Bahnbrücke bei Riglasreuth

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  • CampGates
    Cold Warrior
    • 14.01.2009
    • 995

    #1

    Bahnbrücke bei Riglasreuth

    Servus miteinander!

    Da ich momentan richtig "heiß" auf´s "Sperrensuchen" bin, hab ich den heutigen Sonntagnachmittag gleich nochmal genutzt, einen Ausflug in die nördliche Oberpfalz zu starten. Kürzlich hatte Rex Danny den Vorschlag gebracht, die Bahnbrücke bei Riglasreuth auf Sperranlagen hin zu "untersuchen". Gesagt, getan!

    Als Ortsunkundiger ist es fast schon ein kleines Abenteuer geeignete Wege zu der Brücke zu finden. Ein Queren der Fichtelnaab in diesem Bereich ist unmöglich, so musste ich eine fahrradtaugliche Zufahrt zu beiden Widerlagern separat suchen. Beide Widerlager liegen im Wald und sind stark verwachsen, der Pfeiler liegt unmittelbar am Ufer zur Fichtelnaab, die Böschung auf der Südseite ist fast senkrecht.

    Ich hab mal versucht nach "bestem Wissen und Gewisssen" einige Photos zu schießen, da ich aber wahrlich kein Meister des Photographierens bin, sind die Bilder (vor allem die, welche "gen Himmel gehen") in Hinblick auf Sperranlagen, denke ich, nicht sehr aussagekräftig. Von welchen Bereichen wären Detailaufnahmen nötig, um eine definitive Aussage über das Vorhandensein einer Sperranlage treffen zu können?

    Hier die Photos, aufgenommen heute am Nachmittag:

    Blick nach Südosten, Gesamtansicht


    Blick nach Südosten, gesamter Pfeiler


    Blick nach Südosten, Pfeiler obere Hälfte und Teile des Überbaues


    Blick nach Süden, Frontalansicht der Nordseite des Pfeilers


    Weitere Photos folgen….
  • CampGates
    Cold Warrior
    • 14.01.2009
    • 995

    #2
    Sperranlage an der Bahnbrücke bei Riglasreuth?? (Fortsetzung)

    Blick nach Südwesten, Pfeiler


    Blick nach Südosten, gesamter Pfeiler



    Hier noch die geographische Lage an Hand eines KMZ-Files:

    Gruß Hagen
    Angehängte Dateien

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    • CampGates
      Cold Warrior
      • 14.01.2009
      • 995

      #3
      Ist eine Querung zu Fuß möglich?

      Hallo miteinander!

      Bezüglich der Brücke habe ich im Netz noch etwas nachgeforscht und einige vielleicht ganz interessante ergänzende Informationen gefunden:

      Das Eisenbahnviadukt wurde 1877 eingeweiht und ist maximal 42 hoch. Bereits im zweiten Weltkrieg sollte dieses durch eine SS-Einheit gesprengt werden, was aber dann (glücklicherweise) doch nicht erfolgte (ist dies vielleicht ein Hinweis auf eine Sperranlage?).

      Gemäß einer Touristeninformation (nach unten "scrollen", schöne Photos!) soll es möglich sein, die Brücke mittels zwei am Überbau angebrachten Stegen "per pedes" zu überqueren!!??

      Fichtelnaabviadukt

      Sollte die Auskunft richtig sein, bietet dies natürlich eine ideale Möglichkeit Detailaufnahmen zu schießen um somit eine evtl. vorhandene Sperranlage nachzuweisen! Ich werde mich darum bemühen!

      Gruß Hagen

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      • CampGates
        Cold Warrior
        • 14.01.2009
        • 995

        #4
        Erneute „Untersuchung“ der Bahnbrücke, Teil 1

        Zitat von CampGates Beitrag anzeigen
        ...Gemäß einer Touristeninformation ... soll es möglich sein, die Brücke mittels zwei am Überbau angebrachten Stegen "per pedes" zu überqueren!!??

        Sollte die Auskunft richtig sein, bietet dies natürlich eine ideale Möglichkeit Detailaufnahmen zu schießen um somit eine evtl. vorhandene Sperranlage nachzuweisen! Ich werde mich darum bemühen...
        Hallo miteinander,

        heute am Nachmittag war ich nochmals an der oben beschriebenen Bahnbrücke bei Riglasreuth, um evtl. vorhandene Sperranlagen zu entdecken.

        Eine komplette Querung zu Fuß ist wirklich möglich (!!!) (ob offiziell erlaubt, weiß ich jedoch nicht), da an der Ostseite des Fachwerküberbaues eine Art "Wandersteg" angebracht ist. Zudem verläuft unter dem westlichen Gleis ein weiterer Wartungssteg, der ohne große Probleme zugänglich ist. Von hier aus kann man jeweils relativ gut photographieren, jedoch durchschneiden die zahlreichen Fachwerkträger leider teilweise das Sichtfeld. Besonderen Augenmerk habe ich auf den Mittelpfeiler genommen, hier speziell den Bereich im Umfeld des Wartungssteges, um evtl. vorhandene Sprengkammern zu entdecken.

