Sowjetische Kernwaffenlager

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  • Harry (†)
    In Memoriam
    • 14.07.2005
    • 1232

    #1

    Sowjetische Kernwaffenlager

    Mal ne Frage... waren die Kernwaffen Depots der Sowjets in den 60ern auch so "lax" gesichert wie die unsrigen, und erst später "richtig"?
    --------------------------------
    Der liebe Harry
  • Geograph
    Wallmeister
    • 10.05.2006
    • 7495

    #2
    Sonderwaffenlager der sowjetischen Luftstreitkräfte

    … wie die unsrigen …
    Harry, hast Du vielleicht noch etwas im Garten versteckt?

    Mit stilisiertem Eisernen Kreuz?




    Habe gerade was zum Bereich »Sowjetische Fliegerkräfte« und Sonderwaffenlager gefunden; vielleicht bringt uns das etwas weiter:

    "Seitdem in den 50er Jahren vermehrt sog. Sonderwaffen (ABC-Waffen) verfügbar wurden, beschäftigte sich die damalige GSTD […] intensiv mit der »allseitigen Beherrschung der atomaren Waffen und der Verteidigungsmittel gegen dieselben«. Im Bedarfsfall sollten diese auch auf den Flugplätzen der sowjetischen Luftstreitkräfte in Ostdeutschland gelagert werden können. Überwiegend zeichneten sich die Sonderwaffenlager – insbesondere seit Beginn der 70er Jahre – durch erhöhte Schutzeigenschaften aus. Derartige Lagerstätten wurden fortan unter der Code-Bezeichnung »GRANIT« geführt. […] Sonderwaffenlager […] wurd Doppelzäune, Sicherheitsstreifen und vielfach auch durch Lichtanlagen gesichert. […]
    Zur sachgerechten Unterbringung der Waffensysteme wurden die »GRANIT«-Komplexe mit einer Belüftungsanlage, einem Wasser- und Heizsystem, Mitteln zum Trocknen der Luft, einem Beleuchtungsnetz und Erdungssystem sowie Hebemitteln – die im Innern der Anlage montiert waren – ausgerüstet. Eine Variante war darüber hinaus auch mit einer Krananlage unmittelbar vor dem Eingangsbereich versehen. Um auch diese vor neugierigen Blicken (aus der Luft) zu schützen, waren diese mit Tarnnetzen zu überspannen.
    Ein zweiter, sog. »GRANIT-2«-Komplex, besitzt im Unterschied zum »GRANIT« größere Abmessungen. Eingelagerte Technik konnte hier zweireihig gestellt werden."

    _________
    ► Quelle: Lutz Freund; Sowjetische Fliegerkräfte Deutschland 1945–1994. Band 4 (»Ergänzungsband«); Diepholz 2000; S. 26.



    • überwiegend?

    • … seit Beginn der 70er Jahre …


    .
    sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

    Kommentar

    • unkissedfrog
      Rekrut
      • 18.05.2007
      • 27

      #3
      Zitat von Geograph Beitrag anzeigen
      • überwiegend?

      • … seit Beginn der 70er Jahre …


      .
      Klingt ja richtig vertrauenserweckend...
      Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen, wohl aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen (Albert Einstein)

      Kommentar

      • Geograph
        Wallmeister
        • 10.05.2006
        • 7495

        #4
        Sicherheit und Sonderwaffenlager …

        • überwiegend?

        • … seit Beginn der 70er Jahre …
        Klingt ja richtig vertrauenserweckend...

        Naja, Harry schrieb ja auch so etwas ähnliches auf westlicher Seite:
        ... waren die Kernwaffen Depots der Sowjets in den 60ern auch so "lax" gesichert wie die unsrigen, und erst später "richtig"?

        1950er-/1960er-Jahre: »Pulverfass Europa« — oder besser »Atomfass Europa« in Punkto Sicherheit …

        .
        sigpic_G.E.O.G.R.A.P.H

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        • B206
          Cold Warrior
          • 12.07.2007
          • 383

          #5
          Zitat von Geograph Beitrag anzeigen
          Harry, hast Du vielleicht noch etwas im Garten versteckt?

