Die Bunkeranlage in Machern bei Leipzig sollte als Ausweichführungsstelle des Leiters der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Leipzig dienen. Gut getarnt am Rande einer Bungalowsiedlung hätten hier im Ernstfall über 100 hauptamtliche Mitarbeiter der Leipziger MfS-Bezirksverwaltung Platz gefunden.
Der zwischen 1968 und 1972 erbaute Bunker verfügte über eine eigene Küche, einen Sanitätsstollen, Arbeits- und Schlafräume sowie Einrichtungen zur Nachrichtenübermittlung. Unter 70 cm Beton und hermetisch abgeschlossen hätten die Insassen 14 Tage lang überleben können. Solange reichten zumindest die Lebensmittel. Filteranlagen hätten die Luft im Ernstfall von radioaktivem Staub und Giftstoffen gereinigt.
Seit 1995 ist die Bunkeranlage auf Initiative des Bürgerkomitees Leipzig e.V., dem Betreiber des MfS-Museums in der "Runden Ecke" in Leipzig, als Denkmal anerkannt und im Rahmen von Führungen zugänglich.
Quelle:
Gruss und Gut Fund Barbarossa
Kommentar