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Heute kann ich endlich vermelden, daß der Landkreis Rottweil (RW) nach unserem derzeitigen Kenntnisstand mit sämtlichen, jemals vorhandenen Sperranlagen komplett in der Datenbank enthalten ist.
Im Anhang befinden sich die KMZ-Files der verschiedenen, im Landkreis Rottweil verwendeten Sperrenarten mit den Örtlichkeiten jeder einzelnen Sperranlage.
Es wäre schön, wenn hier die einzelnen Sperren nach und nach durch unsere User umfangreich dokumentiert werden könnten. Die Datensätze brauchen Bilder, auch die Datensätze, die bereits bebildert sind.
Hallo,
der Landkreis Rottweil hat kreisweit aufgefordert bekannte oder auch neue Denkmale zu erfassen.
Bei dieser Aktion ist mir eine Sprengkammer aus der Zeit des Kalten Krieges eingefallen. Mir war dabei wichtig, dass auch dieses Relikt aus dieser Zeit ebenfalls als Denkmal in Erinnerung bleibt.
Zur Zeit wird diese Sprengkammer vom Denkmalamt erfasst.
Weitere Erkenntnisse zum Thema Sprengkammer im Stadtarchiv der Stadt Sulz ergaben hierzu interessante Einzelheiten.
Meine Erkenntnisse dazu habe ich in einem Vortrag zusammengefasst und auch veröffentlicht.
Diese Ausarbeitung zum Thema Sprengkammer im Stadtgebiet Sulz kann nachgelesen werden unter www.sulz-holzhausen.de - Geschichte - Chronik - 2015-01 Sprengkammer
Für weitere Kommentare, Erkenntnisse und Erfahrungen
würde ich mich freuen
Herwart Kopp
also nach meiner Liste gab es im Landkreis Rottweil keine offiziellen Sprengschächte.
Oder lag der Bereich Sulz am Neckar vor der Gebietsreform in einem anderen Landkreis ????
Es könnte aber auch sein das die Sperranlagen noch von viel früher stammen.
Können sie mal ein Bild vom Deckel der SpS hier einstellen ??
viele grüße günther
Suche Gliederungen der Heeresstrukturen 2 + 3.
Außerdem suche ich die letzten Trichtersperren und Sperrmittelhäuser in Franken.
Hallo Günther,
Sulz war bis zur Gebietsreform im Landkreis Horb und damit im Regierungsbezirk Südwürttemberg-Hohenzollern.
Die Deckel sind beschädigt.
Die Erkenntnisse zu den Standorten der Sprengkammern stammen aus dem Stadtarchiv Sulz a.N.
Dabei handelt es sich um einen Schriftverkehr zu einer Beleidigungsklage der Bauausführenden Firma gegen die Stadt Sulz.
Näheres kann nachgelesen werden unter www.sulz-holzhausen.de - Geschichte - Chronik - 2015-01 Sprengkammer
Viele Grüße
Herwart Kopp
also nach der Sperranlagenliste des Bundes gab es in diesem Bereich keine Sperren. Oder wurden sie vielleicht
von den Franzosen gebaut. In Bayern gab es auch Stellen die von den Amerikanern in Auftag gegeben wurden.
Auch der Durchhmesser von 1 m macht mich etwas Nachdenklich. Offiziell hatten die Sprenchschächte einen
Durchmesser von 60 cm.
Also nach genauem lesen im Archiv wurden die ja bereits vor Gründung der Bundeswehr gebaut.
Es ist auch möglich das dann von der Bundeswehr später diese als nicht sinnvoll erachtet wurden
und aufgegeben wurden, deshalb auch in keinem Verzeichnis der Bundeswehr
gruß günther
Zuletzt geändert von Guenther (†); 19.10.2016, 12:01.
Suche Gliederungen der Heeresstrukturen 2 + 3.
Außerdem suche ich die letzten Trichtersperren und Sperrmittelhäuser in Franken.
Ich habe mir erlaubt, die Beiträge in das Thema "Sperranlagen im Landkreis Rottweil" zu verschieben, da das Ursprungsthema im anderen Forum deplatziert war.
Ich schließe mich zunächst einmal der Meinung von Günther an, da es laut uns vorliegender Informationen zumindest Ende der 80er/ Anfang der 90er Jahre keine vorbereiteten Sperren seitens der Bundeswehr im Bereich Sulz am Neckar gegeben hat.
