Das Deutsche Militärwesen der BRD 1949-1990

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Horner
    Cold Warrior
    • 24.05.2009
    • 1897

    #1

    Das Deutsche Militärwesen der BRD 1949-1990

    Guten Abend zusammen,

    da bis jetzt zu diesen Thema noch kein Beitrag verfasst wurde, werde ich den Anfang wagen.
    Ich habe ein bisschen in den I-Net Seiten herum gewühlt und bin auf die Seite des Bundesarchives gestoßen,indem man originale Bilder sowie Dokumente von den Vorbereitungen für die Gründung der Bundeswehr zu sehen bekommt.Es war wohl wirklich nicht leicht diesen Schritt zur Wiederbewaffnung zu wagen, denn das Volk war nach dem verlorenen Krieg praktisch allergisch gegen Uniformen von Soldaten.
    Schließlich sollte kein Krieg mehr von deutschen Boden ausgehen,denn das war nach den endbehrreichen Kriegsjahren die Meinung der meisten Stimmen im Lande. Aber lest erst mal selbst, wie alles begann:

    Bundesarchiv - Das deutsche Militrwesen - Bundesrepublik Deutschland 1949-1990

    Gruß
    Horner ( Beagle )
  • rubeck1
    Cold Warrior
    • 06.06.2009
    • 478

    #2
    Ein nahezu unerschöpfliches Thema, gut, dass Du es mal angestoßen hast!
    Habe mal Deinen Link verfolgt und die "Hintergrundinformation" des Bundesarchivs gelesen.
    Wenn man nur die Zeit hätte, sich mal über die halbe Million Akten herzumachen, die die dort haben! Das dürfte höchst interessant sein.
    Ich weiß z.B. von meinem Vater, der genau 20 Jahre vor mir "gedient" hat, also 1961, dass da in der Straßenbahn oder im Bus noch Bemerkungen fielen wie: "ach, der Schaffner kommt!" wenn er in Uniform gefahren ist.
    Und das waren noch die harmlosen Varianten.
    Die Wiederbewaffnung in den 50ern ist die Folge der Politik der eindeutigen Westbindung, die Adenauer damals verfolgte. Die Europäische Verteidigungsunion (EVG) scheiterte und so erhielt die NATO die Rolle des Verteidigungs-/Militärbündnisses - ich denke, das war ursprünglich gar nicht so klar.
    Interessant, welche Umwege die Geschichte manchmal macht: heute ist die Einbindung in internationale Truppenverbände wie die D/F-Brigade, das EUROKORPS, das D/NL-Korps etc. selbstverständlich geworden, wenn auch nicht immer problemfrei.
    Damals war man bestrebt, die Deutschen "an der Leine" zu halten, heute wird nach stärkerem internationalem militärischem Engagement der Deutschen gerufen.
    Damals spaltete die Wiederbewaffnung die Republik, heute steht man der Bw mit "freundlichem Desinteresse" gegenüber, wie ich neulich las.
    Und betrachtet man sich die Entwicklung der Truppenstärke über die Jahrzehnte und das, was gerade aktuell diskutiert wird, dann ist das ja auch die reinste Achterbahnfahrt...
    Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
    Interessengemeinschaft "area 1" -
    militärgeschichtlicher Verein e.V.
    www.ig-area-one.de

    Kommentar

    • zaagstra
      Cold Warrior
      • 19.07.2010
      • 70

      #3
      Zitat von Horner Beitrag anzeigen
      Guten Abend zusammen,
      Es war wohl wirklich nicht leicht diesen Schritt zur Wiederbewaffnung zu wagen, denn das Volk war nach dem verlorenen Krieg praktisch allergisch gegen Uniformen von Soldaten.
      Und die Nachbarländer waren wol auch nicht hochbegeisterd denke ich mal. Ich kann mich erinnern, dass in den 70er Jahren mal deutsche Soldaten die Infanterieschule in Harderwijk (NL) besuchten. Als sie ihre Fahrzeuge vom Zug verladeten (? sagt man das so? Mein Fachdeutsch ist in dieser hinsicht ein bisschen beschränkt )) gab es vor allem von den älteren Leuten einiges an Kommentar.

      Walter Zed
      1983-84 Sani beim 41 Tankbataljon "Regiment Huzaren Prins Alexander" (NL) in Bergen-Hohne.

      Kommentar

      • nachschieber
        Warrior
        • 06.06.2009
        • 90

        #4
        Zitat von zaagstra Beitrag anzeigen
        .... gab es vor allem von den älteren Leuten einiges an Kommentar.
        Das glaub ich gerne. Besonders in den während des Krieges besetzten Ländern dürfte das der Fall sein.
        Ich hab das auch selbst erlebt, Mitte der 70er als 15-jähriger Schüler in Canterbury bei einem Austausch. Wir gingen an einer Gruppe älterer Männer vorbei und als die unser Deutsch hörten, fingen sie an uns mit Gegenständen zu bewerfen und aufs übelste zu beschimpfen. Krauts war da noch harmlos. Wir waren völlig geschockt und konnten uns das nicht erklären, später sagte dann eine Gastmutter, die selbst Deutsche war, dass dies ein Treffpunkt von Kriegsveteranen sei und sie hatte das selbst schon mitgemacht.
        Mein Großvater, der als Soldat am Atlantikwall war, sagte mal, dass er die Welt nicht mehr verstanden hatte, als es in Deutschland wieder Soldaten gab.

        Kommentar

        • rubeck1
          Cold Warrior
          • 06.06.2009
          • 478

          #5
          Naja, wir wurden noch 1982 in Frankreich von ein paar alten Herren auf einer Parkbank (mit Baskenmütze und cigarettes, richtiges Klischee!) noch als "boche" beschimpft, als wir in Bw-Uniform durch den Park spazierten.
          Ist ja auch kein Wunder, wenn man bedenkt, was unsere "alten Herren" so alles getrieben haben...
          Übrigens, zur absoluten Sprachverwirrung für Dich, zaagstra: es heißt, glaube ich, "verluden". Aber immer noch besser als "verloren"...
          Ist aber egal, hast Dich jedenfalls verständlich ausgedrückt!
          Gruß nach NL!
          Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
          Interessengemeinschaft "area 1" -
          militärgeschichtlicher Verein e.V.
          www.ig-area-one.de

          Kommentar

          Lädt...
          X