Für die fünf Radargeräte der Batterie sind Türme in Stahlbauweise aufgestellt worden. Vorhanden waren:
PAR (Pulse Acquisition Radar) = Impuls-Erfassungsradar zur Luftraumüberwachung mit 110 km Reichweite.
CWAR (Continuous Wave Acquisition Radar) = Dauerstrich-Erfassungsradar zur Zielerfassung.
ROR (Range Only Radar) = Entfernungsmeßradar.
2x HPIR (High Powered Illuminator Radar) = Zielverfolgungsradar zur Lenkung der Flugkörper ans Ziel.
Vier der Türme besaßen eine Höhe von 15 m. Nur der Turm des HPIR der Section Alpha war kleiner, er maß 12,5 m.
Das Freund-Feind-Kenngerät IFF (Identification Friend or Foe) verfügte über einen ausfahrbaren Antennenmast. Dessen maximale Höhe reichte jedoch für den Einsatz in der Stellung Ebersdorf nicht aus. Abhilfe brachte eine Hebebühne die das gesamte Gerät um die erforderlichen Höhenmeter anhob.
Weitere Besonderheiten in der Stellung Ebersdorf sind zum einen ein Hügelgrab im Zentrum der Anlage. Es ist mit einem Holzzaun geschützt. Zum anderen befindet sich hinter der Wache eine große Sandgrube. Sie ist beim Aufbau der Liegenschaft entstanden, der benötigte Bausand wurde daraus entnommen.
Bis zu Ende des Kalten Krieges änderte sich an Funktion der Anlage und Stationierung der Einheit nichts mehr. Mit dem Wegfall der Bedrohung aus dem Osten entfiel auch die Notwendigkeit für den Dauerbetrieb der Einrichtung. Ab 1992 ist Ebersdorf von der 1./36 als Friedensausbildungsstellung (FAUST) genutzt worden. Während in den 1990er Jahren für viele Hawk-Batterien das Aus kam, hielt sich die 1./36 noch bis ins Jahr 2002. Dann wurde auch diese Batterie, zusammen mit dem Bataillon, aufgelöst. Die Stellung Ebersdorf ist am 28. März 2002 geschlossen worden.
Heute steht die Anlage zum Verkauf und ist bis dahin verpachtet und wird zur Zeit als Kuhaufzuchtsanwesen durch einen örtlichen Bauern betrieben. Die Türme sind durch die BIMA entfernt worden wegen des Rückbau im Rahmen der Naturalrestitution.


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