          Mit stilisiertem Eisernen Kreuz?




          Habe gerade was zum Bereich »Sowjetische Fliegerkräfte« und Sonderwaffenlager gefunden; vielleicht bringt uns das etwas weiter:

          "Seitdem in den 50er Jahren vermehrt sog. Sonderwaffen (ABC-Waffen) verfügbar wurden, beschäftigte sich die damalige GSTD […] intensiv mit der »allseitigen Beherrschung der atomaren Waffen und der Verteidigungsmittel gegen dieselben«. Im Bedarfsfall sollten diese auch auf den Flugplätzen der sowjetischen Luftstreitkräfte in Ostdeutschland gelagert werden können. Überwiegend zeichneten sich die Sonderwaffenlager – insbesondere seit Beginn der 70er Jahre – durch erhöhte Schutzeigenschaften aus. Derartige Lagerstätten wurden fortan unter der Code-Bezeichnung »GRANIT« geführt. […] Sonderwaffenlager […] wurd Doppelzäune, Sicherheitsstreifen und vielfach auch durch Lichtanlagen gesichert. […]
          Zur sachgerechten Unterbringung der Waffensysteme wurden die »GRANIT«-Komplexe mit einer Belüftungsanlage, einem Wasser- und Heizsystem, Mitteln zum Trocknen der Luft, einem Beleuchtungsnetz und Erdungssystem sowie Hebemitteln – die im Innern der Anlage montiert waren – ausgerüstet. Eine Variante war darüber hinaus auch mit einer Krananlage unmittelbar vor dem Eingangsbereich versehen. Um auch diese vor neugierigen Blicken (aus der Luft) zu schützen, waren diese mit Tarnnetzen zu überspannen.
          Ein zweiter, sog. »GRANIT-2«-Komplex, besitzt im Unterschied zum »GRANIT« größere Abmessungen. Eingelagerte Technik konnte hier zweireihig gestellt werden."

          _________
          ► Quelle: Lutz Freund; Sowjetische Fliegerkräfte Deutschland 1945–1994. Band 4 (»Ergänzungsband«); Diepholz 2000; S. 26.



          • überwiegend?

          • … seit Beginn der 70er Jahre …


          .
          Erschienen im Jahr 2000? Ist ja schon recht veraltet!

          Anfang September erscheint die FliegerRevue Extra Nummer 22, das Titelthema: Sowjetische A-Bomben in Osteuropa...............

          Alle Fragen zum Thema werden darin beantwortet!

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          • Jerry
            Rekrut
            • 27.08.2008
            • 4

            #6
            "Seitdem in den 50er Jahren vermehrt sog. Sonderwaffen (ABC-Waffen) verfügbar wurden, beschäftigte sich die damalige GSTD […] intensiv mit der »allseitigen Beherrschung der atomaren Waffen und der Verteidigungsmittel gegen dieselben«. Im Bedarfsfall sollten diese auch auf den Flugplätzen der sowjetischen Luftstreitkräfte in Ostdeutschland gelagert werden können. Überwiegend zeichneten sich die Sonderwaffenlager – insbesondere seit Beginn der 70er Jahre – durch erhöhte Schutzeigenschaften aus. Derartige Lagerstätten wurden fortan unter der Code-Bezeichnung »GRANIT« geführt. […] Sonderwaffenlager […] wurd Doppelzäune, Sicherheitsstreifen und vielfach auch durch Lichtanlagen gesichert. […]
            Zur sachgerechten Unterbringung der Waffensysteme wurden die »GRANIT«-Komplexe mit einer Belüftungsanlage, einem Wasser- und Heizsystem, Mitteln zum Trocknen der Luft, einem Beleuchtungsnetz und Erdungssystem sowie Hebemitteln – die im Innern der Anlage montiert waren – ausgerüstet. Eine Variante war darüber hinaus auch mit einer Krananlage unmittelbar vor dem Eingangsbereich versehen. Um auch diese vor neugierigen Blicken (aus der Luft) zu schützen, waren diese mit Tarnnetzen zu überspannen.
            Ein zweiter, sog. »GRANIT-2«-Komplex, besitzt im Unterschied zum »GRANIT« größere Abmessungen. Eingelagerte Technik konnte hier zweireihig gestellt werden."
            _________
            Dies kann ich bestätigen...
            ich habe erst kürzlich ein sowjetisches Depot auf Boden eines früheren Warschauer Pakt-Staates mit Zeitzeugen besucht.
            In dieser Einrichtung waren SS-20 Mittelstreckenraketen auf Trägerfahrzeugen gelagert.

