Nördlichster Punkt Bayerns - Frankens

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  • Thunderhorse
    Cold Warrior
    • 09.02.2006
    • 1901

    #1

    Nördlichster Punkt Bayerns - Frankens

    VORSTELLUNG DES NÖRDLICHSTEN PUNKT BAYERNS
    26. Juli 2017
    Der nördlichste Punkt des Freistaats Bayern ist ein historischer Grenzpunkt zum Nachbarland Thüringen in Fladungen im Landkreis Rhön-Grabfeld.



    Das am Grenzpunkt 122 (50°33'53"N 10°7'14"E) im ehemaligen Grenzabschnitt 42 - Grenzzug c der nördlichsten Punkt Bayerns/Frankens ist, davon ging man bereits zu Zeiten eines "Eisernen Vorhangs" aus.
    Spätestens nach der Vermessung durch die dt.-dt. Grenzkommission.
    1975 wurden die entsprechenden Grenzkarten unterzeichnet.


    Luftbild, eigene Aufnahme.
    Auf dem Foto zu erkennen, die Arbeiten zur Errichtung der Hundefreilaufanlage am zuvor umgebauten GSZ zum GSSZ.
    Davor der einreihige Metallgitterzaun, Entfernung zur Grenze ca. 15m. In den 60er und 70er Jahren lagen hier Holzkastenminen.
    Zuständig für diesen Abschnitt war auf seiten der DDR die GK Erbenhausen des GR9 bzw. GKK Meiningen.
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  • Thunderhorse
    Cold Warrior
    • 09.02.2006
    • 1901

    #2
    Zitat von Thunderhorse Beitrag anzeigen
    VORSTELLUNG DES NÖRDLICHSTEN PUNKT BAYERNS
    26. Juli 2017
    Der nördlichste Punkt des Freistaats Bayern ist ein historischer Grenzpunkt zum Nachbarland Thüringen in Fladungen im Landkreis Rhön-Grabfeld.



    Das am Grenzpunkt 122 (50°33'53"N 10°7'14"E) im ehemaligen Grenzabschnitt 42 - Grenzzug c der nördlichsten Punkt Bayerns/Frankens ist, davon ging man bereits zu Zeiten eines "Eisernen Vorhangs" aus.
    Spätestens nach der Vermessung durch die dt.-dt. Grenzkommission.
    1975 wurden die entsprechenden Grenzkarten unterzeichnet.


    Luftbild, eigene Aufnahme.
    Auf dem Foto zu erkennen, die Arbeiten zur Errichtung der Hundefreilaufanlage am zuvor umgebauten GSZ zum GSSZ.
    Davor der einreihige Metallgitterzaun, Entfernung zur Grenze ca. 15m. In den 60er und 70er Jahren lagen hier Holzkastenminen.
    Zuständig für diesen Abschnitt war auf seiten der DDR die GK Erbenhausen des GR9 bzw. GKK Meiningen.
    Hier mal etwas gezoomt die Sperranlagen zum Ende der 80er Jahre. Standort Grenzpunkt 122, für die Aufnahmen auf dem Stein gestanden.
    Im Vordergrund die Betonsäulen des GZI, im Hintergrund das Tor im GSSZ. Die Markierung weist auf ein Teil der Stahlseilsperre hin.
    Am Tor war damals ein Schild, Aufhebung der Streckenbegrenzung Geschwindigkeit angebracht.
    Bild, eigene Aufnahme.
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    • DeltaEcho80
      Cold Warrior
      • 09.03.2013
      • 1711

      #3
      Hallo TH,

      vielen Dank für die interessanten Einblicke.

      Eine Frage: Für bzw. "gegen" was hatte die Gegenseite denn diese Stahlseilsperre angebracht, die im Bild zu erkennen ist und die du ansprichst?

      Vielen Dank und viele Grüße
      D.

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      • Thunderhorse
        Cold Warrior
        • 09.02.2006
        • 1901

        #4
        Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
        Hallo TH,

        vielen Dank für die interessanten Einblicke.