        Hier die Photos:

        "Wandersteg" an der Ostseite des Bauwerks


        Wartungssteg unter dem westlichen Gleis


        Stahlfachwerk östlicher Brückenüberbau


        Wartungssteg Mittelpfeiler Nordseite


        Weitere Photos folgen…

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        • CampGates
          Cold Warrior
          • 14.01.2009
          • 995

          #5
          Erneute „Untersuchung“ der Bahnbrücke, Teil 2

          Wartungssteg Mittelpfeiler Nordseite


          Wartungssteg Mittelpfeiler Nordseite (auffällig sind die schwarz/zinkfarbenen "Klammern" an einigen Steinfugen)


          Wartungssteg Mittelpfeiler Nordseite


          Wartungssteg Mittelpfeiler Südseite (auch hier die seltsamen "Klammern")


          Weitere Photos folgen…

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          • CampGates
            Cold Warrior
            • 14.01.2009
            • 995

            #6
            Erneute „Untersuchung“ der Bahnbrücke, Teil 3

            Fachwerkknoten über dem Mittelpfeiler


            Fachwerkknoten über dem Mittelpfeiler


            Leider konnte ich auch diesmal keine wirklichen Hinweise auf eine (ehemalige) Sperranlage finden! Vielleicht kann ja von Euch jemand etwas an Hand der Photos erkennen!!?? Oder hab ich einfach die falschen Bereiche "untersucht"?

            Bei meiner "Inspektion" des Bauwerks hat übrigens ein kurzer Personenzug diese gequert! Wahnsinn, wie eine Brücke ins Wanken kommen kann !!!

            Harry/Geograph, wäre es möglich, den gesamten Thread in die Kategorie »Verdachtsfälle« … zu verschieben ?

            Gruß Hagen

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            • Rex Danny
              Administrator
              • 12.06.2008
              • 4377

              #7
              Hallo an alle !

              Ich habe mir heute nochmals ganz intensiv die Bilder von Hagen angeschaut und festgestellt, daß ich folgendes bislang überlesen bzw. übersehen habe:

              Hagen schrieb, daß bereits im 2.WK die Brücke durch die SS hätte gesprengt werden sollen. Das hatte ich überlesen.

              Weiterhin schrieb Hagen "Wartungssteg Mittelpfeiler Nordseite (auffällig sind die schwarz/zinkfarbenen "Klammern" an einigen Steinfugen)", und genau hierum geht es jetzt.

              Da der "Wartungssteg" sich am Mittelpfeiler (Nord- und Südseite) und hier nur um die östliche Ecke herum befindet, kann ein Wartungssteg zum Zwecke der Inspektion der Widerlager ausgeschlossen werden, da sich Widerlager auch auf der westlichen Seite des Pfeilers befinden, diese aber nicht erreicht werden können mangels Steg.

              Kommen wir nun noch zu den "Klammern an einigen Steinfugen". Wenn ich mich nicht verzählt habe und Hagen alle Klammern abgelichtet hat, dürften sich je 2 Klammern auf der Nord- bzw. Südseite des MIttelpfeilers im östlichen Bereich befinden. Der Lage auf den Bildern nach zu urteilen, liegen sich die Klammern auf der Nord- und der Südseite genau gegenüber. Aus diesem Grunde gehe ich davon aus, daß es sich hierbei um Sprengkammern handelt, da durch Wegsprengen des östlichen Widerlagers auf dem Mittelpfeiler die aufgesetzte Brücke ostwärts abrutschen würde, ohne daß dabei der gesamte Mittelpfeiler zerstört würde. Dies hätte den Vorteil, daß ein Brückenwiederaufbau erheblich schneller vonstatten gehen würde.

              Leider gibt es von den Brückenwiderlagern an beiden Enden der Brücke keine Bilder. Ich vermute aber, daß sich auch hier an den östlichen Widerlagern "Vorrichtungen" befinden dürften, um ein Abrutschen der Brücke nach Osten hin zu ermöglichen.

              Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die Brücke mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit Sprengkammern ausgestattet war, zumal sie sich in unmittelbarer Nähe der Grenze befindet und hier i.d.R. solche Bauwerke als sprengrelevant angesehen wurden. Weiterhin wurden in vielen Fällen bereits aus dem 2.WK vorhandene Sprengvorrichtungen auch durch die Bundeswehr genutzt (Rhein-, Main-Brücken etc.) und ggf. später um bspw. Schneidladungsvorrichtungen ergänzt oder ersetzt. Ob sich an dieser Brücke auch Schneidladungsvorrichtungen befunden haben, kann ich nicht sagen. Aufgrund der vorhandenen durchgehenden Stege dürfte dies aber wahrscheinlich gewesen sein.

              Grüße


              Rex Danny

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              • dochol
                Cold Warrior
                • 18.05.2009
                • 629

                #8
                Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
                Weiterhin wurden in vielen Fällen bereits aus dem 2.WK vorhandene Sprengvorrichtungen auch durch die Bundeswehr genutzt (Rhein-, Main-Brücken etc.) und ggf. später um bspw. Schneidladungsvorrichtungen ergänzt oder ersetzt.
                Etwas ähnliches hatte ich hier mal über die Theißtal-Brücke der A3 in Niedernhausen (Hessen) gepostet, da ging es in einem parlamentarischen Protokoll um den geplanten (aber nicht ausgeführten) Rückbau von Sprengkammern irgendwann Anfang der 50er.

                Gruß

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                • CampGates
                  Cold Warrior
                  • 14.01.2009
                  • 995

                  #9
                  Zitat von Rex Danny Beitrag anzeigen
                  ...Leider gibt es von den Brückenwiderlagern an beiden Enden der Brücke keine Bilder. Ich vermute aber, daß sich auch hier an den östlichen Widerlagern "Vorrichtungen" befinden dürften, um ein Abrutschen der Brücke nach Osten hin zu ermöglichen....
                  Hallo Rex Danny,

                  sobald sich die Gelegenheit ergibt, werde ich Photos von den Widerlagern des Bauwerks aufnehmen, irgendwie hab ich das bei meinem letzten "Shooting" verpaßt !

                  Gruß Hagen

                  Kommentar

                  • Rex Danny
                    Administrator
                    • 12.06.2008
                    • 4377

                    #10
                    Hallo, Hagen !

                    Das klingt vielversprechend.

                    Grüße


                    Rex Danny

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