Mobilmachungsvorbereitung – Bekanntgabe der Feldpostnummer

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  • Nemere
    Cold Warrior
    • 12.06.2008
    • 2835

    #1

    Mobilmachungsvorbereitung – Bekanntgabe der Feldpostnummer

    Wieder mal ein Beispiel, wie kleinteilig Mobilmachungsvorbereitungen waren. In den Alarmkalendern waren Feldpostkarten vorhanden (siehe Anhang), mit denen Soldaten ihren Angehörigen die Feldpostnummer mitteilen konnten, unter der sie im Einsatzfall erreichbar waren.
    Auch hier wurde auf Geheimhaltung geachtet:
    - Keine Ortsangaben, wo sich die Einheit befand, sondern nur der neutrale Begriff „Ortsunterkunft“.
    - Neutrale Dienstgradbezeichnungen, die keinen Rückschluss auf die Einheiten zuließen.
    Angehängte Dateien
  • allrad
    Cold Warrior
    • 10.02.2014
    • 154

    #2
    Erst mal vielen Dank fürs Einstellen. Eins der zahllosen kleinen Details, die vorbereitet waren. Ich kann mich entsinnen, dass die Ausgabe der Karten zumindest theoretisch bei Mob Übungen durchgesielt wurde. Ein praktische Frage: Waren die wirklich in den Alarmkalendern gelagert? Das wäre ja eine erhebliche Menge Papier.

    Kommentar

    • Nemere
      Cold Warrior
      • 12.06.2008
      • 2835

      #3
      Zitat von allrad Beitrag anzeigen
      Waren die wirklich in den Alarmkalendern gelagert? Das wäre ja eine erhebliche Menge Papier.
      Da habe ich mich etwas ungenau ausgedrückt. Die unausgefüllten Fedpostkarten wurden gesondert eingelagert, im Alarmkalender befand sich bei der Seite mit der entsprechenden Alarmmaßnahme eine Postkarte als Muster mit einem Verweis auf den Lagerort der Vordrucke.

      Kommentar

      • Stefan Steu
        Cold Warrior
        • 03.05.2023
        • 111

        #4
        Kennt einer noch die Codewörter der Bundeswehr zur Alarmierung im kalten Krieg?
        Grüner Puma
        Blauer Stier
        Weißer Fisch
        Brauner Fuchs
        Schwarzer Tiger
        Satter Geier
        Wer kennt noch weitere Kennwörter?

        Die Kennwörter standen oben auf dem Einberufungsbescheid

        Einberufungsbescheid Alarmreserve:
        Sehr geehrter Herr,
        nach Verkündung des Verteidigungsfalles bzw. nach dessen Eintritt haben Sie sich, ohne weitere Aufforderung abzuwarten, unverzüglich beim Truppenteil... in... zum unbefristeten Wehrdienst gemäß § 4 Abs.1 Nr.4 des Wehrpflichtgesetzes (WPflG) zum Diensteintritt zu stellen. Dies gilt auch, wenn die Bundesregierung durch öffentlichen Aufruf (Fernsehen, Hörfunk, Presse) für die Alarmreserve geschlossen (ohne Rücksicht auf das o.a. Kennwort) oder einen Teil der Alarmreserve mit dem Kennwort... eine als Bereitschaftsdienst abzuleistende Wehrübung von unbestimmter Dauer gemäß § 6 Abs.6 und § 49 WPflG anordnet... Falls Sie Ihren Bestimmungsort nicht erreichen können, haben Sie sich bei der nächstgelegenen Dienststelle der Bundeswehr oder einem Truppenteil zu melden. Ihren Dienst haben Sie im Kampfanzug anzutreten und die gesamten Bekleidungs- und persönlichen Ausrüstungsstücke sowie die ABC-Schutzausrüstung mitzubringen, sofern Sie damit ausgestattet sind... Dieser Einberufungsbescheid gilt als Fahrausweis der Klasse 1 / der Klasse 2 auf den Schienen- und Omnibusstrecken der Deutschen Bundesbahn und der Nichtbundeseigenen Eisenbahnen... Dieser Bescheid wurde mit Hilfe einer elektronischen Datenverarbeitungsanlage gefertigt. Für seine Rechtswirksamkeit ist die Unterschrift des Behördenleiters nicht erforderlich. Bei Anfragen und Eingaben ist die nebenstehende Personenkennziffer anzugeben. Bei Reisen in oder durch Gebiete außerhalb der Bundesrepublik Deutschland darf der Einberufungsbescheid nicht mitgenommen werden. Rechtsbehelfsbelehrung: Gegen diesen Bescheid kann binnen zwei Wochen nach Zustellung schriftlich oder zur Niederschrift beim Kreiswehrersatzamt... Widerspruch eingelegt werden.
        Zuletzt geändert von Stefan Steu; 08.03.2024, 16:50.

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