Wünschheim Air Station (US)

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  • Mulon
    Warrior
    • 08.07.2009
    • 64

    #1

    Wünschheim Air Station (US)

    Da sich diese ehem. Basis in meiner Nähe befindet möchte ich gerne mehr darüber wissen.

    Z.B.:
    1. würde mich die Truppenstärke interessieren
    2. welche Truppen dort stationiert waren (ab 1967)
    3. die Verbindung zum Bunker auf dem Goßberg


    Hab schon das Netz durchforstet, aber leider stößt man nach kurzer Zeit immer wieder die selben Infos. Vielleicht weiß ja jemand hier mehr

    Mit das größte Interesse besteht darin diese Anlage mal offiziell zu betreten um sich dort mal umschauen zu können und evtl ein paar tolle Fotos zu machen. Leider scheint dies nicht zu klappen, da dort die angrenzende Kaserne übt.

    Grüße
  • Firefighter
    Systemadministrator
    • 09.07.2006
    • 1034

    #2
    Hallo,

    von den 60ern bis 1983 war die Pydna zum einen die Launch Area der B-Battery 5th Msl Bn, 6th ADA, also eine Nike-Stellung.
    nikesystem.de - Wuescheim
    Direkt neben der LA befand sich bis 1968 eine Matador/Mace-Stellung ( Site VI, 405th Tactical Missile Squadron ) des 38th TMW.
    Hahn Air Base Site VI - Hundheim

    Die Mace-Stellungen in Eifel, Hunsrück und Pfalz wurden bereits 1968 wieder aufgelöst, ebenso wurde das 38th Tactical Missile Wing deaktiviert.

    Zum NATO-Doppelbeschluss wurde das 38th TMW 1985 wieder reaktiviert, jedoch mit dem Waffensystem BGM-109 Gryphon - kurz GLCM.
    Die ehmalige Nike-Battery und die Mace-Stellung wurde in den 80ern dann zur Wüschheim AS umgebaut.

    Die WAS gehört heute zum StOÜbPl Kastellaun und kann normal nur an der Nature One betreten werden.
    Eine Besichtigung ausserhalb der Nature One lässt sich wohl ohne Kontakte nicht so einfach bewerkstelligen, weshalb auch immer..

    PS:
    Es hieß übrigens Wüschheim AS (Air Station), die Pydna war schließlich keine Airbase
    Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
    Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
    www.ig-area-one.de

    Kommentar

    • Mulon
      Warrior
      • 08.07.2009
      • 64

      #3
      Super, danke für die Links!

      Den auf nikesysteme.de kannte ich noch garnicht. Find mich auch irgendwie nicht wirklich zurrecht auf der Seite Aber es ist immer wieder interessant zu sehen was für Zerstörung in der Nähe rumstand/lag.

      1967 bezog die U.S.Army unter dem Namen B-Battery das Gelände und stellte Nike Hercules-Raketen auf, die zuerst als Luftabwehrrakten konzipiert und später auf atomaren Einsatz umgerüstet wurden. Ein atomarer Sprengkopf war bestückt mit 20 kT-TNT und hatte eine Reichweite von 150 km. Die B-Battery bestand aus Verwaltungs- und Unterkunftsgebäuden sowie einem weiteren abgeschlossenem Bereich Richtung Hasselbach. In diesem Hochsicherheitsbereich war ein Beobachtungsturm, sowie drei Startanlagen und die entsprechenden Schutz- und Wartungsbauten. 1981 wurden diese Raketen abgezogen und im August desselben Jahres die gesamte Anlage geschlossen
      Quelle: Wiki

      Übel, da hätten die von hier aus, grob gesagt, bis bisschen was hinter Ffm geschossen...

