Fundstück auf Sowjetischen Übungsplatz.

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  • B.Man
    Cold Warrior
    • 18.05.2013
    • 112

    #1

    Fundstück auf Sowjetischen Übungsplatz.

    Moin

    Auf der Suche nach etwas anderem bin ich auf dem Sowjetischen Übungsplatz Heidehof bei Jüterbog auf diesen "Deckel" gestossen:
    P1040739.jpg

    Der Beton und die Schraube fehlen.
    Aber ich würde mal sagen, sieht aus wie ein Sperranlagen Deckel.

    Der Deckel befand sich in der Mitte dieser Kreuzungsähnlichen Anhebung in einer Ecke des Übungsplatzes die wohl der Pionierausbildung diente.
    P1040737.jpg


    Gruss Andreas
    Gruss
    Andreas
  • Berlin Brigade
    Warrior
    • 10.05.2014
    • 82

    #2
    Dann haben die bei sich mit unseren Deckeln geübt, wie man bei uns, auf unserem Gelände, unsere Atomminen entschärft. Tolles Fundstück. Direkt ein Fall fürs Museum.
    Wäre interessant, ob da noch ein Schacht ist und ob das was drin ist?

    Kommentar

    • B206
      Cold Warrior
      • 12.07.2007
      • 383

      #3
      Aber, kann man das belegen das es ein Deckel ist von Sperranlagen aus Westdeutschland? Sicherlich gibt es Unmengen Vergleichsfotos.

      Kommentar

      • B.Man
        Cold Warrior
        • 18.05.2013
        • 112

        #4
        Zitat von B206 Beitrag anzeigen
        Sicherlich gibt es Unmengen Vergleichsfotos.
        Von was ?
        Von solchen Deckeln auf GSSD Übungsplätzen in der DDR ?

        Wahrscheinlich eher nicht.

        Ich habe am Samstag mit einem Kampfmittelräumer im Museum Kummersdorf gesprochen der auch dort im Umkreis Munition geräumt hat, dem war so etwas nicht bekannt.

        Das ist schon sehr speziell und wird sonst kaum jemand auffallen der das nicht kennt.
        Ist halt nur ein Deckel.
        Gruss
        Andreas

        Kommentar

        • B206
          Cold Warrior
          • 12.07.2007
          • 383

          #5
          Zitat von B.Man Beitrag anzeigen
          Von was ?
          Von Deckeln die zu Sperranlagen aus Westdeutschland gehören.

          Kommentar

          • DeltaEcho80
            Cold Warrior
            • 09.03.2013
            • 1718

            #6
            Ich hatte es in einem anderen Thema schon mal angeschnitten:

            Diese Deckel wurden nie alleine und ausschließlich für die Abdeckung von Sprengschächten produziert. Deckel mit der berühmten Schraube in der Mitte wurden (und werden mW immer noch) auch dann eingesetzt, wenn man z.B. eine Druckleitung oder einen Abwasser-Düker abdecken will. Diese Deckel weisen ganz bestimmte Spezifikationen auf - bedingt durch ihre Bauart.

            Wenn man so einen Deckel allerdings in der Gegend von Jüterborg findet (und dazu noch in diesem etwas derangierten Zustand), ist dies vielleicht doch ein Indiz dafür, dass hier wirklich die "andere Feldpostnummer" irgendwas damit angestellt hat.

            Kommentar

            • B.Man
              Cold Warrior
              • 18.05.2013
              • 112

              #7
              Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
              dass hier wirklich die "andere Feldpostnummer" irgendwas damit angestellt hat.
              Vielleicht haben die gar nicht versucht etwas zu entschärfen oder da raus zu holen, sondern ausprobiert ob man vorher etwas rein machen kann um den Sprengschacht zu sabotieren ?

              Diese gegossenen Betonröhren lagen in der Nähe des Deckels.
              Ich stand mal wieder davor und hab mich gefragt, wozu soll das gut sein ?
              comp_P1040743.jpg comp_P1040745.jpg

              Deckel auf, diese Röhren die sich vom Gewicht von Hand ohne Kran oder andere schwere Gerätschaften händeln lassen sollten, mit einem Seil in den Schacht abgelassen und Seil wieder raus gezogen.
              Deckel wieder drauf und der Schacht ist zunächst mal blockiert ohne das man das von aussen sieht.

              Das könnte recht schnell gehen und man bekommt die Dinger so schnell nicht wieder da heraus geholt wenn die Pioniere den Schacht so blockiert unter dem Intakten Deckel vorfinden.
              Gruss
              Andreas

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              • B.Man
                Cold Warrior
                • 18.05.2013
                • 112

                #8
                Ostern

                260 km weiter südwestlich in Melpers Rhön.

