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Rückkehr der Soldaten in die Graf-Stauffenberg-Kaserne?
Landes- und Bundespolitiker unterstützen die Idee, den Bundeswehrstandort Sigmaringen zu reaktivieren. Was geschieht mit der Landeserstaufnahmeeinrichtung?
Die Bundeswehr hat eine Liste mit acht Standorten veröffentlicht, die gute Chancen auf eine Wiedereröffnung haben, Sigmaringen soll auch darauf sein:
"Nach Informationen dieser Zeitung punktete der Standort Sigmaringen im Haus von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) besonders mit seinem guten Eisenbahnanschluss. Außerdem seien die Kasernengebäude relativ modern und verbunkert – ein Merkmal, das viele andere ehemals genutzte Liegenschaften der Bundeswehr nicht aufweisen könnten. Laut Recherchen dieser Zeitung habe in der Bundeswehr-internen Bewertung nur die große Entfernung zu einer Autobahn und das geringe Aufkommen an Freiwilligen für den Militärdienst in der Region negativ zu Buche geschlagen."
Die Bundeswehr rüstet auf und prüft die Wiederinbetriebnahme stillgelegter Kasernen. In einer Shortlist taucht auch ein Standort in Baden-Württemberg auf – das hat Gründe.
... das geringe Aufkommen an Freiwilligen für den Militärdienst in der Region negativ zu Buche geschlagen."
Wobei das Freiwilligenaufkommen immer eine Momentaufnahme ist, die sich nach den Erfahrungen der Vergangenheit bei Änderungen der Arbeitsmarktlage sehr schnell ändern kann.
Wenn ich mir die aktuellen Meldungen aus der deutschen Automobilbranche mit dem geplanten Abbau Tausender von Arbeitsplätze anschaue, werden davon auch zahlreiche Zulieferer betroffen sein. Weiter werden dadurch bedingt Ausbildungsplätze wegfallen. Gerade Baden-Württemberg wird hier betroffen sein. Damit wird man das Freiwilligenaufkommen in der Region Sigmaringen neu beurteilen müssen.
Ob ein Werben mit einer "heimatnahen" Einberufungen heute noch zeitgemäß oder ehrlich ist, halte ich sowieso für fraglich, bei einer Armee, die sich eigentlich auf Einsätze in ganz Osteuropa einstellen muss - siehe das Theater mit dem Finden von Freiwilligen für die Litauenbrigade.
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