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wurde eine "Überlebensausstattung, persönlich, Soldat im Einsatz" angeboten.
Früher hätte man das wegen der Kerzen, der Schnur und der Streichhölzer wahrscheinlich "Pi-Päckchen" genannt.
In dieser "Überlebensausstattung" sind allerdings auch Kondome und Tampons enthalten. Was man heute so zum Überleben im Einsatz braucht?
Wenn das Ganze nur ein für den Verkauf bei Ebay zurechtgemachtes Angebot ist, ist es zumindest recht professionell von der Kennzeichnung der Versorgungsartikel her gestaltet.
Die Versorgungsnummer des Satzes "Überlebensausstattung" ist allerdings in den öffentlich zugänglichen Verzeichnissen
Supply chain partner for the defense and aerospace industry delivering quality solutions to enhance operational readiness on more than 2,000 weapons systems.
offenbar nicht zu finden.
Die Versorgungsnummer für den in den Bildern des Angebots abgebildeten Kondom und den "Kompaß, Schluck" scheinen dagegen zu existieren - siehe beigefügte Hardcopys.
Auch die Bundeswehr muß mit der Zeit gehen. Der Tampon macht schon Sinn, da ja auch genug Soldatinnen vorhanden sind. Und auch als Mann kannst du durchaus einen Tampon benutzen, bspw. bei starkem Nasenbluten, muß natürlich dann aber rechtzeitig wieder aus der Nase gezogen werden.
Und das Kondom wurde doch schon im II.Weltkrieg und in Vietnam an die amerikanischen Soldaten ausgegeben, damit sie ihre Gewehrläufe gegen eintretende Feuchtigkeit bei den Landungen in der Normandie und im Pazifikraum, aber auch gegen den Monsunregen im Dschungel schützen konnten.
In eine Überlebensausstattung (so heißt dieser Ausrüstungssatz) sollten nach meiner Meinung die Dinge rein, die wirklich zum Überleben nötig sind, und nicht die Gegenstände, die vielleicht "nice to have" sind. Solche Survival-Kits sollten so klein wie möglich sein, damit sie wirklich immer mitgeführt werden können. Da ist jeder unnötige Gegenstand störend. Aber da mag jeder seine eigene Auffassung haben - ich zitiere meine ehemaliges Barettabzeichen: SUUM CUIQUE.
Und das Kondom wurde doch schon im II.Weltkrieg und in Vietnam an die amerikanischen Soldaten ausgegeben, damit sie ihre Gewehrläufe gegen eintretende Feuchtigkeit bei den Landungen in der Normandie und im Pazifikraum, aber auch gegen den Monsunregen im Dschungel schützen konnten.
Plastiktüten in vergleichbarer Größe waren übrigens bei der Bundeswehr regelmäßig zur ABC-Spürausstattung mit beigegeben, um mit dem Geigerzähler Verstrahlung in Wasser "kontaktlos" messen zu können - da passte das Spürrohr halt recht gut rein. Waren denke ich nicht offiziell, aber lagen zumindest bei uns in jedem von den Kästen die ich gesehen hab ein bis zwei Stück.
Man muss das Thema "Kondom" unter mehrfacher Hinsicht sehen:
> Die EODler nutzen für Ihren Roboter, der gefährliche Ladungen per Wasserstrahl entschärfen kann, ein mit Wasser gefülltes Kondom, welches in den Wasserstrahl-Generator eingehängt wird. Dadurch kann eine größere Wassermenge transportiert und somit ein höherer Druck erzeugt werden.
> Ein Kondom, in welches nach EU-Norm mehr als 10 Liter passen müssen, bevor es reißen "darf", kann man im Notfall als Mittel zum (Trink-)Wassertransport nutzen
> Auch unter Fürsorge-Aspekten gibt der Dienstherr die Dinger aus, da man im Einsatz das "Menscheln" nicht vermeiden kann und es zu zwischenmenschlichen Aktivitäten kommt (mir hat z.B. ein ehem. Soldat erzählt, dass in Afghanistan selbst beim Pfarrer Kondome zu bekommen waren).
Und andere Verwendungszwecke im "Survival"-Fall gibt es sicher reichlich.
Auch Tampons können zweckentfremdet werden: Nicht nur bei Nasenbluten. Tampons bzw. deren Material eignet sich hervorragend als Feueranzünder.
Was mir gerade noch einfällt, im Sinne "ungewöhnliche Artikel":
Als unsere Kompanie damals nach Shilo ging, hat unser VU einen Kameraden und mich los geschickt, in Mellrichstadt und Umgebung eine gewisse Menge Damen-Nylonstrumpfhosen zu kaufen. Denn die Dinger wurden in Shilo dann über die Luftfilter der SPz Marder gezogen und haben diese wunderbar vor Sand und Staub geschützt.
Diese Praxis wurde dann auch für den KFOR und natürlich den ISAF-Einsatz angewandt. Als die 352er nach Afghanisten gingen, war eine ganze Tropenkiste Damenstrümpfe dabei :-) Der Luftumschlagfeldwebel in Termez hat geguckt wie vom Donner gerührt.
Da haben sich irgendwelche Spinner gegenseitig hochgejagt. Der Startpreis lag bei 10 Euro.
Überhaupt werden inzwischen für Bundeswehrausrüstungsgegenstände teilweise durch nichts gerechtfertigte Phantasiepreise gezahlt. Es gibt in einem anderen Forum eine eigene Rubrik, wo man das nachvollziehen kann:
Ich wünsche allen ein gutes Neues Jahr 2024 und vor allem Gesundheit und Frieden :)
Auch in diesem Jahr möchte ich diesen Beitrag weiter fortsetzen und starte gleich einmal.
...
"Hohe Schuhe BW Größe 44, vorn Eisen, 60er Jahre"
Link zur…
Bei uns gab es das Pi-Päckchen im Mannschaftsheim/Kantine. Kostete keine 10 DM. War ein Plastikbeutel mit Faden zum verschließen. Musste noch ergänzt werden um Korken, Feuerzeug und Sicherheitsnadel. Zu tragen in der linken oder rechten Beintasche.
Ja bei uns auch. Die 20 bzw 30 Pfennige zum telefonieren mußte man auch ergänzen. - Während der Harten Faust wurde ein Kradmelder an einer Kreuzung vergessen. Der wurde von den Anwohnern ernährt. Unsere Stabskompanie hat erst aus der Zeitung erfahren, dass da jemand fehlte. Mit dem Handy wäre das heute wohl kein Thema.
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