Diese Sendung ist ja eine Kultursendung und in erster Linie ging es um eine Kunstausstellung, die gerade in diesem Bunker zu sehen ist.
Aber es wurden auch viele technische Fakten erwähnt, die ich hier kurz wiedergebe, für die Peoples die diese Sendung nicht gesehen haben.
Der Bunker wurde 1965 in Betrieb genommen als Fernmeldestelle der Bundeswehr und war der Prototyp einer Serie von 32 unterirdischen Fernmeldeposten, mit deren Hilfe die Kommunikation in Deutschland während eines Atomkrieges aufrecht erhalten werden sollte. Jeder dieser Bunker kostete 15 mio DM (damals war das Geld wohl noch etwas mehr wert, dafür gäbe es heute nicht viel mehr als die Baugrube
)Ob auch alle geplanten 32 Bunker letztendlich gebaut wurden, wurde nicht gesagt.
Zu dieser Zeit hätte die gesamte Erde mit den damals vorhanden Atomwaffen 100 mal vernichten werden können.
Die Zahl 100 ist wohl auch mehr so eine aus der Luft gegriffene Hausnummer, aber ob es nun 100 mal oder 50 mal oder 10 mal gewesen ist, spielt nun auch nicht die große Rolle.
Der Bunker liegt 10 Meter unter der Erde (was genau unter dieser Aussage zu verstehen ist, bleibt offen – der Abstand zwischen der Oberseite des Bunkers zur Erdoberfläche oder der Abstand zwischen dem Fußboden des obersten Geschosses zur Erdoberfläche, oder was?) und hat 3 Meter dicke Betonwände. Es gibt ein Dutzend gasdichte Drucksicherungstüren.
In Friedenszeiten waren 10 Leute rund um die Uhr im Bunker tätig. Im Kriegsfall hätten 67 Bundeswehrsoldaten 27 Tage im Bunker überleben können.
Wasserversorgung durch eigenen Brunnen. Die Belüftungsanlage verfügte über einen 'gigantischen' Sandfilter. Es gab eine Eingangsschleuse für kontaminierte Personen (hinter die Wirksamkeit dieser Schleuse wurde allerdings ein großes Fragezeichen gesetzt).
Der Bunker lagert auf einem Kiesbett, um Erschütterungen standzuhalten.
Der Bunker wurde 1996 außer Betrieb gesetzt und sollte mit Wasser geflutet werden; eine Kulturinitiative konnte dies verhindern.
Es wurde die Sinnhaftigkeit dieses Bauwerkes angesprochen. Wenn auf Deutschland die Atombomben niedergegangen wären, hätte man durch dieses Netz von Fernmeldebunkern die Kommunikation in Deutschland noch 27 Tage aufrecht erhalten können. Für wen?? Was machte das für einen Sinn?? Nach 27 Tagen wären die Soldaten im Bunker tot gewesen, und außerhalb der Bunker war schon alles tot und für Jahre unbewohnbar.
Kommentar