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      • vladdes
        Cold Warrior
        • 27.08.2006
        • 231

        #4
        Also deine erste Frage ist nicht leicht zu beantworten. Es waren eben verschiedene Systeme dort stationiert, die verschiedene Truppenstärken hatten.
        Die einzige Truppenstärke, die ich dir sagen kann ist die der Wueschheim Air Station im Fiskaljahr 1989, da waren 970 Soldaten und 1 Zivilist dort angestellt.

        Zur Frage 2 hat Sebi dir ja schon eine gute Zusammenfassung gegeben.

        Zu deiner 3. Frage lautet die Antwort keine.
        Der Goßberg hat mit einer anderen Basis etwas zu tun. Und zwar der sogenannten "Metro Tango" bei Kappel.
        Es wurde immer gemunkelt, der Goßberg wäre als Führungsstelle der Pydna geplant, aber das ist falsch.
        Die Zielinformationen für die GLCM kam von hier: http://www.cold-war.de/allgemeine-un...in-bunker.html

        Kommentar

        • vladdes
          Cold Warrior
          • 27.08.2006
          • 231

          #5
          Im übrigen gibt es hier schon Threads zur Pydna und zum Goßberg:

          http://www.cold-war.de/abc-waffen/83...ten-pydna.html
          http://www.cold-war.de/sonderwaffend...astellaun.html
          http://www.cold-war.de/sonstige-bunk...tellaun-2.html

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          • Mulon
            Warrior
            • 08.07.2009
            • 64

            #6
            Ohje, war mir sicher darüber noch nix hier gelesen zu haben...

            *duck

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            • vizekonteradmiral
              Cold Warrior
              • 21.01.2006
              • 199

              #7
              Zitat von vladdes Beitrag anzeigen
              Die einzige Truppenstärke, die ich dir sagen kann ist die der Wueschheim Air Station im Fiskaljahr 1989, da waren 970 Soldaten und 1 Zivilist dort angestellt.
              Hupsi, doch so viele? Vermutlich verteilte sich diese Anzahl auf ein 2- oder 3-Schicht System, weil so riesenhaft sieht die Anlage nun auch nicht aus als ob dort rund 1000 Menschen gleichzeitig beschäftigt waren.

              Die 970 Männikens hatten also ihren Arbeitsplatz auf der Site. Aber wo waren sie und ihre Familien eigentlich wohnungsmäßig untergebracht? Ich kann im Raum Kastellaun/Kappel auf den ersten schnellen Blick bei GoogleMaps keinerlei Mannschaftsunterkünfte bzw. Housings ausmachen. Die Bundeswehrkaserne in Kastellaun war ja wohl nur der Bundeswehr vorbehalten, oder? Kamen die auf der WAS beschäftigten Soldaten vielleicht von weiter her, z.B. Baumholder?
              Und deshalb ... äh ... haben wir uns dazu entschlossen, heute ... äh ... eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, ... äh ... über Grenzübergangspunkte der DDR ... äh ... auszureisen.
              G.Schabowski, 9.11.1989

              Kommentar

              • Mulon
                Warrior
                • 08.07.2009
                • 64

                #8
                Denke die waren mit aufm Hahn untergebracht. Oder direkt neben der AB Hahn in Büchenbeuren/Sohren... Ist ja alles recht gut über die Hunsrückhöhenstraße erreichbar gewesen

                Kommentar

                • vladdes
                  Cold Warrior
                  • 27.08.2006
                  • 231

                  #9
                  Eigentlich war eine Stärke um die 1500 Soldaten für die WAS geplant. Allerdings sind nur 4 von 6 geplanten Flight stationiert worden, da der INF-Treaty in Kraft trat.

                  Die hohe Stärke resultierte aus den Sicherheitsanforderungen. In den Anfangsjahren der Stationierung wurden sogar von der Hahn AB einige Soldaten der 50th SPS dorthin abkommandiert, da die Sensoren teilweise nicht richtig funktionierten, bzw noch nicht fertig installiert waren. Also mussten mehr Wachen aufgestellt werden, um die GAMA zu sichern.

