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Eine Brücke über die Enns: https://maps.app.goo.gl/y2f9GXFWKQCEkYhWA
Ich würde sagen:
Diese Brücke ist wohl das ultimative Lehrbuch Beispiel, wenn es um die Zuordnung von Sperranlagen geht....
Diese Brücke könnte von der Bauart auch schon vor dem 1 Weltkrieg entstanden sein... (ich bin natürlich weder Ingenieur, noch Brücken-Historiker)
Diese Brücke war zu allen Zeiten eine interessante Sperrstelle....
1. Vor dem Ersten Weltkrieg bzw. schon immer, als Sperre gegen Deutschland....
2. Im 2 Weltkrieg möglicherweise eine Sperre der Wehrmacht gegen die Amerikaner...
3. Bis 10 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg war die Enns an dieser Stelle, der Grenzfluss zwischen der amerikanischen und russischen Besatzungszone
4. Im Kalten Krieg könnte diese Sperre möglicherweise gegen in Deutschland einmarschierte Warschauer Packt Truppen gedient haben....
Ein wirklich schönes Beispiel, wie schwierig es sein kann, Sperranlagen zeitlich einzuordnen....
Zuletzt geändert von Kaepten Kaos; 16.11.2021, 00:58.
Eine Brücke über die Enns:
Diese Brücke war zu allen Zeiten eine interessante Sperrstelle....
1. Vor dem Ersten Weltkrieg bzw. schon immer, als Sperre gegen Deutschland....
Der letzte Krieg Österreichs gegen einen deutschen Staat war 1866 (gegen Preußen). Danach war das Deutsche Reich bis 1918 der einzige Verbündete Österreich-Ungarns. Nachdem ersten Weltkrieg hätte sich Rest-Österreich lange Zeit am liebsten Deutschland angeschlossen, wenn dies nicht von Alliierten des Ersten Weltkriegs in den Pariser Vorortverträgen unterbunden worden wäre. Warum sollte also hier eine Sperrstelle gegen deutsche Truppen vorgesehen gewesen sein?
Der letzte Krieg Österreichs gegen einen deutschen Staat war 1866 (gegen Preußen). Danach war das Deutsche Reich bis 1918 der einzige Verbündete Österreich-Ungarns. Nachdem ersten Weltkrieg hätte sich Rest-Österreich lange Zeit am liebsten Deutschland angeschlossen, wenn dies nicht von Alliierten des Ersten Weltkriegs in den Pariser Vorortverträgen unterbunden worden wäre. Warum sollte also hier eine Sperrstelle gegen deutsche Truppen vorgesehen gewesen sein?
Da hast du absolut recht...
Halte ich auch für eher unwahrscheinlich....
Da will ich auch nicht lange widersprechen, da ich weder Militärhistoriker noch Militärstratege bin...
Ich bin hauptsächlich Technik begeistert....
Es ging mir in erster Linie darum aufzuzeigen, wie schwierig die zeitliche Einordnung bei Brückensperren ist...
(zumindest für mich)
Diese Brücke ist nach meiner Einschätzung ein gutes Beispiel dafür....
Ohne weitere Hintergrundinformationen und weitere Recherchen wird man hier nie abschließend beurteilen können, wann die Sperre eingebaut wurde und wie lange die Sperre in Gebrauch war....
Gerade bei dem Thema Sperranlagen Ausland...
Bei Bundeswehr Brückensperren ist das sicherlich einfacher.
Die Bundeswehr hätte hier in den allermeisten Fällen mit standardisieren Halteschienen für Schneidladungen gearbeitet... Diese Halteschienen wurden erst nach dem 2 Weltkrieg verwendet und nach meinem Wissen auch nur von der Bundeswehr...
Bei dieser Brücke wäre der Überbau durch "Abscheren" des Brückenbogens und durch "Aufspreitzen" + "Abscheren" der schrägen Stahlträger "herausgeschnitten" worden.....
Das dürften beides Techniken sein die bereits vor dem Ersten Weltkrieg bekannt waren.....
Zuletzt geändert von Kaepten Kaos; 17.11.2021, 01:22.
Grund: Rechtschreibung....
Die Bundeswehr hätte hier in den allermeisten Fällen mit standardisieren Halteschienen für Schneidladungen gearbeitet... Diese Halteschienen wurden erst nach dem 2 Weltkrieg verwendet und nach meinem Wissen auch nur von der Bundeswehr...
Bei dieser Brücke wäre der Überbau durch "Abscheren" des Brückenbogens und durch "Aufspreitzen" + "Abscheren" der schrägen Stahlträger "herausgeschnitten" worden.....
Das dürften beides Techniken sein die bereits vor dem Ersten Weltkrieg bekannt waren.....
Nach meinem Kenntnisstand gab es Schneidladungen erst im Zweiten Weltkrieg. Das "Abscheren" usw. mit versetzten Sprengladungen war dagegen schon sehr lange bekannt. Problematisch war hier, das die beiden Ladungen exakt zum gleichen Zeitpunkt zünden mussten. Da aber normale Zündschnur immer gewisse Abweichungen im Abbrandverhalten hat, war es selbst bei gleichlangen und gleichzeitig gezündeten Zündschnüren nicht immer garantiert, dass beiden Ladung gleichzeitig explodierten. Erst mit der Entwicklung der Sprengschnur mit einer Detonationsgeschwindigkeit von 6500 m/s konnte dieses Problem gelöst werden, da man jetzt beide Ladungen mit Sprengschnur verband (siehe beigefügte Skizze). Elektrische Zündungen arbeiten lange auch nicht mit der gewünschten Genauigkeit hinsichtlich des Zündzeitpunktes und waren daher auch nicht optimal, um den hier erforderlichen genau gleichen Zündzeitpunkt zu erreichen.
Lange arbeitete man bei solchen Stahlfachwerkbrücken auch mit sog. "Ladungskästen", die an den Sprengstellen in die Brückenträger eingehängt wurden. Die Reichswehr hat bereits Ende der 1920er Jahre sog. "Zerstörungskarten" für Sperrobjekte im gesamten Reichsgebiet anlegen, also Vorläufer der späteren "Sperrhefte" der Bundeswehr. Ich habe mich vor etlichen Jahren für den Raum Hof/Saale (Oberfranken) mit dieser Thematik beschäftigt. Dort waren für drei Brücken im Stadtgebiet insgesamt 83 dieser Ladungskästen eingelagert. Quellen dazu finden sich heute noch im Stadtarchiv Hof (StadtA Hof - A 1315 Öllager / Sprengstoffbunker an der Ascher Straße und Südseite Theresienstein 1935 – 1985).
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