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Da wir in einem anderen Thema wieder einmal auf das Thema Lehrfilme der Bundeswehr gestossen sind, hier noch ein interessanter Film zum Thema Stoßtrupp gegen Feldbefestigungen aus dem Jahre 1965.
Der Streifen ist auf dem TrÜbPl Hammelburg, westlich Hundsfeld aufgenommen. Dort gab es früher ausgebaute Stützpunkte. Die im Film gezeigten Wellblecheinbauteile waren genormt und konnten auf dem Nachschubweg bezogen werden.
Im Film sieht man auch Kampfmittel im Einsatz, die nicht so häufig gezeigt werden:
- Bei 8:51 die Minenräumleiter, um eine Gasse durch ein Minenfeld zu schaffen.
- Bei 12:35 die (alte) Handflammpatrone, ein Einschußflammenwerfer.
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Für mich nicht ganz klar, was die Streitkräfte ROT hier erzwingen wollten.
Gewässerüberquerung mit massiven Artillerie-Sperrfeuer, so weit so gut. Schwimmpanzer und Feuerunterstützung von diesseitigen Ufer.
Begleitschutz durch Jagdflugzeuge oder sind es eher Jabos für Gefechtsfeldabriegelung? Schilka-Flakpanzer.
Napalmangriff (Jabos?) - oder was bedeutet diese Feuerwand? Kampf- und Transporthubschrauber für luftverlastbare Truppen.
Pontonbrücke. Bei 01:17 Panzerpioniere in Aktion: Verschießen einer Sprengleiter, um PzAbwMinensperre zu überwinden.
Mot-Schützen schon frühzeitig über sehr weite Distanzen abgesessen und die ganze Zeit auf dem Gefechtsfeld dabei.
Ohne Verbindung zu ihren BMP-Schützenpanzern, wie werden sie überhaupt geführt? Haubitzen ROT halten die ganze Zeit drauf und bei 02:18 ist durch
den ganzen Qualm und Rauch die Sicht bereits dermaßen schlecht, dass das ganze Gefecht extrem unübersichtlich wird.
Was das in 03:07 dastellen soll, weiß ich auch nicht. Ein wüstenartiger Truppenübungsplatz (wohl eher UdSSR als DDR) und ein Begegnungsfecht?
Da wir nichts über das Zustandekommen dieses Filmes wissen, kann man auch nicht sagen, ob hier tatsächlich realistisch die taktischen Grundsätze des Warschauer Paktes dargestellt sind. Genauso gut kann es sich um irgendeinen Propagandafilm oder die Zusammenstellung eines Amateurs handeln, dem es vor allem auf spektakuläre Bilder, aber nicht auf vorschriftengetreue Darstellungen ankam.
Mot-Schützen schon frühzeitig über sehr weite Distanzen abgesessen und die ganze Zeit auf dem Gefechtsfeld dabei.
Dieses frühzeitige Absitzen der MotSchtz sieht man immer wieder in Filmen, obwohl die Vorschriften des WP den schnellen (also aufgesessenen) Stoß in die Tiefe forderten. Vor Einführung des BMP und der verbesserten Versionen des BTR 60 gab es beim Warschauer Pakt etwa bis 1970 die sog. „Linie des Absitzens“, die ab einer bestimmten Entfernung vor den feindlichen Stellungen kategorisch das Absitzen der MotSchützen vorsah (Wüst, Horst (Hrsg.), Handbuch für Mot.Schützen, Berlin-Ost 1963, S. 308 f.). Da sowohl NVA wie auch die Rote Armee eine große Vorliebe für genau reglementierte Abläufe hatten, wurde diese „Linie des Absitzens“ auch weiterhin praktiziert, obwohl sie der Doktrin des schnellen Stoßes in die Tiefe widersprach.
Eine Rolle spielt dabei sicher auch, dass die stürmenden Schützen zwischen den feuernden Panzern und Schützenpanzern für den Film einfach schöne Bilder ergaben.
Ohne Verbindung zu ihren BMP-Schützenpanzern, wie werden sie überhaupt geführt?
Wahrscheinlich über ein Sprechfunkgerät - der abgesessene Schützentrupp beim Marder konnte auch über SEM 52 S geführt werden.
