noch immer vom "Good will" der Amis abhängig. Das schränkt deutsche Nutzungsmöglichkeiten gewaltig ein.

                  Kommentar

                  • kato
                    Cold Warrior
                    • 03.03.2009
                    • 888

                    #10
                    Laut NDR, Frau Lambrecht zitierend, geht es um ein Panzerpionierlehrbataillon für Oerbke. Im Audio-Mitschnitt wird dabei etwas relativierend gesagt "ist noch nicht endgültig abgeschlossen, aber die Überlegungen in diese Richtung [...] gibt es".

                    Vermutlich dürfte es sich um einen "Ersatz" für das PzPiBtl 130 der PzLBrig 9 handeln, das ja vor 10 Monaten zum PiBrBtl 130 (GE/UK) umgebaut wurde. Wobei ein PzPiLBtl kaum allein auf 2200 Soldaten kommen wird.

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                    • Guenther (†)
                      Cold Warrior
                      • 04.09.2006
                      • 1024

                      #11
                      Wird wohl das neu aufzustellende PzPiLehrBtl 90 werden was da gemeint ist.
                      Suche Gliederungen der Heeresstrukturen 2 + 3.
                      Außerdem suche ich die letzten Trichtersperren und Sperrmittelhäuser in Franken.

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                      • Hoover
                        Cold Warrior
                        • 19.12.2013
                        • 601

                        #12
                        Ich bin absolut für die Schaffugn großer Standorte. Die Betriebskosten als "Grundlast" sind eh da, und die kleineren Standorte kosten im Verhältnis zu viel.
                        Als "meine" Niedersachsenkasene in Dörverden-Barme von 2500 Mann in Spitzeneiten immer weiter herunterreduziert wurde war irgendwan klar, dass die den Laden dicht machen würden.

                        Oerbke wäre da super, die Gebäude, die nicht vom Landesaufnahmelager genutzt werden (also 3/4 stehen leer vom ganzen Komplex) sind noch gut in Schuss.

                        Rotenburg/Wümme mit dem Jägerbataillon ist echt fragwürdig. Ja, die örtliche Politik kämpft überall um jeden Soldaten (Kaufkraft etc) aber auch ROW steht zu mehr als die Hälfte leer. Das Problem wir die örtliche Politik sein. In den 1970er und 80er Jahren gab es reichlich Demos gegen die Bundeswehr, jetzt kann sich keine Gemeinde mehr leisten, dass eine geldbringende Kaserne dicht macht. Obwohl das schlauer und kostengünstiger für den Bund wäre.
                        "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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                        • Rex Danny
                          Administrator
                          • 12.06.2008
                          • 4377

                          #13
                          Genau diese Diskussion habe ich mir mit meinem Beitrag gewünscht.

                          Ich stehe also nicht allein mit meiner Meinung da.

                          Grüße


                          Rex Danny

                          Kommentar

                          • DeltaEcho80
                            Cold Warrior
                            • 09.03.2013
                            • 1724

                            #14
                            Zitat von Hoover Beitrag anzeigen

                            Rotenburg/Wümme mit dem Jägerbataillon ist echt fragwürdig. Ja, die örtliche Politik kämpft überall um jeden Soldaten (Kaufkraft etc) aber auch ROW steht zu mehr als die Hälfte leer. Das Problem wir die örtliche Politik sein. In den 1970er und 80er Jahren gab es reichlich Demos gegen die Bundeswehr, jetzt kann sich keine Gemeinde mehr leisten, dass eine geldbringende Kaserne dicht macht. Obwohl das schlauer und kostengünstiger für den Bund wäre.
                            Genau das ist doch der Kern der Diskussion. Jeder Wahlkreisabgeordnete will Standorte in seinem WK haben. Hier im Forum hatten wir die Diskussion ja schon ausführlich, welche Standorte sich um eine Kaserne beworben hatten und vor allem warum.

                            Kommentar

                            • Nemere
                              Cold Warrior
                              • 12.06.2008
                              • 2880

                              #15
                              Das ist leider das Problem, das solche Standortfragen nicht nach rein sachlichen Gesichtspunkten entschieden werden. Es müsste ein Liste mit objektiven Prüfpunkten erstellt werden, die dann für den jeweiligen Standort abgearbeitet wird. Dinge wie Kaufkraft für das örtliche Gewerbe oder die Empfindlichkeiten des regionalen Abgeordneten gehören da nicht rein, sondern nur Dinge wie Eignung und Zustand der Kaserne, Übungs- und Schießmöglichkeiten, Ausbildungsmöglichkeiten, Verkehrsanbindung (Straße / Bahn) usw. .
                              Leider wird das in dieser unserer Republik leider ein Wunschtraum bleiben.

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