Schneidladungssperren im Hirschbachtal?

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  • Colonel Dash Rendar
    Warrior
    • 04.08.2011
    • 75

    #1

    Schneidladungssperren im Hirschbachtal?

    Habe ich im Hirschbachtal bei Hersbruck gefunden:

    Wurde dieser Ort schon bewertet? Könnte es sich dabei um eine Schneidladungssperre (gegen Panzerketten) handeln?
    Das seltsame ist, daß auffallend viele solcher "Entwässerungsgräben" in kurzen Abständen da sind.





  • inert
    Cold Warrior
    • 07.10.2009
    • 570

    #2
    Moin moin,
    Das schaut mir nach einer Drainage aus. Ich könnte mir vorstellen das dient zur Ableitung von Wasser bei Regen. Eine Dehnungsfuge ist es nicht und eine Schneidladungs Vorrichtung sicher auch nicht. Wird das Wasser bei Regen ableiten sonnst were die Straße bei dem Gefälle nicht mehr befahrbar.
    Was sagen die Anderen?
    Gruss Peter

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    • Maeks
      Cold Warrior
      • 28.02.2010
      • 340

      #3
      Ich sage auch das es sich hier um Regenrinnen handelt. Wenn ich hier sperren will dann ist es sinnvoller Sprengschächte anzulegen. Solche Schneidladungsperren scheinen mir nicht wirkungsvoll. Spätestens nach der ersten gesprengten Kette hätte man die anderen entschärft Das Schadfahrzeug in den Graben geschoben und weiter gings.

      Gruß Maeks

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      • Colonel Dash Rendar
        Warrior
        • 04.08.2011
        • 75

        #4
        An anderen Stellen im Forum wurde aber schon bestätigt, daß es solche Pläne gab, solche Rinnen für Schneidladungen zu nutzen, so phantastisch wäre das gar nicht gewesen. Wenn dann die Straßen noch mit entsprechendem "Landflair" (Pferdemist, etc.) getarnt gewesen wären, hätte man die gar nicht gesehen. Und außerdem hätte man sie gar nicht unbedingt tarnen müssen, solche Drainagen gab und gibt es ja viele. Alleine schon die Möglichkeit, d a ß darin eine Gefahr bestehen könnte (wenn nur eine von 10 solchen Drainagen geladen gewesen wären) hätte die Geschwindigkeit der Kolonnen gehemmt, wenn man sie in jedem Fall überprüfen hätte müssen.
        Auch Psychologie ist im Krieg ein Faktor, siehe Afghanistan heute.

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        • suedbaden
          Cold Warrior
          • 06.01.2008
          • 296

          #5
          "Regenrinnen" halte ich für sehr unwahrscheinlich. Dazu sind die Löcher doch eher zu klein. Außerdem scheint die Straße in Blickrichtung nach links zu "hängen", so dass das Regenwasser ohnehin hangabwärts abgeläuft. Da braucht man keine Regenrinnen, jedenfalls nicht in der hier zu sehenden Form.

          Welche Gründe gibt es denn allgemein dafür, eine Schwellensperre statt einer Trichtersperre anzulegen? Vielleicht die Bodenbeschaffenheit? Obwohl man Trichtersperren ja an ganz unterschiedlichen Stellen findet.

          Etwas mehr zum Thema findet man hier: http://www.sperranlagen.de/schwellensperren.htm

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          • Hatebreed
            Cold Warrior
            • 06.02.2009
            • 231

            #6
            Hallo,
            andere Idee:
            Gibts dort Krötenbestände? Ich habe in Neuss solche "Regenrinnen" gesichtet, an diesen wird explizit auf "Krötentunnels" hingewiesen. Damit die possierlichen Tierchen unbeschadet die Straße queren können...Nur mal so ein Gedanke
            Gruß Thomas

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            • Colonel Dash Rendar
              Warrior
              • 04.08.2011
              • 75

