Bau einer Elbbrücke für den V-Fall

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  • DeltaEcho80
    Cold Warrior
    • 09.03.2013
    • 1724

    #1

    Bau einer Elbbrücke für den V-Fall

    Hallo zusammen,

    über das NVA-Forum wurde ich auf folgenden Bericht aufmerksam:



    Gab es solche Planungen in Verantwortung der BW eigentlich auch für das Gebiet der BRD?

    Habe über die Suchfunktion auf die nur hier was gefunden, da wäre aber das THW und die Bahn zuständig gewesen:

    http://www.cold-war.de/showthread.ph...r-(Sammel-KMZ)


    Danke und Grüße
    D.E.
  • Nemere
    Cold Warrior
    • 12.06.2008
    • 2878

    #2
    Die Wiederherstellung zerstörter Eisenbahnbrücken wäre Sache der Deutschen Bundesbahn gewesen, siehe den beiliegenden Auszug aus der HDv 100/500 „Das Heer in der militärischen Landesverteidigung“, Nr. 1115 u. 1116.

    ÜbergangOrg 001.jpg

    Ich bin auch überzeugt davon, dass bei der alten „Behörden“-Bundesbahn diese Wiederherstellung von Brücken im Zivilen Alarmkalender der DB vorgesehen und vorbereitet war. Evtl. war dabei auch eine Zusammenarbeit mit dem THW geplant. Die Zusammenarbeit der Bundeswehr mit der Bahn bei Schienentransporten klappte nach meinen Erfahrungen immer hervorragend und man war dort nie um Aushilfen verlegen. Bei der heutigen, von Herrn Mehdorn und Nachfolgern kaputt sanierten „DB AG“ wäre ich mir da nicht sicher.

    Eisenbahnpioniere gab es in der Bundeswehr nur von 1959 bis 1979 (Eisenbahn-Lehr- und Versuchskompanie, ab 1971 2./Spezial-Pionier-Lehr- und Versuchs-Bataillon 870, ab 1974
    Pionier-Lehr- und Versuchskompanie 872, aufgelöst 1979).
    So am Rande mit Eisenbahn-Pioniertechnischen Fragen hat man sich anscheinend noch im Pionierausbildungszentrum 851 in Krailling bei München befasst.
    Eisenbahnpioniere in Regiments- oder gar Brigadestärke, wie es sie in der Wehrmacht oder im kaiserlichen Heer gab, hatte die Bundeswehr nie.
    Eisenbahn-BETRIEBS-truppen hatte die Bundeswehr niemals.

    Für den Ersatz ausgefallener Straßenbrücken, die von militärischer Bedeutung waren, gab es am Rhein die vorbereitete „Übergangsorganisation Rhein“. Dafür wären die Pionierkommandos der Territorialkommandos NORD und SÜD verantwortlich gewesen. Zum Thema Ersatzübergangsstellen (unausrottbar „NATO-Rampen“ genannt), gibt es hier im Forum einige Beiträge.

    Für den Bereich TerrKdo SÜD standen dem verantwortlichen Pionierkommando 850 zur Verfügung.
    - Flußpionier-Kpn 850, 851, (Flußfähren BODAN und MANNHEIM)
    - Schwimmbrücken-Btl 850 (Ausstattung mit 6 Schwimmbrücken 300 m (geteilt in Halbbrücken beiderseits der Brückenstellen einschwimmfertig im Rhein liegend), 12 Pioniergroßfähren MLC 100)
    - Schwimmbrücken-Btl 860, 861, 862, 863 (Hohlplattenbrückengerät)
    - Fernmelde-Kpn Kommandant der Übrgänge 861, 871.

    Allein für die Verkehrsführung bei der Übergangsorganisation Rhein waren bis zu fünf Feldjägerbataillone eingeplant.
    Die grobe Organisation einer Übergangsorganisation ergibt sich aus beigefügter Skizze (Aus HDv 361/100 „Das Feldjägerbataillon“, Anlage 4/4).

    ÜbergangOrg 002.jpg

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