Denkmalschutz und Kalter Krieg

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  • moped
    Cold Warrior
    • 25.06.2012
    • 134

    #1

    Denkmalschutz und Kalter Krieg

    Hallo zusammen,

    der Kalte Krieg (so wie wir ihn kennen) ist nun bereits seit 30 Jahren eine abgeschlossene historische Epoche. Leider sind inzwischen auch die meisten Relikte dieser Zeit bedenkenlos beseitigt worden.
    Und nach meiner Erfahrung tun sich die staatlichen Denkmalbehörden immer noch schwer damit, die letzten verbliebenen Relikte des Kalten Krieges als Kulturdenkmale zu erkennen.

    In Rheinland-Pfalz sind das nämlich nach meiner Kenntnis nur zwei Objekte: Der ehemalige Ausweichsitz der Bundesregierung im Ahrtal (Dienststelle Marienthal), der aber eigentlich zu 95% abgerissen wurde und nur noch ein Fragment darstellt (Denkmalschutz=?), und die Area One in Fischbach bei Dahn in der Südpfalz als besonders geschütztes Sonderlager für Atomwaffen innerhalb eines erheblich größeren Munitionsdepots der NATO im Pfälzerwald. Die Area One wurde auch nur wegen massiver Intervention eines Vereins überhaupt unter Schutz gestellt.
    Seit ich mich dafür interessiere, sind trotz engagierter Intervention von einschlägigen Vereinen viele ehemalige Militäranlagen verfallen und sogar aktiv unter Einsatz von unseren Steuermitteln beseitigt worden. Das ist eine Schande für unsere Gesellschaft.

    Ich finde, die Denkmalbehörden aller Bundesländer müssen JETZT spätestens handeln, damit überhaupt noch etwas von dieser Epoche überlebt.

    Wie sieht es nach Eurer Erfahrung damit aus? Gibt es in Eurem Erfahrungsbereich Relikte des Kalten Krieges, die bereits offiziell als Kultur-Denkmäler anerkannt und geschützt sind?
    Das Beste an der Vergangenheit ist, dass wir alle damals jünger waren.
  • klaus_erl
    Cold Warrior
    • 14.04.2013
    • 1059

    #2
    Es gibt wohl ein paar wenige Sperren unter Denkmalschutz, z.B. die Fallkörper an der Schiefen Ebene.

    Bei größeren Anlagen bin ich überfragt.

    Kommentar

    • Nemere
      Cold Warrior
      • 12.06.2008
      • 2878

      #3
      In Bayern sind einige vorbereitete Sperranlagen unter Denkmalschutz gestellt worden, z.B. die Fallkörpersperre bei Windischeschenbach, eine Sprengschachtanlage bei Hirschau und eine Steckschachtsperre bei Gunzenhausen. Es sind dazu auch mehrfach Aufsätze in den "Denkmalpflege Informationen" des bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege erschienen.

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      • kato
        Cold Warrior
        • 03.03.2009
        • 887

        #4
        Thema hatten wir schon mal vor 11 Jahren, evtl kann man das zusammenführen:
        http://www.cold-war.de/showthread.ph...-Denkmalschutz

        Ergänzend: In Heidelberg steht mittlerweile das HQCOMUSAREUR (Keyes Building Bj 1937 als Offiziersmesse, Umbau und Erweiterung 1951; Eddy House, Bj. 1951 auf ehem. Flakstellung) speziell aufgrund des Bezuges zum Kalten Krieg formell unter Denkmalschutz und wird mit teilweise originalem Innenausbau erhalten und als themenspezifisches Museum genutzt.

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