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DDR – Keine Ausreise für westliche Rüstungsmitarbeiter?
DDR – Keine Ausreise für westliche Rüstungsmitarbeiter?
Hallo,
als ein guter Freunde Ende der 1980er-Jahre bei einem westdeutschen Rüstungsunternehmen eine Stelle antrat, wurde ihm von dem Unternehmen mitgeteilt „Die lassen sie zwar in die DDR einreisen, aber nicht mehr ausreisen“.
als ein guter Freunde Ende der 1980er-Jahre bei einem westdeutschen Rüstungsunternehmen eine Stelle antrat, wurde ihm von dem Unternehmen mitgeteilt „Die lassen sie zwar in die DDR einreisen, aber nicht mehr ausreisen“.
Weiß Jemand Näheres?
Für etwaige Antworten vielen Dank in Voraus.
Gruß
JoeFG
Warum sollte er nicht mehr ausreisen dürfen? Wegen der Zugehörigkeit zu einem Rüstungsunternehmen?
Da gabs, wimre eher Reisebeschränkungen für entsprechende Personenkreise.
Wer in solchen Unternehmen gearbeitet hat, wurde von vornherein daraufhin gewiesen, das man sich Reisen in den Osten oder Ostblock genehmigen lassen musste. Das weiss ich noch aus meiner BW Zeit und auch aus meiner jetzigen Tätigkeit. Bevor man in solche Länder reisen durfte, musste man seine Reise dorthin anmelden. Und als Geheimnisträger dürfte es sowieso schwierig gewesen sein, eine Genehmigung zu bekommen (Ist auch heute noch so....)
Das die auf der anderen Seite Bescheid wussten, wer da einreist, dürfte wohl jeden klar gewesen sein. Aber das man einen dann wieder an der Ausreise hindert, halte ich wohl für ein Märchen. Man hätte vielleicht versucht ihn anzuwerben, aber sonst auch nix...
Leute aus wirklich sensiblen Bereichen sollten damals nicht durch die DDR reisen. Verwaltung, Industrie, Behörden etc. Ich kenne frühere Mitarbeiter bei gewissen Bonner Ministerien, die haben sogar West-Berlin grundsätzlich und immer aus Sicherheitsgründen gemieden. Andere hatten für Berlin-Aufenthalte einen eigenen Fahrdienst beim Berliner Senat, der ihre Privatwagen durch die DDR leer per Fahrer überführt hat, während sie, z.B. von und nach Hannover, geflogen sind und dort ihr Auto erst wieder übernommen haben. Ich kenne auch West-Leute, die bei DDR-Reisen aus Tarnungsgründen als Mitarbeiter eines großen Unternehmens firmierten, bei dem sie aber gar nicht waren...
Im Rückblick würde ich sagen, das Misstrauen war gerechtfertigt. Ob es aber was genützt hat, ist eine andere Frage.
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