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ich weiß zwar nicht, ob das jetzt wirklich in das Unterforum "Ausweichsitze" gehört, aber immerhin habe ich in diesem Unterforum die meisten Treffer hierzu bei der Suche bekommen.
In den frühen 1990er Jahren (1992) war ich in Ulm beim Stab des II. Korps in der Spezialstabsabteilung G6/HEROS tätig.
Mich würde interessieren, wie das System entwickelt wurde und was inzwischen daraus geworden ist.
Das war für uns damals, vor der allgemeinen Verbreitung des Internets, schon eine futuristische Technik. Davon abgesehen haben wir eben einfach unseren Dienst verrichtet, die Computer in den Re/Com-Kabinen, verlastet auf Fünftonnern, mittels Strom-Aggis zum Laufen gebracht und ansonsten auf den veralteten millionenteuren Prototypen der vorletzten Generation Kniffel gespielt :-)
Gibt es hier andere Kollegen, die mit HEROS zu tun hatten?
LG Marc
Das Beste an der Vergangenheit ist, dass wir alle damals jünger waren.
Meine Erfahrungen mit HEROS begannen in den frühen 1980er Jahren. Ich war damals S 2-Offizier beim Feldjägerbataillon 760 in München. Das Bataillon wäre im Verteidigungsfall für das Verkehrsleitnetz Aufmarschbewegungen im gesamten Wehrbereich VI, also in ganz Bayern, zuständig gewesen. Daher hatten wir mehrere Panzerschränke voll mit vorbereiteten Marschkrediten (mit X-Zeiten) und den entsprechenden Straßenbelegungsplänen, soweit erforderlich auch in unterschiedlicher Ausführung je nach ausgelöster Alarmmaßnahme. Das waren zigtausende von Blättern Endlospapier, die alle mit dem HEROS-System erstellt und für Bayern federführend durch die Abteilung G 3/VerkFü des WBK VI bearbeitet wurden. Durch Bayern wäre beim Aufmarsch damals nach meinen Erinnerungen der Großteil der CENTAG marschiert.
Was damals mit HEROS noch nicht möglich war, was wir aber dringend gebraucht hätten, war das Erstellen von Marschplänen, um die zeitliche Belegung einzelner Verkehrsleitpunkte zu erkennen.
Auch die Marschkredite für die Friedensmärsche wurden damals schon über HEROS bearbeitet, die Weiterleitung an die Feldjäger erfolgte allerdings wie es den zu dieser Zeit vorhandenen Kommunikationsmöglichkeiten entsprach, noch als Fernschreiben.
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