Ausrüstung und Bewaffnung der Grenztruppen der DDR

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  • Legionaer
    Rekrut
    • 16.03.2008
    • 22

    #1

    Ausrüstung und Bewaffnung der Grenztruppen der DDR

    Ich habe auf einigen Seiten Berichte gelesen wonach die Grenztruppen der ehemaligen DDR auch mit schweren Waffen wie Panzern, Artillerie usw. ausgerüstet waren. Leider finde ich über Art (welches Gerät), Umfang (welche Ebene, welche Einheiten) und Zeitraum der "schweren" Bewaffnung keine weiteren Hinweise. Wer kann helfen?
    "Eine Armee ist nur aufzubauen bei fortwährender Vergleichung und Kenntnis dessen, was bei fremden Armeen geschieht." (Feldmarschall Wenzel Graf Radetzky)
  • Doc Hollywood
    Warrior
    • 07.01.2007
    • 94

    #2
    Artillerie ja (kleinere Kaliber)
    Panzer nein, evtl.vereinzelt Schützenpanzer?

    guck mal hier:www.nva-forum.de

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    • Thunderhorse
      Cold Warrior
      • 09.02.2006
      • 1968

      #3
      Ausrüstung der DGP begann 1957/58 bis zur AUflösung 1962/63.
      Unter anderem sMG, mittlere und schwere Panzerabwehr, Selbstfahrlafetten SU 76 (Kaliber 76mm), Granatwerfer, Fla-MG und PAk, SPW.

      Foto (Quelle DGP) zeigt eine Selbstfahrlafette SU 76 der GBK Küste.


      TH
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      • Thunderhorse
        Cold Warrior
        • 09.02.2006
        • 1968

        #4
        Kleine Ergänzung und Korrektur:

        Jede Grenzbrigade verfügte (Zeitraum ca. 1959 - 1962) über 3 Grenzbereitschaften und eine schwere Abteilung.

        Schwere Abteilung unter anderem:

        1 Mot-Schützen-Kp.
        1 sMG Kp.
        1 Granatwerfer-Kp. (6 Granatwerfer)
        1 Panzer-Kp. (12 Selbstfahrlafetten SU 76)
        1 PAK Batterie
        1 Chemischen-Zug
        1 Pionier-Zug
        1 Nachrichten-Zug
        1 Stabs-Zug

        Davor hatte jede Grenzbereitschaft bereits eine Batterie (bestehend aus PAK-Zug, Granatwerferzug, Fla-MG-Zug)

        Jede Grenzabteilung (die Grenzbereitschaft hatte 3 Grenzabteilungen und eine Ausbildungsabteilung) bestand aus 4 Grenz-Kp. und einer schweren Kompanie als Reserve, manche GA hatte nur einen schweren Zug.
        Davor verfügte jede Grenzabteilung über selbstständige schwere Züge (3 Bedienungen für PAK-Geschütze und 3 Besatzungen für SPW).

        Alles nicht ganz easy, da ein in jener Zeit häufiger Wechsel der Strukturen erfolgte.

        Foto zeigt Angehörige eines Granatwerfer-Trupps der schweren Abteilung bei der Gefechtsausbildung.


        TH
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        • Thunderhorse
          Cold Warrior
          • 09.02.2006
          • 1968

          #5
          1981 gab es die Anordnung Nr. 21/81 des StMCGT zur Einführung Granatwerfer bei der GT.
          Zugeführt (1984/85) in den Bestand der Bewaffnung der GR, III. GB wurde der Granatwerfer AGS17.

          TH

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          • Legionaer
            Rekrut
            • 16.03.2008
            • 22

            #6
            Vielen Dank für die Info´s. Meine Frage nach "schwerer" Bewaffnung hat den Ursprung aufgrund Informationen der Seite http://www.panzerbaer.de/helper/nva_grenztrp_fz-a.htm .

            Demnach gab es zu Beginn auch Panzer des Typs T-34, später dann 85 u. 122mm FK, 122mm H sowie Geschosswerfer bei den Grenztruppen.

            Im Vergleich zum Bundesgrenzschutz doch ein imposantes Arsenal zur "Verteidigung"!