        Eine Frage: Für bzw. "gegen" was hatte die Gegenseite denn diese Stahlseilsperre angebracht, die im Bild zu erkennen ist und die du ansprichst?

        Vielen Dank und viele Grüße
        D.
        Anbei ein Foto der Drahtseilsperre westlich (Feindwärts) des GSSZ bzw. GSZA80. Hier südlich von Berkach.
        Beiseitig dem Weg Betonplatten (3-4) Stahlseil auf Stützen beidseitig, dieses mit den Betonplattenstapel verbunden.
        Eigene Aufnahme.
        Errichtet wurden diese Art Sperren ab 1988, nachdem es einiige erfolgreiche Fluchtfälle mit Fahrzeugen gab.
        Mit Lkw konnten diese durchbrochen werden, was auch in einigen Fällen gelungen ist.
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        • wernerg
          Rekrut
          • 09.03.2012
          • 19

          #5
          Hm, warum westlich- also "feindwärts"?!? Sollten solch Sperren nicht eher Fluchten AUS als "in" die DDR verhindern?!

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          • Thunderhorse
            Cold Warrior
            • 09.02.2006
            • 1901

            #6
            Zitat von wernerg Beitrag anzeigen
            Hm, warum westlich- also "feindwärts"?!? Sollten solch Sperren nicht eher Fluchten AUS als "in" die DDR verhindern?!

            Gesendet von meinem MI MAX mit Tapatalk

            Überleg mal!

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            • Rex Danny
              Administrator
              • 12.06.2008
              • 4327

              #7
              Zitat von wernerg Beitrag anzeigen
              Hm, warum westlich- also "feindwärts"?!? Sollten solch Sperren nicht eher Fluchten AUS als "in" die DDR verhindern?!

              Gesendet von meinem MI MAX mit Tapatalk

              Hall, Werner !

              Die DDR hatte ja immer sehr viel Wert darauf gelegt, daß der Klassenfeind aus dem Westen an einem Eindringen gehindert werden mußte. Somit mußten diese "Verteidigungseinrichtungen" natürlich westwärts angebracht werden, was ihre verheerenden Folgen bei einer "Republikflucht" nicht minderte. Und die DDR-Führung konnte dann bei einer gescheiterten Flucht wieder ihre LÜgenmärchen verbreiten.

              Grüße


              Rex Danny

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              • wernerg
                Rekrut
                • 09.03.2012
                • 19

                #8
                Guten Abend, ich gebe ja zu, dass die Frage mehr "rhetorisch" gemeint war 😎 Trotzdem hätte ich erwartet, dass man versucht, "unsere" "Republikflüchtlinge" VOR dem "letzten Zaun" zu stoppen und nicht "feindwärts" des letzten Sperrelements. Weil......wer erst an dieser Seilsperre scheiterte, hatte dann ja quasi ""nur"" noch nen paar Meter bis auf bundesdeutsches Hoheitsgebiet und keinen Zaun, keine Minen, keine Hunde etc. mehr zwischen sich und der "Freiheit".

                Gesendet von meinem MI MAX mit Tapatalk

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                • Thunderhorse
                  Cold Warrior
                  • 09.02.2006
                  • 1901

                  #9
                  Zitat von Thunderhorse Beitrag anzeigen
                  Anbei ein Foto der Drahtseilsperre westlich (Feindwärts) des GSSZ bzw. GSZA80. Hier südlich von Berkach.
                  Beiseitig dem Weg Betonplatten (3-4) Stahlseil auf Stützen beidseitig, dieses mit den Betonplattenstapel verbunden.
                  Eigene Aufnahme.
                  Errichtet wurden diese Art Sperren ab 1988, nachdem es einiige erfolgreiche Fluchtfälle mit Fahrzeugen gab.
                  Mit Lkw konnten diese durchbrochen werden, was auch in einigen Fällen gelungen ist.
                  Foto einer Seilsperre, dieses aus dem Bereich des GR10, findet man auch hier.
                  Beitrag Nr. 4.
                  http://www.cold-war.de/showthread.ph...ght=Seilsperre

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                  • Thunderhorse
                    Cold Warrior
                    • 09.02.2006
                    • 1901

                    #10
                    Zitat von wernerg Beitrag anzeigen
                    Hm, warum westlich- also "feindwärts"?!? Sollten solch Sperren nicht eher Fluchten AUS als "in" die DDR verhindern?!

