vielleicht hat der eine oder andere gestern abend die Übertragung des Großen Zapfenstreichs zu 60 Jahre Bw aus Berlin gesehen. Lief z.B. in Phoenix.
Ich halte zwar nicht allzuviel von diesem Spektakel, aber wenn man so etwas in der Öffentlichkeit abzieht, dann sollte es schon Stil haben.
Bei der Veranstaltung gestern war dagegen der Kommandierende des Zapfenstreichs eine einzige Katastrophe.
Er hat genuschelt, hat bei den Kommandos die Hälfte die verschluckt, von einer klaren, tragfähigen Kommandosprache, die man in den guten alten Zeiten jedem Unteroffizier für die Formalausbildung beibrachte, war bei diesem Oberstleutnant aber auch schon gar nichts zu merken.
Auch eine der ehernen Grundregeln der Formalausbildung, die deutliche Trennung von "Ankündigungskommando" und "Ausführungskommando" schien ihm vollkommen unbekannt.
Dann bei der Ehrenformation, die vom Wachbataillon gestellt wurde, zahlreiche Soldaten, die sich mit knapper Mühe noch im "Stillgestanden" aufrecht gehalten haben und offensichtlich an der Grenze der Überforderung standen.
Das Ganze hat mich dann schon sehr an die Blechbüchsenarmee aus der Augsburger Puppenkiste erinnert. Dann ist es besser, solchen nicht zwingend notwendigen Klamauk ganz bleiben zu lassen.
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