Bunker der GSSD bei Möhlau

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  • der pda
    Rekrut
    • 28.07.2011
    • 12

    #1

    Bunker der GSSD bei Möhlau

    Ich recherchiere gerade über einen Bunker der GSSD in Möhlau. Es handelt sich vermutlich um einen (Ausweich-) Gefechtsstand. Der Bunker befindet sich hier
    . Die Bilder entsprechen nicht dem Objekt, vermutlich falsche Verlinkung auf der Seite.

    Es handelt sich um einen Bunker mit (Achtung, jetzt nicht auf Fachbegriffe hoffen) einem Hauptsegment in der Mitte, quadratisch, zweietagig, ca. 50x 30m, sowie 3 über Gänge verbundenen Röhrenbauten, jeweils ca. 75x10m, ebenfalls 2 etagig. Vom Hauptzugang aus gesehen gehen zwei der Röhrenbauten jeweils links und rechts ab, das Hauptsegment liegt tiefer, von diesem aus geht eine weitere Röhre ab.

    Kann jemand etwas zu Bunkertyp, Aufgabe, ggf. genauer Bezeichnung, Nutzungszweck, usw. aussagen? Links sind gerne genommen, Prinzipskizze aus dem Kopf hängt an.

    Ich hoffe, ich sammle nicht direkt Rüffel, meine Forensuche war nicht zu umfangreich. Wenn es dazu schon was gibt, gern verlinken.

    Beste Grüße
    Angehängte Dateien
  • ed22ful
    Cold Warrior
    • 01.11.2010
    • 1208

    #2
    Hallo,

    versuch dein Glück mal hier, sehr gute Seite:





    Gruß


    ed
    Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
    Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
    www.ig-area-one.de

    Kommentar

    • ed22ful
      Cold Warrior
      • 01.11.2010
      • 1208

      #3
      Etwas genauer, unter "Möhlau" findet man nichts in der Datenbank, aber unter "Oranienbaum".





      Vielleicht ist es das gesuchte Objekt.
      Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
      Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
      www.ig-area-one.de

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      • der pda
        Rekrut
        • 28.07.2011
        • 12

        #4
        Hallo Ed.
        Alles was Google so auswirft, hab ich schon abgegrast und auch versucht, bei der Sachsenschiene vielleicht vergleichbare Einrichtungen zu finden. Am ehesten trifft folgendes Objekt zu http://www.sachsenschiene.net/bunker/bun4/bun_366.htm . Leider habe ich noch keinen Grundriss finden können, die Ausmaße sind aber ähnlich. Der Bunkertyp AU-13 trifft nicht zu, die Röhren waren Rundbauten, möglicherweise AU-11 oder AU-16/3.
        Der von mir im Eingangspost erwähnte Link gibt den genauen Ort des Bunkers an. Möhlau ist also die nächstgelegene Ortschaft. Möglicherweise sind Eintragungen in Datenbanken jedoch unter einem anderen Ort vermerkt.

        Zusammenfassend kann ich also sagen:
        - Ort ist bekannt
        - Grundriss ist in etwa bekannt (siehe Anhang)
        - Zweck Gefechtsstand wird vermutet

        Kommentar

        • ed22ful
          Cold Warrior
          • 01.11.2010
          • 1208

          #5
          Leider kann ich da auch nicht wirklich weiterhelfen, da das gebiet der DDR/NVA für mich auch noch ziemliches Neuland ist.

          Jedoch habe ich hier beim groben Suchen kaum was gefunden mit "Möhlau", daher tippte ich auch auf Oranienbaum wegen des Truppenübungsplatzes.

          Eins steht aber fest, es war keine Anlage der Grenztruppen, vielleicht hilft´s beim suchen.

          Ich bleib aber mal dran nebenbei.


          ed
          Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
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          www.ig-area-one.de

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          • der pda
            Rekrut
            • 28.07.2011
            • 12

            #6
            Schönen Dank schonmal für die Mühen.
            Der Bunker wird denke ich russisch gewesen sein, zumindest war es die Beschriftung. Inwiefern die NVA oder andere Truppenteile Einrichtungen russischer Bauart genutzt haben, kann ich nicht sagen.
            Ich vermute außerdem keine Einrichtung der Landstreitkräfte, da die EInrichtungen die ich verglichen habe, alle kleiner waren. Ich würde schätzen, dass der Hauptbau in der Mitte die Führungseinrichtung war, die Nebenröhren einen anderen Zweck hatten.
            Ebenfalls schließe ich Funkstellen oder Schaltstellen aufgrund der Größe aus.
            Ich denke es handelt sich um einen größeren Gefechtsstand, eine Führungsstelle oder Einrichtung einer hohen Kommandoebene.