            Diese Objekte waren völlig autark mit eigenem oberirdischen Atombunker.
            Dementsprechend waren diese Einrichtungen auch mit einem großen Sicherheitsbereich versehen und speziell gesichert.
            Zudem durfe die Besatzung des Bunkers/Depots nur selten dieses verlassen.







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            • B206
              Cold Warrior
              • 12.07.2007
              • 383

              #7
              Dies kann ich bestätigen...
              ich habe erst kürzlich ein sowjetisches Depot auf Boden eines früheren Warschauer Pakt-Staates mit Zeitzeugen besucht.
              In dieser Einrichtung waren SS-20 Mittelstreckenraketen auf Trägerfahrzeugen gelagert.

              Diese Objekte waren völlig autark mit eigenem oberirdischen Atombunker.
              Dementsprechend waren diese Einrichtungen auch mit einem großen Sicherheitsbereich versehen und speziell gesichert.
              Zudem durfe die Besatzung des Bunkers/Depots nur selten dieses verlassen.
              Hallo Jerry,
              was kannst Du bestätigen?
              Unabhängig davon zeigen die Bilder kein Lager für SS-20 sondern den Kommandopunkt der sowjetischen Luftverteidigung in der CSSR. Hat also mit dem Thema nichts zu tun. Habe eine Bildergalerie gefunden die das selbe Objekt zeigen: http://forum.hidden-places.de/galler...ry.php/cat/984

              Kommentar

              • Jerry
                Rekrut
                • 27.08.2008
                • 4

                #8
                Hallo Jerry,
                was kannst Du bestätigen?
                Die Maßnahmen die angewandt worden sind um das Objekt zu sichern, wurden mir genau so von Zeitzeugen geschildert, wie sie auch im obigen Text standen.

                Was die Verwendung des Areals betrifft, kann ich mich nur auf Aussagen stützen, die mir gegenüber gemacht wurden.

                Bitte vielmals um Entschuldigung hier das falsche Thema aufgegriffen zu haben.
                Wollte nur helfen und meinen Beitrag zu dieser Community leisten.

                Was weisst du über das Gebiet bzw. diese Einrichtung? Bin über jede Information dankbar und lass mich gerne belehren.

                eventuell PM?

                Kommentar

                • B206
                  Cold Warrior
                  • 12.07.2007
                  • 383

                  #9
                  wurden mir genau so von Zeitzeugen geschildert
                  Lass mal hören!

                  Was die Verwendung des Areals betrifft, kann ich mich nur auf Aussagen stützen, die mir gegenüber gemacht wurden.
                  Wer erzählt den sowas, einheimische Tschechen?

                  CZ: WWS ZGW Mordova Rokle ist ja der Name der Bildergalerie bei hidden-places, übersetzen kann man das so: Luftstreitkräfte der Zentralgruppe in der CSSR Mordova Rokle.
                  Den Führungssaal für Darstellung der Luftlage hast du ja schon auf Deinem letztem Bild gezeigt.

                  Ansonsten noch dieser Link zum Buch Rote Plätze: http://www.aerolit.de/index.php?id=15
                  Das Buch stellt keine Zusammenfassung der früheren Publikationsreihe »Sowjetische Fliegerkräfte Deutschland« dar! Nach rund 10 Jahren waren die drei Bände nicht mehr auf dem Stand der Recherche und daher inhaltlich überholt. Tausende von Details sind jetzt zum ersten Mal in »Rote Plätze« veröffentlicht. Auch erarbeiten die Autoren neue Kapitel, u. a. das Land hinter Oder und Neiße, die Ostprovinzen.