              #7
              Evtl. ja, aber egal, zu welcher "Erstverwendung" (Drainage oder "Kröten-Highway") sie gedacht waren, eine "Zweitverwendung" o.g. Schneidladungssperren (oder wie gesagt nur deren potentielle Gefahr) wäre ja theoretisch schon möglich gewesen, oder?
              Das Pegnitz- und das Hirschbachtal wären wohl von strategischer Bedeutung für die Einfall- bzw. Stoßrichtung auf Nürnberg zu gewesen.
              Siehe auch Sperren bei Hohenstadt.
              Die bewaldeten Berge mit den ganzen Kletterfelsen wären zusätzlich noch fiese Hinterhalte für Jäger-Einheiten mit Milans gewesen. Die wären mit 100 Panzern in die Täler rein gefahren und mit einem Panzer wieder raus gekommen.

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              • inert
                Cold Warrior
                • 07.10.2009
                • 570

                #8
                Die bewaldeten Berge mit den ganzen Kletterfelsen wären zusätzlich noch fiese Hinterhalte für Jäger-Einheiten mit Milans gewesen. Die wären mit 100 Panzern in die Täler rein gefahren und mit einem Panzer wieder raus gekommen.
                Klingt ein wenig Utopisch!
                An dieser stelle weren sicher Sprengschächte sinnvoller gewesen sollte diese Strecke für eine Sperrung vorgesehen sein. Die idee mit den Krötentunnels klingt schon plausiebel aber wass sollte die Viecher veranlassen gerade durch diese Tunnels zu hoppeln wenn der Weg über die Fahrbahn bequemer ist ? Ich tippe weiter auf eine Drainagebahn die das Wasser der Fahrbahn seitlich in den Graben ableitet.
                @suedbaden. eine Seitliche neigung kann ich aus dem Blickwinkel der Aufnahmen nicht erkennen. Denke es Täuscht auch wegen der Kurve.
                Gruss Peter

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                • suedbaden
                  Cold Warrior
                  • 06.01.2008
                  • 296

                  #9
                  Zitat von inert Beitrag anzeigen
                  @suedbaden. eine Seitliche neigung kann ich aus dem Blickwinkel der Aufnahmen nicht erkennen. Denke es Täuscht auch wegen der Kurve.
                  Gruss Peter
                  Ja, kann sein, dass das täuscht. Aber wenn man wegen Oberflächenwasser besorgt gewesen wäre, hätte man die Straße ohne Weiters mit einer Neigung zur Kurveninnenseite bzw. in der Geraden mit einer leichten Wölbung zu beiden Seiten hin bauen können. Das ist Standard im Straßenbau. Solche Rinnen wären zur Ableitung von Regenwasser eher ungewöhnlich und hier ziemlich sicher unnötig.

                  Krötentunnel sind schon eher denkbar, wobei ich die aber eher als geschlossene Röhren kenne. Die brauchen ja kein Gitter zur Oberfläche hin. Außerdem müßte es dann zumindest saisonal Krötenzäune geben, welche die Kröten am Überkrabbeln der Fahrbahn hindern und in die Rinnen zwingen.

                  Na ja, letztlich raten wir "armchair generals" hier ja auch nur rum

                  Kommentar

                  • Hatebreed
                    Cold Warrior
                    • 06.02.2009
                    • 231

                    #10
                    Hallo,
                    wie gesagt, hier gibts Krötentunnel in genau der Bauweise. Rostartige Abdeckungen über die Rinne quer durch die Straße. Die Kröten werden am Straßenrand (übrigens schlecht zu sehen im Vorbeifahren) durch kleine Wände zu den Rinnen geleitet. Hab leider keine Kamera hier, sonst würd ich das System kurz fotografieren.

                    Aber:

                    Zitat von suedbaden Beitrag anzeigen

                    Na ja, letztlich raten wir "armchair generals" hier ja auch nur rum
                    Genau so isses!
                    Gruß Thomas
                    Zuletzt geändert von Hatebreed; 30.08.2011, 16:44.