                GSSD Beobachtungsposten direkt an der ehemaligen Grenze.

                comp_P1040964.jpg

                Zum Grössenvergleich, 0,5 Liter Apfelschorle

                Zufall das da so eine Drahtrolle herumliegt die etwa genauso gross ist wie die Drahtarmierung in Jüterbog ?
                Gruss
                Andreas

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                • Thunderhorse
                  Cold Warrior
                  • 09.02.2006
                  • 1918

                  #9
                  Zitat von B.Man Beitrag anzeigen
                  Ostern

                  260 km weiter südwestlich in Melpers Rhön.

                  GSSD Beobachtungsposten direkt an der ehemaligen Grenze.

                  [ATTACH=CONFIG]27597[/ATTACH]

                  Zum Grössenvergleich, 0,5 Liter Apfelschorle

                  Zufall das da so eine Drahtrolle herumliegt die etwa genauso gross ist wie die Drahtarmierung in Jüterbog ?

                  Sicherlich kein Zufall, dass die GSSD diese Art von Drahtrollen im gesamten Bereich der ehemaligen DDR nutzte.
                  Insofern,...!

                  Kommentar

                  • B206
                    Cold Warrior
                    • 12.07.2007
                    • 383

                    #10
                    Zitat von B.Man Beitrag anzeigen
                    Zufall das da so eine Drahtrolle herumliegt die etwa genauso gross ist wie die Drahtarmierung in Jüterbog ?
                    Sicherlich ist es unhöflich auf eine Frage mit einer Gegenfrage zu antworten aber was willst du mit dem augenscheinlichen Vergleich zum Ausdruck bringen?

                    Kommentar

                    • B.Man
                      Cold Warrior
                      • 18.05.2013
                      • 112

                      #11
                      Simsalabim

                      comp_P1050075.jpg
                      Gruss
                      Andreas

                      Kommentar

                      • B206
                        Cold Warrior
                        • 12.07.2007
                        • 383

                        #12
                        Ein ganzer Satz, mit Punkt, wäre schön.

                        Kommentar

                        • B.Man
                          Cold Warrior
                          • 18.05.2013
                          • 112

                          #13
                          Ja wär schon schön

                          Da ich aber nix zu dem Deckel belegen kann macht das keinen Sinn weiter hier etwas dazu zu schreiben.
                          Gruss
                          Andreas

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                          • Guenther (†)
                            Cold Warrior
                            • 04.09.2006
                            • 1024

                            #14
                            Ganz einfach, Teile eines Sprengschachtdeckels
                            Suche Gliederungen der Heeresstrukturen 2 + 3.
                            Außerdem suche ich die letzten Trichtersperren und Sperrmittelhäuser in Franken.

                            Kommentar

                            • Rainer
                              Rekrut
                              • 06.08.2018
                              • 15

                              #15
                              Hallo Community,

                              tut mir leid, dass ich erst jetzt auf das Thema gestoßen bin.
                              Was den Deckel betrifft, der auf dem TÜP Jüterbog gefunden wurde, scheint es mir wahrscheinlich, dass es sich tatsächlich um einen nachgebauten Kernminenschacht handelt. Ich kann nur für die NVA sprechen und bestätigen, dass es ein Ausbildungszentrum für Entschärfung von Kernminen gab. Im Soldatendeutsch "HOTEL ZUR KERNMINE" genannt. Ich selbst war nicht dort, habe aber mit einigen Leuten gesprochen, die dort selbst ausgebildet wurden.
                              Es muss wohl irgendwo auf dem TÜP Klietz gewesen sein. Die Kernminenschächte sollen wohl originalgetreu nachgebaut worden sein. Ob es sich bei dem Deckel um ein Original, oder einen vergleichbaren Nachbau handelt, müssen eure Spezialisten herausfinden.
                              Auf jeden Fall war der "Übungs- Kernminenschacht" etwa 9 m tief und mit einer Fülle von Sicherungen, herkömmlichen Sprengfallen und sonstigen Nicklichkeiten versehen, dass die Zeitzeugen davon berichteten, dass eine erfolgreiche Entschärfung beinahe unmöglich gewesen wäre. Etwas zum Zeitraum des Geschehens: Anfang der 1970er Jahre. Beteiligt waren Truppenaufklärer (Uffz und ausgewählte Soldaten) bis runter zu den AklK der MSR / PR.
                              Wie gesagt, eine Beobachtung aus dem Leben der NVA. Dass die GSSD ähnliche Trainingsprogramme hatte steht außer Frage.

                              Rainer

                              Kommentar

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