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Von der »Dienststelle Marienthal« zur »Dokumentationsstätte Regierungsbunker«
Von der »Dienststelle Marienthal« zur »Dokumentationsstätte Regierungsbunker«
Im »Kulturjournal« auf NDR 3 am 25.02.2008 (vgl. http://www.cold-war.de/showthread.php?t=566) wurde im Fernsehbeitrag über den einstigen Ausweichsitz der Bundesregierung im Ahrtal berichtet und die Museumseröffnung der »Dokumentationsstätte Regierungsbunker« angekündigt.
Hallo
War letzte Woche in Ahrtal und hab mir das Museum angesehen.
Ist schon interressant,aber von dem 17km langen Bunker ist nur noch ein Bruchteil von 200m vorhanden.
Habe es dieses Jahr endlich mal geschafft mir die Dokumentationsstätte Regierungsbunker anzuschauen. Im Nachgang dazu habe ich noch etwas in den Tiefen des Internets gesucht und bin dabei u.a. auf folgendes Dokument auf der Stasi Mediathek gestoßen: https://www.stasi-mediathek.de/medie...hrtal/blatt/1/
Da müssen ja teilweise taglang MfS Mitarbeiter in den "Büschen" gelegen haben und akribisch alles dokumentiert, was rein und raus kam. Auch die Abschnitte zum angeblichen Verbindungstunnel nach Bonn sind schon lustig.
Auch die Abschnitte zum angeblichen Verbindungstunnel nach Bonn sind schon lustig.
Solche "Urban Legends" über Verbindungstunnel scheinen seit Jahrhunderten und auch überall an allen Orten herum zu geistern. Egal, ob man sich mit Luftschutzbunkern aus dem Zweiten Weltkrieg, mit mittelalterlichen Stadtbefestigungen, mit Befestigungsanlagen der frühen Neuzeit oder mit Turmhügelburgen des Früh- und Hochmittelalters befasst, überall tauchen diese Verbindungstunnel auf. In der Masse aller Fälle gibt es dazu keine tragfähigen Quellen oder gar Untersuchungen, die Hand und Fuß haben. Meistens scheitern alle diese angeblichen, oft viele Kilometer langen Tunnel schon an den geologischen Voraussetzungen oder den fehlenden bergbautechnischen Möglichkeiten. Im günstigsten Fall gibt es Kellerstollen, die schon nach wenigen Metern enden und vielleicht der Lagerung von Bierfässern, aber nie Verbindungszwecken dienten.
Solche "Urban Legends" über Verbindungstunnel scheinen seit Jahrhunderten und auch überall an allen Orten herum zu geistern. Egal, ob man sich mit Luftschutzbunkern aus dem Zweiten Weltkrieg, mit mittelalterlichen Stadtbefestigungen, mit Befestigungsanlagen der frühen Neuzeit oder mit Turmhügelburgen des Früh- und Hochmittelalters befasst, überall tauchen diese Verbindungstunnel auf. In der Masse aller Fälle gibt es dazu keine tragfähigen Quellen oder gar Untersuchungen, die Hand und Fuß haben. Meistens scheitern alle diese angeblichen, oft viele Kilometer langen Tunnel schon an den geologischen Voraussetzungen oder den fehlenden bergbautechnischen Möglichkeiten. Im günstigsten Fall gibt es Kellerstollen, die schon nach wenigen Metern enden und vielleicht der Lagerung von Bierfässern, aber nie Verbindungszwecken dienten.
Genau so schauts aus. Da ich mich schon lange für die Heimatgeschichte in Nordostoberfranken interessiere, kenne ich auch so einige solche Erzählungen. Zum Beispiel geistert ein unterirdischer Gang von der Waldsteinburg zum Münchberger Pfarrhaus durch die Erzählungen und Sagen. Das wären schon in der Luftlinie rund achteinhalb Kilometer. Immer wieder mal gab es Meldungen, dass jemand diesen Gang gefunden hätte, dass waren dann ganz profan die Überbleibsel alter Erd- oder Felsenkeller oder natürliche Auswaschungen, deren Überdeckung dann mal eingebrochen ist.
Dass es bei manchen Bunkern ein Stück wegführende Stollen gegeben hat mag durchaus sein, das dann aber wohl zu einem Notausgang ein bisschen abseits oder einer Nebeneinrichtung der Anlage aber nicht als viele Kilometer lange Verbindungsgänge sonstwo hin.
... Da ich mich schon lange für die Heimatgeschichte in Nordostoberfranken interessiere, ...
Nicht tot zu kriegen ist in dieser Gegend die Geschichte von den unterirdischen Gängen, die vom "Wartturm" ostwärts von Hof/Saale zum Hofer Rathaus führen sollen. Das sind zwar nur 2,5 km, aber dabei hätte mit einem solchen Gang die Saale unterquert werden müssen.
Nach dem ersten Luftangriff auf Hof vom 14. Februar 1945, der 36 Todesopfer forderte, sah sich die Stadtverwaltung veranlaßt, Behauptungen aus der Bevölkerung nachzugehen, die von allen möglichen unterirdischen Gängen und Stollen im Stadtbereich sprachen und deren Verwendung als Luftschutzräume forderten. Man befragte eine Art Kommission, bestehend aus damaligen Hofer Stadthistorikern und den beiden städtischen Bauräten, die zu folgendem Ergebnis kam:
„Von keinem der Befragten konnte auch nur der geringste Hinweis zu dem Vorhandensein von solchen Gängen geäußert werden, die mit dem Wartturm oder der Lorenzkirche oder mit dem alten Hofer Schloß oder dem Schloß Hofeck oder mit der Löwengrube (Klostertor-Lessingstraße) oder Labyrinth u. dgl. zusammenhängen. Es wurde übereinstimmend darauf verwiesen, daß insbesondere der Wartturm erst 1498 als reiner Signalturm erbaut worden war und daß eine unterirdische Verbindung desselben unter der Saale und dem Mühlgraben mit dem alten Stadtkern ohne weite- res eine Unmöglichkeit darstelle und in das Gebiet der Fabel zu verweisen sei. (...)."