                    Kommentar

                    • kato
                      Cold Warrior
                      • 03.03.2009
                      • 888

                      #11
                      Amphibientunnel sind grundsätzlich deutlich größer (üblicherweise mindestens 25cm-Rohr o.ä.). Durch sowas kleines wie das im Bild passt keine ausgewachsene Kröte.

                      Ich würde aufgrund der Straßenform (Steigungen) von Drainage ausgehen. Evtl. auch ein Hilfs-Abfluß für den bergseitigen Graben.

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                      • inert
                        Cold Warrior
                        • 07.10.2009
                        • 570

                        #12
                        i hobs gwust....

                        Kommentar

                        • Rex Danny
                          Administrator
                          • 12.06.2008
                          • 4377

                          #13
                          Kann mir mal jemand sagen, wo genau das Hirschbachtal bei Hersbruck liegt?

                          Ein KMZ für die gezeigte Stelle wäre natürlich wunderbar, damit die Spekulationen vielleicht weniger werden.

                          Grüße


                          Rex Danny

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                          • Colonel Dash Rendar
                            Warrior
                            • 04.08.2011
                            • 75

                            #14
                            Lasst Euch mal etwas von Jemandem sagen, der in Mittelfranken zu Hause ist:

                            Diese, wozu auch immer gebauten Kanäle sind hier selten. Ich habe hier noch nicht so viele gesehen. Ich möchte nicht behaupten, daß ich so etwas noch nie gesehen habe, aber wirklich selten. Deshalb glaube ich weiterhin, daß eine militärische Nutzung nicht ganz auszuschliessen ist.
                            Meistens werden die Straßengräben einfach durch Rohre in tiefer gelegenes Terrain entwässert.

                            Und ich weiß das deshalb so genau, weil ich 1992 mit solchen Entwässerungsrohren schon einige Bekanntschaften geschlossen hatte. Durch solche Rohre mit einer Kabeltrommel voraus bäuchlings durch zu robben, macht echt Laune (eher schlechte). Ich war wie schonmal erzählt bei den Fernmeldern in der Stabsstaffel der Heeresflieger in Roth. Erst "Bongofant" und dann Sprechfunker. Macht echt "Spaß", solch eine Aktion im Januar oder Februar durchzuziehen und dann noch weitere zwei, drei Stunden mit nassen Klamotten herum zu rödeln ehe man sich in der Kaserne wieder umziehen kann.

                            Wobei wir hauptsächlich nur Bundesstraßen auf diese Weise mit den Kabeln unterqueren mußten. Überbauung, erst recht bei Autobahnen, war absolut verboten. Bei Landstraßen bauten wir jedoch auch manchmal A- Masten auf beiden Seiten und zogen dann die Kabel drüber.
                            Bloß die Unterquerung war halt die schnellste Lösung und für jeden Uffz und Feldwebel immer ein nettes Highlight: "Hier die Trommel, da das Rohr und drüben auf der anderen Straßenseite sehen wir uns wieder. Na, dann fröhliches robben!"

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                            • Colonel Dash Rendar
                              Warrior
                              • 04.08.2011
                              • 75

                              #15
                              Übrigens, weil die Frage aufgetaucht ist: Ihr könnt es über Google Maps leicht finden: 92275 Hirschbach
                              Das Hirschbachtal ist eigentlich nicht mehr in Mittelfranken, sondern verwaltungstechnisch schon in der Oberpfalz.
                              Aber "gefühlt" noch absolut fränkisch.
                              Eine Kilometerzahl kann ich im Augenblick nicht liefern, weiß auch nicht mehr, ob es in Hirschbach selbst oder einem der anderen Orte im Hirschbachtal war, aber ich kann das in der nächsten Zeit nachreichen und noch ein paar Fotos machen.
                              Zuletzt geändert von Colonel Dash Rendar; 30.08.2011, 20:55.

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