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Da ich zu diesem verbunkerten Fernmeldeknoten hier noch nichts gefunden habe, mache ich mal ein neues Thema auf.
Auf einem der letzen Veranstaltungen im Heimatverein Versmold kam ich mit einem Besucher ins Gespräch; es ging um ddas ehemalige Verstärkeramt in Rheda.
Beiläufig erwähnte er, dass es in der Gemeinde Brockhagen südlich von Halle Westf. ebenfalls einen ähnlichen Bau gebe.
Dieser sei aber jüngeren Datums. Den genauen Ort kenne er aber nicht.
Damit war mein Interesse geweckt und ich begann danach zu suchen.
Im Netz hatte ich dann zwei Haupttreffer:
in der regionalen Zeitung, Haller Kreisblatt vom 10.04.2019
Entdeck die besten Wanderungen und Rundwege zum Wandern in der Nähe von Telekommunikationsbunker Steinhagen-Brockhagen in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Plan deine eigene Tour zum Wandern.
Selbst bei geschichtsspuren.de gibt es etwas dazu, allerdings mehr Allgemeinplätze als alles andere.
Kurze Zusammenfassung von der Anlage, die ab sofort auf meiner Wunschliste steht.
Vorher aber noch das wichtigste: Diese Anlage ist in Privatbesitz und nur mit Genehmigung zu betreten! Der genauen Standort wird hier mit Absicht nicht genannt, um die Anlage zu schützen!
Der Fernmeldebunker bei Brockhagen im Birkenvenn
Abseits größerer Bebauung war dort ein verbunkerter Kabelknoten eingerichtet worden. Die Anlage war so geheim gehalten worden, dass sie bis heute fast unbekannt ist. Seit 1993 außer Betrieb, konnte die Anlage erstmals im kleinen Kreise im Jahre 2019 besucht werden. Wie die Bilder von der geführten Besichtigung (siehe Themenaufmacher) zeigen, ist die Anlage teilweise beräumt worden. Aktuell gehört diese einem Landwirt in der näheren Umgebung.
Zur Entstehung und Ausstattung:
Die Anlage wurde zu Beginn der 1970er Jahre gebaut, gleichzeitig mit dem Fernsehturm bei Bielefeld; wohl um den Bedarf der riesigen Mengen an Stahl und Beton geheim zu halten. Wand-, Boden- und Deckenstärke betragen 3 m , darüber sind noch weitere 6 m Erdüberdeckung. Das Bunkerinnere selbst ist in alle Richtungen schwingend gelagert, so dass selbst bei einem Nahtreffer die Anlage hätte weiterarbeiten können. Der Bunker selbst war über mit der für solche Anlagen üblichen unauffälligen Eingangsanlage zu betreten; diese erinnert mehr an ein Gebäude einer Wassergewinnungsanlage. Im Eingangsbereich war im ABC-Fall eine Dekontaminationseinrichtung zu durchlaufen. Luftfilteranlage, einer Notstromanlage mit Dieselmotor auch mit Küche, Sanitär- und Unterkunftsbereich für mindestens 8 Mann Besatzung von Bundespost und BW (12 Betten)eingerichtet. Die Eigenversorgung mit Wasser, Lebensmitteln, Kraft- und weiteren Betriebsstoffen war so ausgelegt, dass die Anlage mehrer Wochen bis monatelang hätte betrieben werden können. Die Frischwassertanks und die Lebensmittellager wären aber erst mit Heraufziehen des Ernstfalles befüllt worden. Für Übungen wurde Wasser kanisterweise abgefüllt verwendet.
In den größten Räumen war der Fernmeldeknoten mit den Schaltschränken, Selbstwähl- und Vermittlungsanlagen sowie Trägerfrequenzanlagen ausgestattet. Ein weiterer Raum war allein für eine großzügig bemessene Pufferbatterie vorgesehen. In dieser Anlage bündelten sich die Fernmeldeleitungen aus ganz OWL, um von dort aus Ferngespräche nicht nur in Deutschland, sondern auch Europa- und Weltweit zu vermitteln. Mittels den Trägerfrequenzanlagen konnten alleine rund 10.000 Gespräche auf einer Ader gleichzeitig geführt werden. Insgesamt lagen über 100.000 Adern im Bunker an den Aufschaltgerüsten an; davon waren auch einige für diverse Bundesbehörden und die Bundeswehr dauernd geschaltet.
Die Fernmeldeleitungen in den Bunker hinein und heraus waren sternförmig angelegt und in mindestens 1m Tiefe verlegt worden; so dass nicht alle Leitungen gleichzeitig hätten zerstört werden können.
Dieser Fernmeldebunker ist einer von vielen, die in Westdeutschland gebaut wurden; über die meisten Anlagen ist immer noch nicht viel bekannt geworden.
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