            Ansonsten würde auch eine Typenübersicht über Bunker russischer Bauart weiter helfen. Grundrisse oder Skizzen. Dann könnte ich mehr sagen.
            Zuletzt geändert von der pda; 18.03.2013, 22:50.

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            • B206
              Cold Warrior
              • 12.07.2007
              • 383

              #7
              Hier der Link zum Objekt aus dem ersten Beitrag:

              Das die Anbauten aus AU-13 sind ist stimmig.
              Zuletzt geändert von B206; 19.03.2013, 18:37.

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              • der pda
                Rekrut
                • 28.07.2011
                • 12

                #8
                Scheint zu passen, zumindest auf den ersten Blick. Was mich allerdings wundert ist, dass der GS mit zwei AU-13 Anbauten angegeben ist. Es sind jedoch drei gewesen. Der Anbau für Tanklager und Feuerlöschanlage ist es nicht gewesen...
                Der Bildervergleich weist jedoch Übereinstimmungen auf.
                Vielen Dank erstmal. Ich vermute, dieses Objekt wird es sein.
                Zuletzt geändert von der pda; 19.03.2013, 20:47.

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                • Keilerdackel
                  Cold Warrior
                  • 06.10.2011
                  • 117

                  #9
                  Zitat von der pda Beitrag anzeigen

                  Kann jemand etwas zu Bunkertyp, Aufgabe, ggf. genauer Bezeichnung, Nutzungszweck, usw. aussagen? Links sind gerne genommen, Prinzipskizze aus dem Kopf hängt an.
                  Hallo zusammen,

                  ohne mich mit Bunkern des ehemaligen Warschauer Paktes auszukennen, hab ich eine Vermutung zur Nutzung des Bunkers.

                  Wenn ich mir die Ausstattung des Bunkers auf den Bildern bei Sperrgebiet.eu ansehe, fallen mir sehr starke Parallelen zu den GSVBW's der Bundeswehr auf. Beispielsweise die vielen Kabeleinführungen. Die Masse der Kabel lässt auf eine Nutzung im Fernmeldebereich schließen; ebenfalls die sehr große, auf dem Bild rückgebaute, Batterieanlage. Gesicherte Gleichspannung in dieser Größenordnung wird von der verbauten Übertragungstechnik unterbrechungsfrei benötigt. Zusätzlich waren ja, wie auf den Bilder zu erkennen, auch noch Netzersatzanlagen eingebaut. Diese findet man auch in "herkömmlichen" Bunkern.

                  Wie gesagt nur eine Vermutung meinerseits.

                  Viele Grüße

                  Michael
                  Zuletzt geändert von Keilerdackel; 19.03.2013, 21:37.

                  Kommentar

                  • der pda
                    Rekrut
                    • 28.07.2011
                    • 12

                    #10
                    @ Keilerdackel: Die GSVBW sind natürlich als Verbindungsstelle des Korpsnetzes bedeutend kleiner. Wir haben einen GSVBW ähnlichen Bunker in der Nähe von Wittenberg besucht http://www.sachsenschiene.net/bunker/bun2/bun_204.htm und vergleichbare Ausmaße an Fernmeldeverbindungen vorgefunden. Diese sind logischerweise kein Selbstzweck, dementsprechend laufen ebendiese Verbindungen in einem Gefechtsstand einer höheren Kommandoebene zusammen, um dort genutzt zu werden. Diese weist dann natürlich die von dir beschriebenen Eigenschaften auf.
                    Beste Grüße
                    Peter

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                    • delta
                      Rekrut
                      • 21.01.2018
                      • 8

                      #11
                      Hallo,

                      im Falle eines Kriegsausbruchs hätte dieser Bunker als GS der 1. Westfront für den sowjetischen Befehlshaber gedient. Wahrscheinlich hätte man diesen GS aus Wünsdorf (Ranet) bezogen. Die Anlage besteht aus einem monolitischen Hauptbauwerk (Maße 36m x 39m, Bau in den 70er Jahren) und zwei 2-Etagigen Bogendeckungen Typ AU-13 für Tecknik und Stab. Vom Hauptbauwerk führt ein Medientunnel in nördliche Richtung, der in einem Notausstieg endet.

