Taktischer Aufbau militärischer Flugplätze

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  • dochol
    Cold Warrior
    • 18.05.2009
    • 629

    #1

    Taktischer Aufbau militärischer Flugplätze

    Hallo,

    bei der Durchsicht mehrerer (ca. 25) genutzter und auch mitlerweile nicht mehr genutzter militärischer Flugplätze (mit Strahlflugzeugen benutzbar, keine Heliports) ist mir aufgefallen, dass die Start- und Landebahnen oftmals von West nach Ost grob oder genau ausgerichtet waren, sofern dies nach Gelände vor Ort möglich ist.
    Hatte dies den Sinn, aufsteigende Flugzeuge direkt gen Osten zu schicken, oder ist das purer Zufall, oder etwa anderen Umständen in Mitteleuropa geschuldet (vorherschende Windrichtung o.ä.)?
    Da bei einigen Flugfeldern keine QRA mehr erkennbar ist oder vorhanden war, konnte ich keinen Zusammenhang zwischen Lage der QRA und Ausrichtung der Bahn entdecken. Abgesehen davon, dass die QRA immer am Ende der Bahn liegt, hätte ich den Eindruck, dass die Shelter tendentiell eher am östlichen Ende der Bahn lagen, ein Start also Richtung Westen erfolgen musste.
    Die Angaben sind gefühlmäßig und nicht statistisch aufbereitet.
    Vornutzung durch die Wehrmacht habe ich in den Überlegungen nicht berücksichtigt.
    Wer kann weiterhelfen oder die Vermutungen untermauern?

    Gruß
  • suedbaden
    Cold Warrior
    • 06.01.2008
    • 296

    #2
    Start- und Landebahnen werden nicht nur auf militärischen Flugplätzen, sondern auch bei zivilen möglichst in Ost-West-Richtung errichtet. Der Grund dafür ist, dass Flugzeuge möglichst in den Wind starten und landen sollten (also entgegen der Windrichtung) und in Mitteleuropa Westwinde vorherrschen. Bei einer Nord-Süd-Ausrichtung kommt der Wind häufiger von querab, was Starts und Landungen nicht unmöglich macht, aber erschwert.

    Dass die QRAs dann tendenziell eher am östlichen Ende der Startbahn liegen, könnte auch damit zu tun haben, aber das ist jetzt Spekulation.

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    • B206
      Cold Warrior
      • 12.07.2007
      • 383

      #3
      Zitat von dochol Beitrag anzeigen
      Hatte dies den Sinn, aufsteigende Flugzeuge direkt gen Osten zu schicken, oder ist das purer Zufall, oder etwa anderen Umständen in Mitteleuropa geschuldet (vorherschende Windrichtung o.ä.)?
      Da zumeist Westwinde in Mitteleuropa vorherrschen ist der Grund das sich die QRAs zumeist am östlichen Ende der SLBs befinden.

      Kommentar

      • Scaleon
        Cold Warrior
        • 24.01.2009
        • 160

        #4
        Zitat von B206 Beitrag anzeigen
        Da zumeist Westwinde in Mitteleuropa vorherrschen ist der Grund das sich die QRAs zumeist am östlichen Ende der SLBs befinden.
        Meteorologische Gründe (Hauptwindrichtung / Westwinde, etc), spielten zur Lage einer QRA-Nuklear keine Rolle. So lag z.B. die QRA-N in Memmingen nicht am östlichen-, sondern am westlichen Ende der RWY. Ausschlaggebend für die Positionierung einer QRA-N waren vielmehr operationelle Punkte, insbesondere die Sicherstellung eines sofortigen Take-Off's über einen möglichst kurzen Rollweg zur Startbahn. Darüberhinaus funktionierte eine QRA-N über ... Tage hinweg völlig autark; sprich vom Rest des Geschwaders komplett abgetrennt. Hierzu wurde der separate QRA-Bunker, sowie weitere, nuklear-relevante Einrichtungen verbaut.

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        • B206
          Cold Warrior
          • 12.07.2007
          • 383

          #5
          Ich dachte es ginge jetzt um das QRA-I, auch wenn es eingangs nicht expliziet geschrieben stand ...

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