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ich habe die NIKE-Stellung, oder zumindest das, was davon übrig ist im März 2003 mal besucht.
Das Launching Area war damals schon nahezu komplett verschwunden. Wird jetzt Wohngebiet. Das IFC wird privat genutzt (ich glaube als Pferdestall). Die Karserne war bis auf die Wache und das Heizgebäude ebenfalls schon komplett zerstört.
Vielleicht hat ja jemand ein paar Bilder wie es heute aussieht.
Mhh, bei Deinen Koordinaten für Google Earth bin ich mir nicht so sicher. Ich glaube eher dass die Barracks (Herrmannsberg-Kaserne) und das IFC etwas weiter westlich liegen. LA stimmt.
Ich habe die Punkt mal eingezeichnet. Das IFC ist sehr stark verändert worden. Man sieht die Reithallen etc.
Ich habe noch ein paar Bilder zur Nike 3/22 in Waldbröl. Ich werde sie mal posten.
Mhh, bei Deinen Koordinaten für Google Earth bin ich mir nicht so sicher. Ich glaube eher dass die Barracks (Herrmannsberg-Kaserne) und das IFC etwas weiter westlich liegen. LA stimmt.
Ich habe die Punkt mal eingezeichnet. Das IFC ist sehr stark verändert worden. Man sieht die Reithallen etc.
Ich habe noch ein paar Bilder zur Nike 3/22 in Waldbröl. Ich werde sie mal posten.
Die LA ist komplett "geschliffen".
Die Hermannsberg-Kaserne ebenso. Dort befindet sich jetzt ein Neubaugebiet. Die IFC gibt es noch. Dort befindet sich ein Pferde-Farm. Sie ist an der Straße, die an der Kaserene vorbei führte, ca. 500m weiter auf der rechten Seite. (Wenn wann aus Richtung Kaseren kommt)
Ein paar Bilder des Rückbaus findet man hier:
Hi !
Habe mir die Bilder vom "Abwracken" in marienheide angesehen, und mir sind da viele Säcke und folienverpackte Teile aufgefallen. Eventuell Asbest ??.
Frage mich das nur deshalb, weil Waldbröl schon im Januar flach gemacht werden sollte, da aber nichts passiert, vermute ich ebenfalls irgendwelche Entsorgungsprobleme. Immerhin sind die Gebäude in den "60zigern" entstanden, damals nahm man ja die Verwendung solcher Stoffe noch auf die leichte Schulter.?? Weiss jemand was Genaueres
Grüsse zZ. aus dem Rheinland
Ralph
06.06.1963 Marienheide Bundeswehr Marienheide wird Bundeswehr-Standort:
Die neu erbaute Hermannsberg-Kaserne und die Flugabwehr-Raketenstellung Griemeringhausen werden in Betrieb genommen durch die 4. Batterie des Flugabwehrraketenbataillons 22.
Etwa 400 Soldaten und Zivilangestellte sind hier tätig. Ca. 30 amerikanische Soldaten sind stationiert zur Bewachung des Atomsprengkopfes, mit dem eine der Nike-Ajax-Raketen (ab 1965 Nike-Hercules-Raketen) bestückt werden kann.
Einige Hundert Meter entfernt auf dem Hauerberg steht die Feuerleitzentrale, von der man vor allem die große, kugelförmige Abdeckung des Radargerätes sieht.
1988 wird die Einheit nach Süddeutschland verlegt, 1991 die Kaserne aufgegeben. Für etwa 2 Jahre richtet die Caritas in einem Gebäude der Kaserne ein vorläufiges Altenheim ein, andere Gebäude werden vermietet als Lagerräume, Proberäume für Vereine usw.
2003 werden die Gebäude abgerissen und eine neue Siedlung aus Einfamilienhäusern gebaut.
Flugabwehrraketenstellung
Am 01.04.1960 begannen Aufbau und Einrichtung der Flugabwehr-Raketenstellung in Griemeringhausen und der Kaserne auf dem Hermannsberg, und am 06.06.1963 zog die 4. Batterie des Flugabwehrraketenbataillons 22 in Marienheide ein. Rund 400 Soldaten traten ihren Dienst an. Zwischen der Hermannsbergkaserne und der Stellung wurden sie mit Bussen hin und her transportiert. Nahe der Kaserne auf dem Hauerberg stand die Feuerleitzentrale mit einer großen Radarantenne, verborgen unter einem Kuppelbau. Sie war durch ein Kabel mit der Raketenstellung verbunden.