                      Für Bogendeckung Tecknik und Bogendeckung Stab sind mit 2 getrennten Zugangstunneln vom GS verbunden. Von der Bogendeckung Technik ist am Ende ein Notausstieg. Ob einer auch für die Bogendeckung Stab existiert, daran kann ich mich nicht mehr genau erinnern. Vom Zugangstunnel der Bogendeckung Stab zweigt noch ein Tunnel ab, der als Hauptzugang vom Stabsgebäude (welches abgerissen ist) diente. Sicherstellung für den technischen Betrieb erfolgte durch die 118. Nachrichtenbrigade die in der benachbarte Kasernenanlage untergebracht war.

                      Im Hauptbauwerk befand sich der zentral gelegene Lagerraum mit 18m x 5m. Anschließend daran, Arbeits- und Aufentaltsräume mit seperater Sanitäreinrichtung für den obersten Befehlshaber. Die Räume hatten gestelzte Fußboden zur Unterbringung diverser Kabel. Die beiden Bogendeckungen (Ausgangsmaße 13m x 66m) wurden Anfang der 80er Jahre nachträglich gebaut.

                      Ich hoffe, ich konnte helfen.

                      Gruß
                      Zuletzt geändert von delta; 22.01.2018, 01:45.

                      Kommentar

                      • Rex Danny
                        Administrator
                        • 12.06.2008
                        • 4327

                        #12
                        Sehr schöne Erläuterung.........aber gibt es auch Bilder hiervon?

                        Bilder plus Erläuterungen sind weitaus verständlicher, zumal sich wohl viele der User hier nicht unbedingt mit den im Osten vorhandenen Örtlichkeiten auskennen (mich eingeschlossen !).

                        Grüße


                        Rex Danny

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                        • B.Man
                          Cold Warrior
                          • 18.05.2013
                          • 112

                          #13
                          Moin

                          Die Anlage wird derzeit wohl zum Abriss oder dauerhaften Verschluss vorbereitet.

                          Ich war aus Sicherheitsgründen kürzlich nur in einer 2. etwas kleineren Anlage auf dem Grundstück.

                          Bestehend aus 2 gegossenen Kopfbauten verbunden mit 2 zweietagig ausgebauten Fertigteilröhren deren Bauart man Granit nennt.

                          Die oben beschriebene Anlage sieht ähnlich aus, nur grösser und mehr kaputt.

                          Das erste was man meist zu sehen bekommt
                          Fahrzeugdeckungen, manchmal 50 Stück, teilweise so gross das man 3 Achser LKW mit Anhänger da hinein bekommt


                          oder man findet das zuerst
                          Trafohäuschen, solche Anlagen brauchen viel Strom


                          Einer der beiden Haupteingänge, diesmal sogar mit Dekontaminationsschleuse, hab ich bei GSSD Bunkern noch nicht oft gesehen


                          Notausgang


                          Raum für ,NVA Sprachgebrauch, Netzersatzanlage = Notstromaggregate


                          Lageraum


                          das selbe aus der ersten Etage gesehen
                          Gruss
                          Andreas

                          Kommentar

                          • B206
                            Cold Warrior
                            • 12.07.2007
                            • 383

                            #14
                            Diese Bilder haben nichts mit der Anlage zu tun im Themennamen. Auch nicht in der gleichen Liegenschaft. Andere Anlage an einem anderen Ort. Welche "Sicherheitsgründe" können einen in so eine Anlage führen? Und welche Merkmale führten zur Aussage Verschluss oder Abriss?

                            Kommentar

                            • B.Man
                              Cold Warrior
                              • 18.05.2013
                              • 112

                              #15
                              Kannst du eigentlich auch etwas beitragen ausser klug zu scheissen ?
                              Gruss
                              Andreas

                              Kommentar

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