wie angekündigt, stelle ich Euch heute den zweiten "Sperranlagen-Verdachtsfall" aus der Region "Frankenwald" vor:
Die mögliche, rückgebaute Trichtersperre befindet sich auf einer Gemeindeverbindungsstraße zwischen den Dörfern Vorderreuth und Unterzaubach, die hier den Höhenunterschied zwischen dem Main/Steinachtal und dem Frankenwald "mit Hilfe" der sog. "Fränkischen Linie", einer geologischen Verwerfung, überwindet. Auf Grund der dichten Ansammlung von Sperranlagen im Verlauf dieses natürlichen Geländehindernisses hatte die "Fränkische Linie" anscheinend übergeordnete Sperrfunktion, in welche sich dieser Verdachtsfall nahtlos einordnen und somit ein weitere "Lücke" schließen würde. Anschlußkästen oder dergleichen konnte ich nicht auffinden.
So, nun mal die Photos:
Blick nach Südosten auf die mögliche Trichtersperre mit nur einer, aber typischen "Flickstelle" im Asphalt

Blick nach Nordosten auf die evtl. Position eines ehemaligen Sprengschachtes

Blick nach Nordwesten auf die mögliche Trichtersperre mit nur einer "Flickstelle" im Asphalt

Es gibt meiner Meinung nach folgende Erklärungen für das Vorhandensein von nur einer Reparaturstelle:
• Die Trichtersperre bestand nur aus einem Sprengschacht (eher unwahrscheinlich)
• Die Trichtersperre bestand aus mehreren Sprengschächten. Die weiteren lagen jedoch in den nicht mit Asphalt befestigten Wegabzweigungen rechts und/oder links der GVS (hiermit hätte man zugleich die Umgehungsmöglichkeiten mit abgeschnitten) und/oder in der großflächigen Reparaturstelle in der Rechtskurve (siehe Photo 1), und sind daher nach dem Rückbau nicht mehr zu lokalisieren
• Es handelt sich um keine Trichtersperre
Zur geographischen Lage noch das KMZ-File…
Gruß Hagen

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