Sperranlagen im Landkreis Göttingen

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  • DeOfficio
    Rekrut
    • 10.04.2014
    • 17

    #1

    Sperranlagen im Landkreis Göttingen

    Und wieder ich,

    hier sind Trichtersperren aus dem o.g. Landkreis:
    Adelebsen-Güntersen.kmz
    Adelebsen-Offensen.kmz
    Emmenhausen-Erbsen.kmz
    Ischenrode-Lichtenhagen.kmz
    Ludolfshausen-Groß_Schneen.kmz

    Viele Grüße
    DeOfficio
  • Rex Danny
    Administrator
    • 12.06.2008
    • 4327

    #2
    Zitat von DeOfficio Beitrag anzeigen
    Und wieder ich,

    hier sind Trichtersperren aus dem o.g. Landkreis:
    [ATTACH]21729[/ATTACH]
    [ATTACH]21730[/ATTACH]
    [ATTACH]21731[/ATTACH]
    [ATTACH]21732[/ATTACH]
    [ATTACH]21733[/ATTACH]

    Viele Grüße
    DeOfficio
    Hallo, DeOfficio !

    Sehr schöne Auflistung, aber auch hier die Frage: Warum hast Du nicht alle Files in ein großes File gepackt?


    Jetzt der Reihe nach zu den einzelnen Sperren (in der Reihenfolge Deines Postings):

    1. Datensatz 4056 (Trichtersperre L559 Güntersen - Adelebsen) 3 Sprengschächte rückgebaut (bei GE gut zu erkennen)

    2. Datensatz 2408 (Trichtersperre L554 Adelebsen - Offensen) 3 Sprengschächte rückgebaut

    3. nicht in der Datenbank enthalten, jetzt unter Datensatz 5584 neu aufgenommen
    !

    4. nicht in der Datenbank enthalten, jetzt unter Datensatz 5582 neu aufgenommen !

    5. nicht in der Datenbank enthalten, jetzt unter Datensatz 5583 neu aufgenommen !


    Klasse wäre natürlich, wenn Du für die neuen Datensätze noch entsprechende Bilder und Infos zur Anzahl der Sprengschächte und des jeweiligen Rückbaudatums machen könntest.

    Grüße


    Rex Danny

    Kommentar

    • DeOfficio
      Rekrut
      • 10.04.2014
      • 17

      #3
      Hallo Rex Danny,

      mal schauen, wann ich in der Gegend bin, dann gibt´s auch Bilder.

      Aber in der Benummerung hast Du Dich, glaube ich, ein wenig verhauen

      5582 = B3 Göttingen, sollte aber nach obiger Lesart Ischenrode-Lichtenhagen sein (L 567) = 5584
      5583 = L 554 Emmenhausen-Erbsen
      K22 Ludolfshausen-Groß_Schneen fehlt, sollte dann wahrscheinlich die 5582 werden

      Viele Grüße

      DeOfficio

      Kommentar

      • Rex Danny
        Administrator
        • 12.06.2008
        • 4327

        #4
        Hallo, DeOfficio !

        Als ich meine Beiträge schrieb, stimmte die Nummerierung. Da Geograph aber auch in diesem Bereich tätig war und weitere neue Sperren in den Bereichen gefunden hatte, wurde die Nummerierung neu verteilt, damit landkreisgleiche Sperranlagen nacheinander in der Datenbank aufgelistet werden.

        Die jetzt in der Datenbank stehende Nummerierung ist die aktuelle.

        Grüße


        Rex Danny

        Kommentar

        • Geograph
          Wallmeister
          • 10.05.2006
          • 7478

          #5
          2277 und 3939 …

          . …

          Bereits 2003 wurde der ursprünglich als Autobahn 388 errichtete Streckenabschnitt zwischen der Bundesstraße 3 und der Anschlussstelle Göttingen-Nord zur Bundesstraße 27 abgestuft. Der Streckenabschnitt der Bundesstraße 27 zwischen Göttingen und der Anschlussstelle Friedland wurde am 01.01.2019 zur Landesstraße 568 abgestuft. Beide betreffenden Datensätze wurde dementsprechend geändert.

          https://www.sperranlagen.de/Database...ere_value=2277

          https://www.sperranlagen.de/Database...ere_value=3939
          sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

          Kommentar

          • Rex Danny
            Administrator
            • 12.06.2008
            • 4327

            #6
            DOSPA 7136 | Objekt-Nr. GÖ-47(ehem. HMÜ-24)

            Gestern erhielt ich von Geograph u. a. ein Bild für den Datensatz 7136. Allerdings muß ich hier anmerken, daß es sich bei der gezeigten Brücke nicht um die mit der o. g. Objekt-Nr. versehene Werra-Brücke vom 31.12.1972 handelt.

