Eisenbahn in München

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge
  • Nemere
    Cold Warrior
    • 12.06.2008
    • 2880

    #1

    Eisenbahn in München

    Im BA-MA bin ich auf eine Karte aus dem Jahre 1937/38 zu den Eisenbahnanlagen im Raum München gestossen. Gehört zwar nicht direkt zum Thema Bundeswehr, zeigt aber nach meinem Eindruck sehr gut die weitverzweigten Bahnlinien im Großraum München, die auch noch zu Bundeswehrzeiten weitgehend bestanden.
    Die auf der Karte eingetragene U-Bahn bestand allerdings damals nur als Planung, nur einige Tunnelabschnitte gab es im Rohbau.
    Angehängte Dateien
  • kato
    Cold Warrior
    • 03.03.2009
    • 888

    #2
    Das ist im Grunde das heutige Bahnnetz (ohne U- und S-Bahn-Tunnel, Straßenbahn etc). Hinzu kam seitdem nur der Rangierbahnhof München Nord im Ludwigsfeld mit einer Verbindungsstrecke nach Westen nach Olching, der von 1987 bis 1991 gebaut wurde. Der in dem Bereich um 1941 - also nach der Karte - gebaute Güterbahnhof Ludwigsfeld wurde dabei abgerissen.

    Auf der in der Karte zu sehenden östlichen Stichstrecke des Nordrings nach Schwabing wurde 1992 der Betrieb eingestellt und 1995 diese stillgelegt. Diese Stichstrecke hatte einen Gleisanschluss zur Funkkaserne, die 1992 durch die Bundeswehr abgegeben wurde.

    Die westliche Stichstrecke des Nordrings nach Oberwiesenfeld war damals Anschluss für das Gaswerk Moosach (das später mal letzte in München) sowie die Kasernenanlagen im Oberwiesenfeld, primär die Eisenbahnerkaserne der Bayerischen Armee. Diese wurde nach 1956/57 durch die Bundeswehr genutzt und wird es in Teilen bis heute. 1972 wurde die Stichstrecke für das dort gebaute Olympiagelände "verwertet" und gekürzt.

    Kommentar

    • klaus_erl
      Cold Warrior
      • 14.04.2013
      • 1059

      #3
      Die Stichstrecke zum Oberwiesenfeld folgt übrigens dem ursprünglichen Verlauf der Strecke München-Regensburg, wie sie von der "königlich privilegierte Actiengesellschaft der bayerischen Ostbahnen" gebaut wurde. Diese Strecke bog östlich der Donnersberger Brücke nach Norden ab, folgte der Landshuter Allee und dann der Olympiabahn und führte schnurgerade entlang der heutigen Heidelerchenstraße und in den Bahnhof Feldmoching. Im Rahmen des zweigleisigen Ausbaus 1891/92 wurde die Strecke auf den heutigen Verlauf über Laim und Moosach verlegt. Der Teil der alten Strecke vom Nordring zum Oberwiesenfeld blieb zur Gleisanschlussbedienung erhalten, wurde beim Bau des Olympiabahnhofs eingekürzt und inzwischen stillgelegt.

      Klaus

      Kommentar

      Lädt...
      X