Die Stellung war weithin sichtbar, vor allem, wenn die leuchtend weiß lackierten Raketen ausgefahren wurden, aber sie war in keiner öffentlich zugänglichen Landkarte eingezeichnet. Anfangs waren Raketen vom Typ Nike-Ajax stationiert, die mit einem sehr gefährlichen Flüssigtreibstoff betankt werden mußten, dabei wurde u.a. mit Salpetersäure und reinem Sauerstoff hantiert. 1965 wurden sie durch Nike-Hercules abgelöst, die mit Festtreibstoff versehen waren und Atomsprengköpfe tragen konnten. Und tatsächlich war auch ein solcher Sprengkopf vorhanden. Er wurde von etwa 30 amerikanischen Soldaten bewacht, dem C-Team des 52nd USAAD (52nd US-Army Artillery Detachment = 52. US-Armee Artillerie-Kommando). Über Atomsprengköpfe wurde hin und wieder gemunkelt, aber kaum jemand schenkte den Gerüchten Glauben, es schien viel zu unglaubhaft, daß im Falle eines Krieges eine Atomwaffe direkt über bewohntem Gebiet in der Nachbarschaft eingesetzt würde. Aber dieser Raketentyp hätte auch sehr zielsicher als Boden-Boden-Rakete eingesetzt werden können mit einer Reichweite von 180 km, und das hätte man mit Sicherheit nicht mit einem herkömmlichen Sprengkopf gemacht, wie wir heute wissen. Wie gut, daß es nie dazu gekommen ist.
Die Amerikaner waren in einem separaten Block der Hermannsbergkaserne untergebracht, und einige, wohl Offiziere, wohnten in eigens für sie gebauten Häusern in der Robert-Koch-Straße. GIs konnte man häufig in Marienheider Gaststätten, vornehmlich im Hotel Trommershausen ("beim Neef") sehen, wie sie versuchten, ihr Heimweh wegzuspülen. Einige von ihnen hatten ihre Autos mitgebracht ("Ami-Schlitten"), die teilweise in erbarmungswürdigem Zustand waren, aber sie hatten mit dem TÜV nichts zu tun. Viele werden sich erinnern an das Vehikel, dessen Beifahrertür nur mit einem Gummiband zugehalten wurde und in jeder Linkskurve weit aufschwang, so daß sich mancher Fußgänger mit einem Satz in Sicherheit bringen mußte.
Die Bundeswehrsoldaten und auch die US-Soldaten wurden für Marienheide ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, u.a. so manche Kneipe verdankte ihnen ihren Bestand. Und natürlich ist auch so mancher Soldat hier "hängengeblieben", üblicherweise durch Heirat.
1985 zogen die Amerikaner ab, 1988 wurde die Luftwaffen-Einheit nach Süddeutschland verlegt, und die letzten Soldaten verließen Marienheide im Jahr 1991.
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Hermannsberg-Kaserne
Die Hermannsberg-Kaserne an der Hauerbergstraße wurde am 06.06.1963 bezogen von der 4. Batterie des Flugabwehrraketenbataillons 22. Hier wohnte ein Großteil der rund 400 Soldaten der Raketenstellung bei Griemeringhausen.
Die Soldaten wurden mit Bundeswehr-Bussen von der Kaserne zur Stellung und zurück gefahren, aber es herrschte auch reger Verkehr mit LKWs, PKWs und Geländefahrzeugen der Bundeswehr. Die ersten Jahre war es ein ziemliches Abenteuer, mit einem normalen PKW die Klosterstraße zu befahren. Mit ziemlicher Sicherheit kam einem irgendwo eines dieser breiten LKW-Monster entgegen und man mußte ausweichen, notfalls eine Grasböschung hinauf. Erst Ende der 1960er Jahre wurde die Klosterstraße ausgebaut auf den heutigen Zustand.
Etwa 500 m westlich der Kaserne auf dem Hauerberg stand die Feuerleitzentrale, von der vor allem die kugelförmige Hülle der Radarantenne zu sehen war. Dort befindet sich heute ein Reiterhof. Feuerleitzentrale und Raketenstellung waren durch ein dickes Kabel verbunden.
1988 wurde die Einheit nach Süddeutschland verlegt, 1991 die Kaserne aufgegeben. Für etwa 2 Jahre richtete die Caritas in einem der Gebäude ein vorläufiges Altenheim ein als Übergangslösung bis zur Fertigstellung des Cariatas-Seniorenheims in der Hermannsbergstraße, andere Gebäude wurden vermietet als Lagerräume, Proberäume für Vereine usw. 2003 wurden die Gebäude abgerissen und eine neue, schmucke Siedlung aus Einfamilienhäusern gebaut.
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