                    Gesendet von meinem MI MAX mit Tapatalk
                    Lies mal im Beitrag 2 nach. Dort habe ich das Bild beschrieben.
                    Im Vordergrund Betonsäule des GZI, dem aus östlicher Sicht hier letzten Sperrhindernis vor dem Grenzverlauf. Die Seilsperren befanden sich im Bereich des sog. Schutzstreifenzaun. Feindwärts.

                    Ich gehe davon aus, dass der grundsätzliche Aufbau der Grenzsperranlagen, in den 80er Jahren, bekannt ist.
                    Zuletzt geändert von Thunderhorse; 05.08.2017, 11:40.

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                    • Thunderhorse
                      Cold Warrior
                      • 09.02.2006
                      • 1901

                      #11
                      Hier mal in Goggle Earth bearbeitet, der Verlauf des GSSZ.
                      Rote Linie GSSZ, grüne Linie Grenzverlauf. Deutlich zu erkennen, die Grenzspitze, GP 122.
                      Links im Bild, kleine gelbe Markierung im Schutzstreifen, BT6, auch BTv 4x4m FÜSt Gelände der ehemaligen GK Erbenhausen..
                      Quelle: Goggle Earth.
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                      • Thunderhorse
                        Cold Warrior
                        • 09.02.2006
                        • 1901

                        #12
                        Mittwoch, 16. Oktober 2024 um 13:30 Uhr:
                        Gemütliche Wanderung vom Heimatblick bei Huflar durch den Fladunger und Huflaer Wald und das Streuquellgebiet zum nördlichsten Grenzstein Bayerns.

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                        • Thunderhorse
                          Cold Warrior
                          • 09.02.2006
                          • 1901

                          #13
                          Zitat von Thunderhorse Beitrag anzeigen
                          VORSTELLUNG DES NÖRDLICHSTEN PUNKT BAYERNS
                          26. Juli 2017
                          Der nördlichste Punkt des Freistaats Bayern ist ein historischer Grenzpunkt zum Nachbarland Thüringen in Fladungen im Landkreis Rhön-Grabfeld.



                          Das am Grenzpunkt 122 (50°33'53"N 10°7'14"E) im ehemaligen Grenzabschnitt 42 - Grenzzug c der nördlichsten Punkt Bayerns/Frankens ist, davon ging man bereits zu Zeiten eines "Eisernen Vorhangs" aus.
                          Spätestens nach der Vermessung durch die dt.-dt. Grenzkommission.
                          1975 wurden die entsprechenden Grenzkarten unterzeichnet.


                          Luftbild, eigene Aufnahme.
                          Auf dem Foto zu erkennen, die Arbeiten zur Errichtung der Hundefreilaufanlage am zuvor umgebauten GSZ zum GSSZ.
                          Davor der einreihige Metallgitterzaun, Entfernung zur Grenze ca. 15m. In den 60er und 70er Jahren lagen hier Holzkastenminen.
                          Zuständig für diesen Abschnitt war auf seiten der DDR die GK Erbenhausen des GR9 bzw. GKK Meiningen.
                          Korrektur:
                          Grenzregiment 3 Dermbach, ab Herbst 1989 das GKK Meiningen.

                          Gegenüber dem Grenzpunkt 122 befand sich ein Durchlass in der Minensperre, dieser wurde später mit Minen des Typs PMN gesichert.
                          Gleiches galt für den Durchlass im Bereich der Streu nw Melpers bei 50°33'31.45"N 10° 7'27.60"E und südlich Melpers im Bereich westlich der B 285.
                          Zuletzt geändert von Thunderhorse; 27.09.2024, 08:32.

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