                  Ein Flight bestand aus 70 Soldaten, davon alleine 44 Sicherheitskräfte. Insgesamt 19 Fahrzeugen für den ganzen Flight.
                  Dann gab es natürlich noch den Stab des Geschwaders (38th Tactical Missile Wing), den Stab der Raketenstaffel (89th Tactcal Missile Squadron), verschiedenen Militärpolizei Einheiten (38th Security Police Squadron, 38th Missile Defense Squadron und 38th Ground Defense), die Wartungsstaffel (38th Tactical Missile Maintenance Squadron), die Fernmeldestaffel (2141st Communications Squadron) sowie ein Detachment der 50th Civil Engineer Squadron von der Hahn AB. Da kommt schon ein bischen was zusammen.

                  Die vielen Sicherheitskräfte resultierten daraus, daß die GLCM mobil ausgelegt war. Im Normalfall war ein Flight in der QRA, das heißt in der GAMA-Area in Alarmbereitschaft, einer war draußen auf Übung und einer kam gerade von der Übung oder war wieder bereit rauszufahren. Im Kriesenfall wären aber alle unterwegs gewesen, deshalb brauchte man auch so viel Personal um alle Flights bewachen zu können. Und die GAMA-Area sowie der restlich Stützpunkt mussten ja auch noch bewacht werden, die GAMA-Area eben besonders scharf.

                  Auf dem Hahn gab es einen Wohnblock, der zum 38th TMW gehörte, aber da wohnten nur die Mannschaftsdienstgrade ohne Familien. Die anderen wohnten in den Housings auf dem Hahn oder eben in umliegenden Orten. Es gab z.B. zwei Housings in Kastellaun, eine in Kirchberg, Rhaunen, Simmern und Sohren. Der Rest lebte "on the economy", alleine bei mir in der Straße wohnten zeitweise mehr Amerikaner als Deutsche, ohne daß da eine Housing war. Deshalb kam ich auch in den Genuss die Anlage von Innen zu sehen, als sie noch aktiv war.
                  Zuletzt geändert von vladdes; 12.11.2009, 21:25.

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                  • Firefighter
                    Systemadministrator
                    • 09.07.2006
                    • 1034

                    #10
                    Hallo,

                    hier gibt es übrigens noch ein altes Luftbild, worauf man die ehmalige Mace-Stellung erkennt:


                    Dort befindet sich heute übrigens die GLCM Alert & Maintenance Area (GAMA)
                    Die frühere Admin Area der Nike-Stellung wurde nach der Auflösung der Batterie vom 38th TMW weiterverwendet, u.a. befand sich dort die Feuerwehr.
                    Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
                    Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
                    www.ig-area-one.de

                    Kommentar

                    • Mulon
                      Warrior
                      • 08.07.2009
                      • 64

                      #11
                      Die Tage kam "Der Clown" auf RTL... Gestern Abend kam die Wiederholung, die ich in einer Phase der Schlaflosigkeit überschaltet hab. Dabei sah ich eine Helikopterflugszene, mit altbekannten Bunkern

                      Bei genauem Hinsehen stellte sich dann heraus daß das diese Szenen des Maskengesichts auf der geliebten Pydna gedreht wurden. Jaja, wo Geld gelöhnt wird...

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                      • dochol
                        Cold Warrior
                        • 18.05.2009
                        • 629

                        #12
                        Hab ich auch gesehen, und bin natürlich auch nur deswegen hängengeblieben
                        Im ernst: Nach Sonderwaffen sah das die ganze Zeit schon aus, aber erkannt hab ich es dann auch erst an den typischen Toren der Bunker. War aber ganz hübsch anzusehen, vor allem war der Zustand der Anlage gut...

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                        • mayster
                          Cold Warrior
                          • 15.02.2014
                          • 122

                          #13
                          Hallo zusammen,

                          ich habe beim zuständigen verantwortlichen Stabsfeldwebel vor einem Jahr nachgefragt ob das Gelände besichtigt werden könne zwecks Dokumentation und Fotos.