                  Kommentar

                  • B206
                    Cold Warrior
                    • 12.07.2007
                    • 383

                    #10
                    Zitat von B206 Beitrag anzeigen
                    Erschienen im Jahr 2000? Ist ja schon recht veraltet!

                    Anfang September erscheint die FliegerRevue Extra Nummer 22, das Titelthema: Sowjetische A-Bomben in Osteuropa...............

                    Alle Fragen zum Thema werden darin beantwortet!
                    Kann man auch hier nachlesen:
                    Das ist die Geschichte des geheimnisumwitterten Abfangjägers , der ab 1968 in der Modifikation MiG-25P den sowjetischen Luftstreitkräften z...


                    In der letzten Fliegerrevue-Extra 21 auf der vorletzten Umschlagseite wird ein Artikel angekündigt der das Thema behandeln sollte. Soweit ich das richtig interpretiere um die sowjetischen Atombomben in Osteuropa im Kalten Krieg. Da spielt die MiG-25 eine nicht ganz unwichtige Rolle. Der Link für diese Ausgabe Nummer 22 wäre dieser hier, sobald die Ausgabe in wenigen Tagen erhältlich ist sollte dieser auch arbeiten: http://www.fliegerrevue.de/fr_extra.asp?PG=173

                    Kommentar

                    • B206
                      Cold Warrior
                      • 12.07.2007
                      • 383

                      #11
                      Sowjetische Atombomben in Osteuropa

                      Heute habe ich die Fliegerrevue Extra 22 endlich im Laden gesehen, Link ist nun auch freigeschaltet:



                      Sowjetische Frontfliegerkräfte in der DDR, in Polen, der C¡SSR und Ungarn verfügten nachweislich über Kernwaffen. Umfassend aufgedeckt wird diese Facette des Kalten Krieges. Sie zeigt, dass für die UdSSR die nukleare Option zum täglichen Handwerk an der Nahtstelle zur NATO gehörte.
                      Auf 24 Seiten habe ich alleine 70 Bilder usw. gezählt, eine Bestellmöglichkeit kann man hier finden: http://shop.strato.de/epages/6126160...6/Products/245

                      Preis 12,80 Euro ....
                      Angehängte Dateien
                      Zuletzt geändert von B206; 05.09.2008, 17:19. Grund: anhang

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                      • B206
                        Cold Warrior
                        • 12.07.2007
                        • 383

                        #12
                        Zu den Quellen http://www.nva-forum.de/nva-board/in...0&#entry240354

                        Zu den verwendeten Quellen - die über das genannte Forum hinausgehen - wäre anzumerken das einige davon hoffentlich lesbar und verständlich direkt im Text genannt wurden. Soweit möglich, wurde darauf Wert gelegt die Aussagen in Form von Originalzitaten zu erhalten. Dabei ließ es sich nicht vermeiden direkt in die Zitat Anmerkungen einfließen zu lassen. Das könnte das lesen dieser Zitate etwas erschweren.

                        Konkret werden bezüglich der Quellen meine ich die im Internet zugänglichen Bestände von CIA, USMLM sowie der EDH Zürich.
                        Bei letzterem kann von einem Zitat allerdings keine Rede mehr sein. Hierbei meine ich ein Dokument das in ungarischer Sprache vorlag und dann in englisch für die breite Nutzerschaft zugänglich wurde. Leider ist die Übersetzung nicht so ganz zufriedenstellend wie jeder nach Auswertung eben jenes Dokumentes leidlich feststellen muss. So ist man gezwungen sich auch noch mit der ungarischen Spache auseinanderzusetzen wenn man es genau wissen will. Auch das eigentliche Originaldokument von 1965 weisst Inhalte auf die in der extra-22 erweitert und präzisiert wurden.

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                        • B206
                          Cold Warrior
                          • 12.07.2007
                          • 383

                          #13
                          Linksammlung gefunden: http://www.mig-21.de/banner.htm#de

                          Kommentar

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