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Ihr Cold-War-Administratorenteam
Nochmal NATO-Pipeline, mit anderen Gesichtspunkten
Nochmal NATO-Pipeline, mit anderen Gesichtspunkten
Rein Fachliches zur NATO Pipeline im anderen Board, hier jetzt mit anderem Hintergrund.
Ein Text
der im Internet herumgeistert (es gibt mehrere URLs), vielleicht kennen ihn schon einige.
Zwischen den Absätzen mit (wirklich anstrengend zu lesenden) ideologischen Phrasen immer mal wieder interessante Details zum NATO Pipeline Netz.
Man muss sich das mal durch den Kopf gehen lassen: Jahrzehntelang stand es 5 vor 12, das ist ja DIE Botschaft von cold-war.de, und einige Leute hatten in ihrer Freizeit nichts besseres zu tun als eine weitere Front aufzumachen und an der Lunte zu zündeln. Vorgestern noch an der Startbahn West Krawalle gemacht, gestern gegen die NATO demonstriert und heute jagen wir mal eine Pipeline in die Luft.
Ja Mensch, das waren noch Zeiten damals!
Und deshalb ... äh ... haben wir uns dazu entschlossen, heute ... äh ... eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, ... äh ... über Grenzübergangspunkte der DDR ... äh ... auszureisen. G.Schabowski, 9.11.1989
anstrengend - wohl wahr! "Nato-Kz" bitte what the hell soll denn das sein, Stammheim etwa?
Aber die Infos sind nicht schlecht! Und noch dazu direkt vor meiner Haustür. Ich muss ja nachgerade blind sein. Gelobe mal mit der Kamera einen kleinen Streifzug zu machen, von wegen Unterquerung A5 bei Gräfenhausen, Schieber bei Mörfelden usw
So am Rande, Ausschnitt aus dem Vorwort zu meinem neuen Buch (noch nicht fertig).
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Gerade Letztere Bautätigkeit, die Anfang der Achtziger einen Höhepunkt hatte führte in Verbindung mit dem Nato Doppelbeschluss zum erwachen der zweiten Welle der Friedensbewegung.
Die Friedensbewegung sorgte dafür, dass diese bislang meist im Verborgenen ablaufenden Bautätigkeiten und militärischen Vorbereitungen Thema der Medien wurden und die Bevölkerung den Hauch einer Ahnung davon bekam, was eigentlich vor ihrer Haustür geschah.
Allerdings wurde auch ein erkleckliches Maß an Fehlinformationen verbreitet.
Diese Friedensbewegung der End- 70er und Anfangs- 80er Jahre in wenigen Worten erklären zu wollen ist eigentlich ein zum Scheitern verurteiltes Vorhaben. Die nackte Angst vor dem Atom- oder Chemiewaffentod, Hilf- und Machtlosigkeit gegenüber den Militärs, ein Verbundenheitsgefühl Gleichgesinnter; all das waren sicher Triebfedern.
Gott, das war aber auch spannend. Eine verschworene Gemeinschaft der Friedensbewegten, die Pläne schmiedete und eine Rebellion im kleinen probte, Schilder malte, Mini Demonstrationsrouten plante, Informationsveranstaltungen abhielt. Überhaupt war das informieren der Bevölkerung eine ganz wichtige und essenzielle Angelegenheit.
„ ... Wissen Sie überhaupt, dass unter dem Wasserschlößchen in Hofheim ein Atombunker ist? Der ist für den Bürgermeister, stellen Sie sich das nur mal vor. Die ganzen Kranken im Krankenhaus oben geh‘n kaputt von dem vielen Giftgas und der Bürgermeister sitzt im Bunker ... ".
Zugegebenermaßen hat, zumindest mich, damals mehr die Neuigkeit selbst denn die seriöse Quelle dieser Neuigkeit interessiert. Und als seriöse Quelle galt grundsätzlich alles aus den eigenen Reihen.
Unseriös waren grundsätzlich alle Verlautbarungen von NATO, Bundesregierung, US Army oder Bundeswehr.
Erst viel später stellte sich beispielsweise heraus, dass der Bürgermeister wohl auch am Giftgas kaputtgegangen wäre, da es gar keinen Bunker gab. Vielmehr baute das THW im Keller eine Telefonvermittlung aus, weil „oben" kein Platz mehr war. Aber: Bunker für Bürgermeister hörte sich zuegebenermaßen definitiv irgendwie besser an.
Oder: „Keinen Schutz für die Bonzen... nirgendwo.
Aufzuzeigen, was an Legenden vor 20 oder 25 Jahren und teils bis heute durch die Lande geistert schulden wir auch Millionen von „einfachen" Soldaten, ob Bundeswehr, US oder Nato, die meist grundlos als verantwortungslose Kriegstreiber oder besessene Giftgasfetischisten dargestellt wurden.
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