            Dann habe ich noch folgende Seite http://www.grenztruppen.de/struktur.html gefunden, kann dort aber leider nicht navigieren.
            "Eine Armee ist nur aufzubauen bei fortwährender Vergleichung und Kenntnis dessen, was bei fremden Armeen geschieht." (Feldmarschall Wenzel Graf Radetzky)

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            • Thunderhorse
              Cold Warrior
              • 09.02.2006
              • 1968

              #7
              Hi Legionär.

              Bei der Übernahme der DGP, Eingliederung als NVA-Kdo Grenze im Jahre 1961,
              wurden 70 Panzer( unter anderem T34/85), 156 SPW (BTR 152 und BTR 40), 66 Kanonen (85 mm), 125 Granatwerfer ca. 2300 Panzerbüchsen (40 mm) und diverses anderes Material in die NVA überführt.
              Die schweren GA wurden im Jahre 1962 aufgelöst.

              In den 70er Jahren wurde bei der GT der Radschützenpanzer PSzH (Pancelozott Szallito Harcjarmü) eingeführt.
              Im Einsatz unter anderem an der innerdeutschen Grenze im Winter 1974/75, anläßlich Hochwasser.
              Guckst Du hier:

              Das Grenzkommando Mitte (Berlin-Karlshorst) hatte im Bestand das Ari-Regiment 26 und das Mehrfachraketenwerferbataillon 26, diese wurden so um 1986/87 ausgegliedert und Bestandteil der NVA als Geschoßwerferabtl. 26 bzw. 40. Artilleriebrigade.
              Dazu waren im GK Mitte vorhanden in den 70er und 80er Jahren.
              Granatwerfer, Geschütze und Flammenwerfer. Stichwort Operation Stoß.

              TH

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              • Thunderhorse
                Cold Warrior
                • 09.02.2006
                • 1968

                #8
                Im Sollbestand eines GR in der Grundstruktur des neu eingeführten Systems der Grenzsicherung (ab 1983) vorhanden:

                22 SPG 9
                12 AGS 17

                IM GK Mitte im Bestand vorhanden 1982:

                130 mm Kanone M 46 Anzahl 18
                85 mm Kanone D 44 Anzahl 49
                122 mm Haubitze Anzahl 36
                Gesch0ßwerfer RM 70 Anzahl 18
                120 mm Granatwerfer Anzahl 47
                zu jener Zeit jedoch keine 30 mm Werfer Plamja, keine SPG 9,
                diese waren aber beim Kdo GT vorhanden (direkt unterstellte Einheiten), Anzahl 11/18 sowie 2 x 122 mm Haubitzen, 4 x 85 mm Kanonen D 44 und 1 x 130 mm Kanone M 46 und 2 Grantwerfer 120 mm.

                Im GK Mitte ferner Brückenlege-Panzer 60 M Anzahl 16
                Begleitbrücke Anzahl 8
                SPW aller Typen 594

                Im GK Nord SPW aller Typen 76, GK Süd keine im Bestand.

                So ein kleiner Abriß.

                TH

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                • Legionaer
                  Rekrut
                  • 16.03.2008
                  • 22

                  #9
                  Danke TH,

                  sehr beeindruckend. Auffallend ist das wohl fast nur im Bereich des GK Mitte, also um Berlin herum schweres Gerät zur Verfügung stand. Die automatischen 30mm Granatwerfer Plamya kamen doch erst gegen Ende der achtziger Jahre in die Bestände der NVA/GT, oder?

                  Gibt es empfehlenswerte Bücher über die GT der DDR?
                  "Eine Armee ist nur aufzubauen bei fortwährender Vergleichung und Kenntnis dessen, was bei fremden Armeen geschieht." (Feldmarschall Wenzel Graf Radetzky)

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                  • Thunderhorse
                    Cold Warrior
                    • 09.02.2006
                    • 1968

                    #10
                    JA!

                    TH

                    Kommentar

                    • Thunderhorse
                      Cold Warrior
                      • 09.02.2006
                      • 1968

                      #11
                      Es ist immer wieder schön!