                          Nur für Vereine und Gruppen aber nicht für Einzelpersonen.

                          Es wurde schon einmal eine Führung für einen militär. Geschichtsverein durchgeführt.

                          Kontakdaten gerne per PM, jedoch nicht hier direkt wegen Datenschutz.

                          Falls jemand, der viele hier im Forum kennt, Interesse hat evtl. eine gemeinsame Führung zu beantragen.

                          Wäre natürlich auch gerne dabei

                          Greetz

                          Mayster

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                          • ed22ful
                            Cold Warrior
                            • 01.11.2010
                            • 1208

                            #14
                            Hallo,


                            da ich momentan selbst wieder das Thema "Besichtigung" aufgreife, kurz meine Erfahrungen dazu.


                            2012 bin ich mal blauäugig in die Hunsrück-Kaserne gefahren, da ich in der Nähe war und hab mich durchgefragt, wer zuständig ist, als Resi sowieso alles deutlich einfacher.

                            Bin dann beim zuständigen Presseoffizier gelandet, einem Oberleutnant S., der mir sehr entgegen gekommen ist und mir den Ablauf inkl. Anlaufstelle der Pressestelle des Wehrbereichs II in Mainz mitgeteilt hat.

                            Bevor ich wieder los bin, habe ich auch noch mal erklärt bekommen, was geht und was nicht geht bei einer positiven Antwort.

                            -Ein Alleingang ist absolutes No-Go aufgrund der Unfallgefahr, die Besichtigung wird nur mit einem dazu abgestelltem Soldaten durchgeführt, der die Anlage kennt.

                            -Dieser hat die Schlüssel und eine Übersicht über die Gebäude, die auf keinen Fall betreten werden dürfen, der Hauptturm fällt zum Glück nicht darunter .

                            -Fotos und Videos grundsätzlich ja, Einschränkungen gebe es so gut wie keine, die Besichtigungszeit kann verhandelt werden.

                            -An Übungstagen (die Anlage wird ja als Standortübungsplatz genutzt) grundsätzlich keine Besichtigung möglich.

                            -Die Bundeswehr ist natürlich an einer positiven Berichterstattung interessiert, daher muß ein Antrag auf Besichtigung beim BVM (Bundesverteidigungsministerium) schriftlich beantragt werden, was über die Pressestelle des jeweilig zuständigen Wehrbereiches läuft, also mit Begründung, weshalb, wieso, warum...


                            Leider ist das ganze dann wie so oft im Sand verlaufen, da mir auch einfach die Zeit fehlt.


                            Jedoch hat sich wie oben geschrieben aktuell folgendes ergeben:

                            In meiner Tätigkeit als Reservist fördern wir über den Reservistenverband die Deutsch-Amerikanischen Beziehungen, da einige Kameraden der 435th Air Ground Operations Wing, die auf dem AAF Erbenheim stationiert sind, oft mit uns zusammen trainieren.

                            Aufgrund dessen bin ich angesprochen worden, da mein privates Hobby allen bekannt ist, ob ich so etwas mal organisieren könnte (und nicht nur Kastellaun), diesmal halt dienstlich.

                            Falls das ganze also zusammenkommt, werde ich natürlich dementsprechend einen Bericht dazu schreiben und wieder viele Fotos einstellen.

                            Andernfalls könnte man so etwas natürlich auch über das Forum probieren.

                            Mit der angesprochenen Führung des "milit. Geschichtsvereines", da kommen ja nicht viele in Frage .

                            Gruß


                            René
                            Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
                            Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
                            www.ig-area-one.de

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                            • vladdes
                              Cold Warrior
                              • 27.08.2006
                              • 231

                              #15
                              Also ich wäre gerne dabei! Kann mit Sicherheit auch bischen was beitragen .

                              Kommentar

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