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angeblich handelt es sich bei den auf den Bildern gezeigten Schächten um Sprengsperren aus dem 2WK. Die Schächte befinden sich oberhalb des Tals der Wilden Gutach (N 48° 1 ' 11.4", O 8 ° 7 ' 16.4", WGS84), östlich von St. Märgen. In einem Wanderführer wurde dazu angegeben, dass alle Aufstiege in den Schwarzwald gesperrt werden sollten - mit solchen Sprengsperren.
Die Deckel sehen eigentlich noch zu neu dass, als dass sie aus der Zeit von vor 1945 stammen könnten. Allerdings sehen sie auch anders aus als die Deckel, die man in Richtung "Fulda Gap" in den Straßen findet.
Passavant ist eine Firma in Aarbergen Michelbach die seit Jahrzenten verscheidenste Schachtabdeckungen, Senkkästen und andere Gussteile herstellt, 625 mm ist neben 800 mm ein möglicher Durchmesser für eine x-beliebige Schachtabdeckung nach DIN. Daraus kann man nicht auf Sprengschacht/nicht Sprengschacht schließen.
Wichtiger wäre m.E. die Lage dieser Anlage im Gelände und die Umgebung, z.B. das Vorhandensein sog. Froschklappen u.ä.
Beim Durchforsten der einzelnen Beiträge bin ich nun auch auf diesen Beitrag gestoßen.
Zu dem Fund von Thomas kann ich sagen, daß es sich bei den beiden Schächten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um 2 Sprengschächte handelt, auch wenn es sich hierbei nicht um die typischen Eisenkreuzdeckel handelt.
Beide Schächte befinden sich unmittelbar an der Abbruchkante des Weges, wodurch beim Auslösen der Sperre der gesamte Hang weggebrochen bzw. weggerutscht wäre.
Ich selber habe u.a. in Lübeck an mehreren Stellen Sprengschächte mit "Passavant"-Deckeln gefunden. Diese Stellen sind von offizieller Stelle als Sprengschächte bestätigt worden.
Im Anhang befinden sich Bilder der Lübecker Sprengschächte zum Vergleich. Es handelte sich um Passavant-Deckel der Klasse D, die allerdings mit nur einer kleinen Öffnung und zwei kleinen Sechskantschrauben versehen waren. Diese Öffnung war für das Werkzeug zum Herausziehen des Deckels gedacht. Die Schwarzwald-Deckel haben zwei kleine Öffnungen nach dem Motto "2 Mann, 2 Ecken", weisen aber auch die beiden kleinen Sechskantschrauben auf.
Zum damaligen Zeitpunkt (November 2006) war offenbar noch nicht bekannt, daß außer den Eisenkreuzdeckeln auch noch andere Varianten eingesetzt wurden. Dies kann ich heute aber bestätigen.
Die Trichtersperre ist ab sofort in der DOSPA unter dem Datensatz 4404 zu finden.
Die 625 sagen den Durchmesser Lichte Weite. Nur das diese Schächte aber dann nicht mit den Käseladungen geladen worden wären. Die Käseldungen haben abgeblich mehr als 625mm im Durchmesser. Was mich aber stutzig macht ist, das die Deckel nicht Tagwasserdicht sind und in die Schächte Wasser eindringen kann.
Fast 19 Jahre nach dem ersten Posting kann ich heute vermelden, daß es sich bei den im ersten Beitrag vorgestellten Schächten tatsächlich um 2 Sprengschächte handelt, die durch die Bundeswehr unter der Objekt-Nr. EM-19 geführt wurden.
Diese Sperranlage befindet sich im Sperrobjektkartensatz BH 2_1434 (Karte L 7914) des BA-MA. Neben dieser Sperranlage befinden sich noch viele, viele weitere Sperren im Schwarzwald, womit die Aussage von Thomas S., daß alle Schwarzwaldaufstiege gesperrt werden sollten, untermauert wird. Die Sperranlagen wurden aber bereits vor dem 21.07.1965 aufgelassen (Datum des Kartenstempels / gestrichene Sperrobjekte).
Die neuen Erkenntnisse habe ich in die 4 Datensätze des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald [FR] einfließen lassen. Die weiteren Sperranlagen aus den Karten werden in der Zukunft auch noch in die Datenbank aufgenommen werden.
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