Da ich seit einiger Zeit nun in Hammelburg arbeite und die Mittagspausen gerne mal zu einem kleinen Spaziergang nutze, geht mir folgendes durch den Kopf:
Wenn man weiß, wonach man schauen muss, "erkennt" man ja die Mehrfamilienhäuser, die in den - sagen wir mal - 1960er/1970er Jahren errichtet wurden und als Wohnungen für Soldaten und deren Familien dienten und sicher noch dienen.
Was mich nun interessiert: Wie lief der Wohnungsbau in den Garnisonsstädten damals eigentlich ab? Errichtete die Bundeswehr bzw. die Finanzbauverwaltung die Wohnungen direkt oder geschah das dadurch, dass die BW sich an den Wohnungsbaugenossenschaften der Städte beteiligte bzw. Finanzmittel gab?
Gab es da ein Standard-Schema oder wurde da individuell vorgegangen?
Ich kann mich z.B. an eine Diskussion in Mellrichstadt erinnern, in der es nach Schließung der Kaserne darum ging, wie es mit der städtischen Wohnungsbaugenossenschaft weiter gehen soll. Man hat damals u.a. auch erwogen, die "durch die Bundeswehr errichteten" Wohnungen abzureißen, um den Mietpreis nicht zu verwässern. Zum Glück hat man das aber nicht gemacht, sondern die Wohnungen saniert und kann jetzt bei hoher Nachfrage gut vermieten. Nicht wenige Soldaten im Ruhestand wohnen ja noch da (z.B. in der Ignaz-Reder-Straße in MET).
In den hier verlinkten Quellen habe ich keine direkten Infos dazu gefunden.
Auf der Homepage der BIMA habe ich das Vermietungsmanagement gefunden, dort steht so sinngemäß, dass primär Dienstwohnungen zu beziehen sind. Sofern diese nicht verfügbar sind, werden auch Wohnungen bei privaten Vermietern vergeben. Es gibt dort auch ein Online-Portal, in das sich der berechtigte Personenkreis zur Wohnungssuche einwählen kann.
Wäre schön, wenn jemand was dazu weiß.

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