Allerdings hat es entlang des Rheins an allen Brücken innerhalb der französischen Besatzungszone Sperrvorrichtungen gegeben, die ebenfalls nicht in den offiziellen Listen auftauchten. Diese dürften unter französischer Verantwortung gestanden haben. Ähnlich dürfte es sich somit auch mit den Sperrstellen im Bereich von Sulz verhalten haben, da Sulz innerhalb der französischen Zone lag.
Weiterhin gebe ich Günther Recht für den Hinweis, daß es sich um französische Sperrvorrichtungen handeln dürfte, die dem Aussehen und der Lage nach tatsächlich wohl schon aus der Zeit des 2.Weltkrieges stammen dürften. Keinesfalls können die Sperranlagen einen Bezug zur Bundeswehr gehabt haben, da diese 1954/ 1955 noch nicht existiert hatte.
Weiterhin verwundert es mich, daß in der Auflistung der vorhandenen Sperranlagen in/ um/ bei Sulz die 2 Sprengkammern im Mittelpfeiler der Neckarbrücke keine Erwähnung finden. Diese Sperranlage dürfte aus der Zeit des 2.Weltkriegs stammen und wurde durch die Bundeswehr nicht weiter betrieben. Da es aber eine Sperranlage war, müßte auch diese in die Auflistung aufgenommen werden.
Es wäre schön, wenn hier für alle angegebenen Sperranlagen die genauen Koordinaten gepostet werden, damit die Anlagen auch in die Datenbank aufgenommen werden können. Natürlich sollten die einzelnen Anlagen in diesem Post auch mit Bildern einzeln näher erläutert werden. Da die Stellen bekannt sind und der Verfasser des Artikels vor Ort wohnt, dürfte eine Fototour zu den 10 Sperrstellen sowie der Neckarbrücke auch kein Problem darstellen, oder?
Abschließend möchte ich sagen, daß ich die Idee der Unterdenkmalstellung großartig und den Artikel gelungen finde. Allerdings bedarf es der Genauigkeit wegen noch weiterer, tiefer gehender Recherchen hinsichtlich der Errichtungszeit (2.Weltkrieg oder erst danach), Nutzungsdauer (von wann bis wann im Sperrplan eingebunden) und Verfügungsgewalt (Französische Streitkräfte, Bundeswehr oder wer auch immer).
Aus dem Artikel geht auch nicht hervor, was in welcher Form mit wie vielen Sprengschächten hätte gesperrt werden sollen. Sehr irritierend finde ich den Hinweis, daß ein Sprengschacht (nicht Sprengkammer) auf dem Weg liegt, die weiteren aber im Unterholz schwer zugänglich liegen sollen. Sprengschächte sollen Straßen und Wege sperren und nicht irgendwo in der Walachei Löcher reißen. Auch dies spricht eher für die Errichtung und Nutzung zur Weltkriegszeit und evtl. kurze Nutzung von Teilen am Anfang der 50er Jahre, dann aber durch die entsprechenden Besatzungsstreitkräfte.
Im Anhang befindet sich ein KMZ-File mit der Lage der Neckarbrücke, in der sich die 2 Sprengkammern befinden.
Hallo
wenn auch bisher nicht bekannt, so sind im Stadtgebiet von Sulz a.N. in der Zeit des Kaltenkrieges der 1950iger und 1960iger Jahren Sprengkammern erstellt worden.
Die von mir beschriebenen Sprengkammern stammen aus dieser Zeit. Der Bau der "Vorbereiteten Sperren" fand ohne Beteiligung der Stadt Sulz statt. Akten und Pläne über die Lage solcher Sprengkammern sind im Archiv der Stadt Sulz nicht vorhanden. Wie in dem Bericht zu diesem Thema ersichtlich, sind erst durch eine Beleidigungsklage der Bauausführenden Firma und der darauf erfolgten Berichterstattung Akten im Stadtarchiv vorhanden.
Siehe hierzu weiteres unter www.sulz-holzhausen.de - Geschichte - Chronik - 2015-01 Sprengkammer
Der Bau der Sprengkammern im Stadtgebiet Sulz a.N. erfolgte im Auftrag der französischen Militärverwaltung und deren "Direction de Genie" in Tübingen.
Grüße
Max 41
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