            Laut Beschreibung handelte es sich um die Straßenbrücke über die Werra im Zuge der Verbindungsstraße von der B 80 nach Laubach bei Strom-Km 83,010. Die Brückensperre war ausgestattet mit 23 Halteschienen für 2 Trennschnitte im Überbau, 2 klappbaren Arbeitsbühnen und 2 Montageleitern. Der für die Brücke erforderliche Sprengstoff war in der Standortmunitionsniederlage Kassel im MLH 26 eingelagert.

            Im Jahr 1972 führte eine Straßenbrücke am westlichen Ortseingang von Laubach am Beginn der scharfen Rechtskurve schräg über die Werra zur B 80. Im Bereich der B 80 ist heute noch der ehemalige Brückenbeginn auf Google Earth sichtbar.

            Im Anhang befindet sich das KMZ-File mit den Infos zur Sperranlage sowie ein weiteres KMZ-File mit dem ehemaligen Streckenverlauf der Verbindungsstraße.

            Des Weiteren beigefügt habe ich einen Ausschnitt des Kartenblatts 4524 aus dem BA-MA mit den eingezeichneten Sperranlagen im Bereich der Werra bei Laubach. Die im roten Oval befindliche Brücke ist die Stelle, an der das KMZ-File mit den Infos gesetzt ist und tatsächlich das Objekt GÖ-47 (ehem. HMÜ-24) zeigt.

            Das schwarze Oval zeigt die Stelle, an der später die heutige Brücke mit den 4 Sprengschächten auf der Südrampe erbaut wurde. Diese Sperranlage erhielt ebenfalls die Objekt-Nr. GÖ 0047 (ehem. GÖ-47), da nach dem Bau dieser Brücke die alte Brücke abgebrochen worden war.

            Grüße


            Rex Danny
            Angehängte Dateien

            Kommentar

            • Geograph
              Wallmeister
              • 10.05.2006
              • 7478

              #7
              DOSPA 7136 · Sperrobjekt HMÜ-24 (ab 1973: GÖ-47)



              Kleine Anmerkung meinerseits:


              Informationen zur Verkehrssituation im Bereich Laubach (Weser) finden sich in der privatorganisierten Dorfzeitung »Der Laubacher Trommelstock«, die auch die Funktion einer Dorfchronik einnimmt. In der 17. Ausgabe aus dem Jahre 2003 beschreibt Ernst Grages in seinem Artikel »Verkehrsweg Autobahn durch den Kaufunger Wald (Fortsetzung)« die örtlichen historischen Begebenheiten wie folgt:

              "05.04.1945, 21:30 Uhr: Sprengung der Autobahnbrücke
              06.04.1945; Umleitung des Autobahn-Verkehrs direkt durch Laubach und über eine Pontonbrücke bei der alten Eisenbahnbrücke über die Werra zur B80.
              Ende 1945: Fertigstellung einer Bailey-Brücke durch englische Pioniere beim Werra-Haus
              09.08.1952: Verkehrsfreigabe (die Bailey-Brücke wurde bis 1963 weiter benutzt)"



              1962/1963 erfolgte die Verkehrsübergabe der heutigen Spannbetonbalkenbrücke. Im Anschluss daran wurde die »Bailey-Brücke« am Werra-Haus (dem heutigen »Flux-Biohotel«) zurückgebaut.

              01.01.1973 ging der Landkreis Münden in den Landkreis Göttingen auf, woraufhin das Sperrobjekt dann unter der Objektnummer GÖ-47 geführt wurde.

              In der 23. Ausgabe des »Der Laubacher Trommelstock« aus dem Jahre 2004 schließlich findet sich in einem Artikel von Heiko Bete bezüglich der im gleichen Jahr durchgeführten Renovierung der Werra-Brücke die folgende Passage:


              "Die Bauarbeiten an der Werrabrücke zur B80 haben mit der Vollsperrung vor einigen Tagen endlich ihren krönenden Abschluss gefunden. Die Renovierung war nötig, weil Beton abgeplatzt war und die Stahlteile entrostet und neu gestrichen werden mussten und eine neue Fahrbahndecke aufgebracht werden sollte.
              Außerdem sollten die Sprengschächte entfernt werden, weil der Landkreis als Bauherr so bald nicht mehr mit einem Einmarsch der Roten Armee rechnet."