                      Mach einer schmückt sich gern mit Fremden Federn, eigenes Wissen fehlt, dann wird eben kopiert und der einge User-Name drunter gepackt.

                      Vor einigen Tagen wurde mir mitgeteilt, zwischenzeitlich konnte ich mich auch davon Überzeugen, dass Daten aus diesem Thread, in das folgende Forum:



                      in diesen Thread:
                      Bewaffnung und Technik der GT der DDR

                      Ohne Angabe der Quelle, kopiert wurden!

                      TH

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                      • Geograph
                        Wallmeister
                        • 10.05.2006
                        • 7495

                        #12
                        Urheberrecht …

                        Mach einer schmückt sich gern mit Fremden Federn, eigenes Wissen fehlt, dann wird eben kopiert und der einge User-Name drunter gepackt.

                        Vor einigen Tagen wurde mir mitgeteilt, zwischenzeitlich konnte ich mich auch davon Überzeugen, dass Daten aus diesem Thread, in das folgende Forum:



                        in diesen Thread:
                        Bewaffnung und Technik der GT der DDR

                        Ohne Angabe der Quelle, kopiert wurden!



                        Vgl. die selbstauferlegten Nutzungsregeln des betreffenden Forums
                        (► http://www.nexusboard.net/showthread...682&threadid=1 [03.06.2008; 22.00 Uhr]):

                        Urheberrecht

                        "Der Betreiber des Forums sind nicht für die Inhalte der Beiträge verantwortlich. Die Inhalte stellen die persönliche Sichtweise des Autors der Beiträge dar und der Autor ist für eventuell daraus folgende Konsequenzen allein verantwortlich.
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                        .
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                        • Thunderhorse
                          Cold Warrior
                          • 09.02.2006
                          • 1968

                          #13
                          Der Admin und seine Moderatoren haben auch Rechte und Pflichten:

                          Ziffer 7:
                          7. Rechte und Pflichten des Administrators und der Moderatoren

                          Durch den Administrator werden Moderatoren eingesetzt. Die Aufgabe des Administrators und der Moderatoren ist es, darauf zu achten, dass die Boardregeln eingehalten werden. Der Administrator/die Moderatoren sind berechtigt, ein Mitglied aufzufordern den Inhalt eines seiner Beiträge abzuändern (wenn dieser gegen die Boardregeln verstößt). Dies geschieht ausschließlich per PN und ist dem Forumsmitglied gegenüber zu begründen. Die Handlungsweise des Administrators/der Moderatoren ist kein Gegenstand der Diskussion. Beschwerden über den Administrator/die Moderatoren sowie Meinungsverschiedenheiten können direkt per PN mit dem Administrator geregelt werden. Eine Nichtbeachtung dieser Regel kann die Löschung des Accounts nach sich ziehen!

                          So einfach ist der Betreiber nicht aus dem Schneider bei Ziffer 2.

                          TH

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                          • Thunderhorse
                            Cold Warrior
                            • 09.02.2006
                            • 1968

                            #14
                            Ein Buch zur einstigen Innerdeutschen Grenze.

                            Hendrik Thoß

                            Gesichert in den Untergang
                            Die Geschichte der DDR-Westgrenze
                            dietz Berlin
                            ISBN 3-320-02058-7

                            Hier geht es Schwerpunktmäßig um die Entwicklung der Sperranlagen und den technischen Wandeln der einstigen Staatsgrenze West der DDR.

                            TH

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                            • Legionaer
                              Rekrut
                              • 16.03.2008
                              • 22

                              #15
                              Hallo alle zusammen. Bin auch mal wieder hier.

                              Zum Thema: Ich habe von dem Buch "Im Dienste der Partei: Handbuch der bewaffneten Organe der DDR" ISBN-10: 3861531607 erfahren, wonach hier neben den Kampfgruppen auch die Grenztruppen behandelt werden. Ist dieses Buch zu empfehlen?
                              "Eine Armee ist nur aufzubauen bei fortwährender Vergleichung und Kenntnis dessen, was bei fremden Armeen geschieht." (Feldmarschall Wenzel Graf Radetzky)

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