Ein wüstenartiger Truppenübungsplatz (wohl eher UdSSR als DDR)
Die „wüstenartigen Truppenübungsplätze“ gab es in der DDR genauso, z.B. Nochten (heute Oberlausitz). Das war in großen Bereichen ausgekohlter Braunkohlentagebau, eine reine Sandwüste, in der man sich häufig vorkam wie die Fremdenlegion in der Sahara. Von der NVA waren dort sogar ausgediente Hochspannungsmasten als sog. „Hauptorientierungspunkte“ gesetzt worden, damit man in diesem Sandmeer irgendeinen Punkt hatte, den man zur Orientierung mit dem Kompass anpeilen konnte.
Bei den ersten Übungsplatzaufenthalten der Bundeswehr in Nochten ab 1991 habe ich mehr als einmal erlebt, das sich Fahrzeuge von uns in dieser Wüste verirrt hatten.
Für den Angriff auf die Nato hatte der Warschauer Pakt detaillierte Pläne ausgearbeitet. Danach sollte die 5. NVA-Armee Norddeutschland überrennen, bevor der Westen Atomwaffen hätte einsetzen können.
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Spannend sind natürlich u.a.:
- Berlin ist eine Reise wert (1982) Vorbereitung, Organisation und Durchführung des Truppenübungsplatzaufenthalts in Shilo/Canada. Berlin heißt eine Schießbahn.
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Leo, Luchs und andere Typen (1980) Das Heer und seine gepanzerten Kampffahrzeuge für den Kampf gegen gepanzerte feindliche Kräfte.
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4 Tage im Herbst (1980) Herbstmanöver der NATO.
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Vorbereitete Sperren (1981) Hindernisse und ihr Wert gegenüber Panzern.
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FlakPz GEPARD - Vorgang in der Waffe beim Schuß (1982) Im Trick: Vorgang in der Waffe beim Schuß und Ausbau der Waffe in den einzelnen Phasen.( -dok-) Bemerkung: Streifen im Bild, unscharf.
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Vorbereitung auf die Gefechtsübung des Heeres "Starke Wehr" (1982) Vorbereitungen für die Soldaten an der Gefechtsübung des Heeres durch Filmbeiträge, in denen Soldaten sich auf dem Gefechtsfeld nicht vorschriftsmäßig verhalten.
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Die Panzergrenadiertruppe mit dem Schützenpanzer MARDER (1982) Überblick über die Truppengattung und ihre Ausbildung.
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Heeresübung 1983 "Wehrhafter Löwe" (1983) Vorbereitung auf die Gefechtsübung des III. Korps.
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Selbst- und Kameradenhilfe im Alltag des Soldaten - SanAusb aTr (1984) a: Wunden b: Knochenbrüche c: Schock.
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Bedrohungsorientierte Tiefflugausbildung ALPHA-JET (1984) Anforderungen an den Strahlflugzeugführer bei unterschiedlichen Tiefflughöhen.
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Gefechtsübung Warschauer Pakt (1983) Russische Fassung über eine Gefechtsübung des WP.
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Überlebensausbildung in Kanada (1984) 1. Survival im Sommer 2. Survival im Winter.
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TORNADO - Computer zwischen zwei Flügeln. (1985) Ein Waffensystem, das mit moderner Technik fast alles kann. Der Mensch muß diese Technik beherrschen
Der Film F 0067 "Die Infanteriegruppe als Spähtrupp" von 1943 trägt inzwischen den Sperrvermerk:Keine Ausgabe gem. BMVg (Wehrmachtsfilm).
Anno 1990 wurde dieser Film bei Feldwebel- und Offizieranwärterlehrgängen in Sonthofen an der Feldjägerschule noch bedenkenlos eingesetzt, weil es die Bundeswehr in mehr als 30 Jahren nicht zuwege gebracht, selbst einen Film zu dieser Thematik zu erstellen. Ich habe diesen Film immer gerne zum Einstieg in den Ausbidungsblock Spähtrupp hergenommen, meistens als Vorbereitung der Sandkastenausbildung.
Das PiBtl 6 beübt das Thema "Sperren", inkl. Anlegen von Baumsperren, Sprengung von Brücken und übmäßiger Bestückung der Sprengschächte.
Zum Üben an den Sprengschächten benutzen die Kameraden alte Panzerlaufrollen. Sehr interessant!
man beachte den Sprengschachtdeckel (normaler Kanaldeckel ohne Eisenkreuz).
Das Bestücken der Schneidladungshalter dürfte die Brücken bei Berkenthin zeigen, die Filmstelle mit dem Schützenpanzer Marder am Brückendamm
könnte RZ0005 bei Hude zeigen.
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