NLP II/5 Hohenheide

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  • Rex Danny
    Administrator
    • 12.06.2008
    • 4902

    #1

    NLP II/5 Hohenheide

    Guten Morgen an alle, die schon wach sind !

    Am 09.04.2010 habe ich die gesamte Autobahn A27 von Cuxhaven bis zum Walsroder Dreieck abgefahren um zu sehen, welche der über die Autobahn führenden Brücken mit einer Sperre versehen waren.

    Insgesamt kam ich auf genau vier (4) Brücken, wovon die eine unmittelbar im Bereich des Walsroder Dreiecks war (Brückensperre K146 von Krelingen zur L191) und dort zur Sperrung der Abzweiger von der A7 zur A27 diente und die andere auf der A27 in Bremen die Lesum-Brücke zwischen den Anschlußstellen HB-Burglesum und HB-Industriehäfen war. Beide werden auch in die DOSPA aufgenommen.

    Noch viel interessanter aber waren die zwei anderen Brücken:


    1. Brücke der L134 von Hagen im Bremischen nach Uthlede
    Diese Brücke zu sprengen, um einen Vormarsch von Westen über die A27 in Richtung Uthlede und weiter auf Bremen aus nördlicher Richtung zu unterbinden, machte aus meiner Sicht Sinn, also eine klassische Brückensperre.


    2. Brücke eines Wirtschaftsweges von der K51 zwischen Hagen im Bremischen und Weißenberg östlich der A27 zur K51 zwischen der AS Hagen und Sandstedt westlich der A27
    Diese Brücke zu sprengen machte aus meiner Sicht überhaupt keinen Sinn, da der Wirtschaftsweg so angelegt war, daß er für militärische Operationen ungeeignet erscheint. Dennoch war die Brücke vorbereitet wie die unter 1. beschriebene, also ebenfalls eine klassische Brückensperre.


    Nachdem ich beide Sperren bei Google Earth eingetragen hatte, habe ich die anderen Placemarks dazugeschaltet und stellte nun fest, daß es sich bei den beiden Brückensperren nicht um Sperren zum Hemmen des anmarschierenden Feindes handelte, sondern beide im Zusammenhang mit dem genau zwischen den Brücken liegenden Autobahnnotlandeplatz Hohenheide II/5 standen. Beide Brücken befanden sich exakt in der Ein- bzw. Abflugschneise unmittelbar vor bzw. hinter dem NLP und hätten somit den Flugverkehr beeinträchtigt oder gar stark gefährdet. Es steht damit außer Frage, daß zur Aktivierung des NLP vorher beide Brücken hätten gesprengt werden müssen, da die Brücken schon zu Zeiten des Kalten Krieges existierten.

    Zum besseren Verständnis habe ich im Anhang ein Übersichtsbild aus Google Earth mit den beiden vorbereiteten Brücken und dem eingezeichneten NLP eingestellt.

    Es wäre sicher interessant zu erfahren, ob an den anderen NLP in der alten Bundesrepublik ebenfalls die in unmittelbarer Nähe liegenden Brücken zur Sprengung vorbereitet waren und wer die Sprengungen vorbereitet und letztlich durchgeführt hätte. Wurden diese vorbereiteten Brücken ebenfalls durch die Wallmeister gewartet und fielen sie in deren Aufgabenbereich, so daß sie als Sperren in die DOSPA aufgenommen werden sollten ?

    Ich denke, daß dies ein spannendes Thema werden könnte und freue mich schon auf rege Beteiligung.

    Einen schönen sonnigen Sonntag


    Rex Danny
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von Rex Danny; vor 8 Stunden.
  • Horner
    Cold Warrior
    • 24.05.2009
    • 2295

    #2
    Moin Rex Danny,

    das ist ein guter Einfall für einen neuen Bericht, aus meinen Verständniss sollten auch diese als Sperre in der DOSPA aufgeführt werden.

    Gruß
    Horner ( Beagle )

    Kommentar

    • Rex Danny
      Administrator
      • 12.06.2008
      • 4902

      #3
      Nachtrag zu meinem Ursprungsbeitrag:

      Die beiden von mir beschriebenen Brücken über die A 27 waren nicht mit Sperreinbauten versehen und sollten meines heutigen Wissens nach auch nicht in Verbindung mit der Nutzung des NLP gesprengt werden.

      Grüße


      Rex Danny

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