Nachzulesen im Stadtarchiv Hof, Akte A 1486, Schreiben Stadt Hof – Oberbürgermeister – an den örtlichen Luftschutzleiter, ohne Datum (aber nach dem 5.3.1945)
Trotzdem wurde dieses Gerücht anläßlich der Sanierung des Wartturms 2012 und 2014 wieder lang und breit in der FRANKENPOST aufgewärmt.
Habe es dieses Jahr endlich mal geschafft mir die Dokumentationsstätte Regierungsbunker anzuschauen. Im Nachgang dazu habe ich noch etwas in den Tiefen des Internets gesucht und bin dabei u.a. auf folgendes Dokument auf der Stasi Mediathek gestoßen: https://www.stasi-mediathek.de/medie...hrtal/blatt/1/
Da müssen ja teilweise taglang MfS Mitarbeiter in den "Büschen" gelegen haben und akribisch alles dokumentiert, was rein und raus kam. Auch die Abschnitte zum angeblichen Verbindungstunnel nach Bonn sind schon lustig.
Gruß
PI80
Ich habe mich vor einigen Jahren mal recht intensiv mit dem Regierungsbunker respektive Ausweichsitz beschäftigt, habe mir auch das Buch und die DVD zugelegt. Leider hat es immer noch nicht mit einem Besuch vor Ort geklappt.
Das mit dem "hinter jedem Busch" gelegen hat sich eigentlich als gar nicht so lustig dargestellt: Die Stasi hat sehr genau über die Baustelle Bescheid gewusst, da man in den entsprechenden Behörden und Firmen anscheinend über Quellen verfügte.
Die Legende mit dem "Tunnel bis nach Bonn" rührt wohl daher, dass die eine Flur- bzw. Weinlage in Dernau "Hardtberg" heißt, in der eines der Zugangsbauwerke liegt. Dies haben die Urban Legends zur Hardthöhe in Bonn umgemünzt. Und die Stasi hat dann diese Leute befragt.
Auch haben wohl umfangreiche Bauarbeiten an der Autobahn BAB 61 und der B267 im Zuge des Bunkerbaus für entsprechende Interpretationen unter der Bevölkerung gesorgt. Es wurde auch erzählt, dass ein Teilstück der A61 als Behelfsflugplatz gedient hätte, um die Leute per Hubschrauber oder Flugzeug nach Dernau zu bringen. Das konnte man aber bislang nicht belegen - wobei mein Buch schon eine ältere Ausgabe ist.
Bei der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal haben sich einige Bewohner Dernaus auf den Parkplatz des Museums gerettet, da dies wohl einer der wenigen Punkte in Dernau war, der hoch genug war.
Solche "Urban Legends" über Verbindungstunnel scheinen seit Jahrhunderten und auch überall an allen Orten herum zu geistern. Egal, ob man sich mit Luftschutzbunkern aus dem Zweiten Weltkrieg, mit mittelalterlichen Stadtbefestigungen, mit Befestigungsanlagen der frühen Neuzeit oder mit Turmhügelburgen des Früh- und Hochmittelalters befasst, überall tauchen diese Verbindungstunnel auf.
In Heidelberg gibt es solche "Urban Legends" im Bezug auf Flucht- und Versorgungstunnel aus dem Schloß seit dem frühen 16ten Jahrhundert. Teilweise auch von eher bekannten Personen wie im frühen 19ten Jahrhundert dem Dichter Joseph von Eichendorff kolportiert, der behauptete durch gelaufen zu sein. Wie üblich bei solchen Sagen mit 5 km Länge quasi unterm Fluß durch und auf den gegenüberliegenden Berg. Im Grunde wird dabei jeder Hohlraum oder Gewölbekeller der sich unter der Altstadt findet als Teil eines solchen Verbindungstunnels gedeutet, durchaus auch noch in der jüngeren Vergangenheit (zuletzt größer wohl in den 90ern). Vor allem in den 30ern war das sehr verbreitet.
In diesem Fall gab es den "Tunnel" zwar nicht nachweisbar, aber nachrichtlich sogar wirklich, zumindest bis zum Fluß - nämlich als vor 600 Jahren gebaute Kanalisation und Entwässerung für das Schloss.
Es wurde auch erzählt, dass ein Teilstück der A61 als Behelfsflugplatz gedient hätte, um die Leute per Hubschrauber oder Flugzeug nach Dernau zu bringen. Das konnte man aber bislang nicht belegen - wobei mein Buch schon eine ältere Ausgabe ist.
Moin,
der Notlandeplatz IV/1 auf der A61 beim Meckenheim Kreuz existierte, der ist ja noch heute gut zu erkennen.
Er wird hauptsächlich in das Netz der Notlandeplätze einzusortieren sein.
Konnte aber in jeder Form genutzt werden, die auf der eher schmalen und 1500 m langen Landebahn möglich sind.
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