              Laut Beschreibung handelte es sich um die Straßenbrücke über die Werra im Zuge der Verbindungsstraße von der B 80 nach Laubach bei Strom-Km 83,010. Die Brückensperre war ausgestattet mit 23 Halteschienen für 2 Trennschnitte im Überbau, 2 klappbaren Arbeitsbühnen und 2 Montageleitern. Der für die Brücke erforderliche Sprengstoff war in der Standortmunitionsniederlage Kassel im MLH 26 eingelagert.

              Als Bauart wird in den Unterlagen das Sperrobjekt als "Spannbeton-Plattenbrücke mit zwei Zwischenpfeilern" aufgeführt (vgl. BArch BH 2/8267, Image 0262), was nicht zur Bauart »Bailey-Brücke« passt.



              1972 führte eine Straßenbrücke am westlichen Ortseingang von Laubach am Beginn der scharfen Rechtskurve schräg über die Werra zur B 80. Im Bereich der B 80 ist heute noch der ehemalige Brückenbeginn auf Google Earth sichtbar.

              Die Karte zeigt exakt die Lage der »Bailey-Brücke«, die allerdings 1963 abgebaut wurde (vgl. BArch BH 2/1434, Image 188).?



              Des Weiteren beigefügt habe ich einen Ausschnitt des Kartenblatts 4524 aus dem BA-MA mit den eingezeichneten Sperranlagen im Bereich der Werra bei Laubach. Die im roten Oval befindliche Brücke ist die Stelle, an der das KMZ-File mit den Infos gesetzt ist und tatsächlich das Objekt GÖ-47 (ehem. HMÜ-24) zeigt.
              Das schwarze Oval zeigt die Stelle, an der später die heutige Brücke mit den 4 Sprengschächten auf der Südrampe erbaut wurde. Diese Sperranlage erhielt ebenfalls die Objekt-Nr. GÖ 0047 (ehem. GÖ-47), da nach dem Bau dieser Brücke die alte Brücke abgebrochen worden war.
              ?
              Das Kartenblatt 4524 (Scheden) wurde im zivilen Bereich 1969 veröffentlicht. In ihr ist die neue Brücke bereits eingetragen. Da Militärkarten und Zivilkarten kongruent abgestimmt sind, wurde für die Eintragung auf eine ältere Karte zurückgegriffen.

              Leider zeigt sich, dass bei Karteneintragungen nicht immer punktgenau Sperrobjekte eingetragen wurden. Das mag nicht nur an dem üblichen Generalisierungsproblem beim verwendeten Maßstab 1:50000 liegen. Auf dem militärischen Kartenblatt 4524 wurde beispielsweise das Sperrobjekt GÖ-35 ca. 500 m entfernt von der tatsächlichen Lage eingetragen (vgl. BArch BH 2/1434, Image 188).




              Fazit: Bauart und Flusskilometrierung stimmen mit der 1962 errichteten Brücke überein, jedoch nicht mit der eingetragenen Lage in der veralteten Karte. ?Aus diesem Grund ist das heutige Brückenbauwerk in der Datenbank zusehen. Es scheint, dass das Sperrobjekt ursprünglich als reine Brückensperre errichtet und dann zu einem späteren Zeitpunkt durch Straßensprengschächte ergänzt wurde, als kombinierte Brücken-/Trichtersperre gedacht, oder als reine Trichtersperre vorgesehen war (da sich der nächstgelegen Sprengschacht zu weit vom südlichen Widerlager befand).?




              QUELLEN :

              Grages:, Ernst: Verkehrsweg Autobahn durch den Kaufunger Wald (Fortsetzung), S. 15; in: Der Laubacher Trommelstock, Ausgabe 17; 2003/03; hrsg. v. Ernst Grages; S. 16–17.
              Bete, Heiko: Unsere Werrabrücke strahlt in neuem Glanze, S. 4; in: Der Laubacher Trommelstock, Ausgabe 23; 2004/09; hrsg. v. Ernst Grages; S. 4–5.

              Sperrobjektkartierung: BArch BH 2/1434, Image 188
              Sperrobjektbeschreibung: BArch BH 2/8267, Image 0262
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