Das Kommando Spezialkräfte

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  • DeltaEcho80
    Cold Warrior
    • 09.03.2013
    • 1711

    #61
    Das ganze Thema "Materialbewirtschaftung im KSK" nimmt immer eigenartigere Züge an.

    Lt. Bericht der "Taskforce" lagert das KSK nur einen (sehr) geringen Teil der Munition am Standort Calw direkt. Der Großteil der Munition (ca. 2 Mio Einzelartikel) werde in einem etwas weiter weg gelegenen Depot gelagert (wird namentlich nicht genannt). Dieses Depot wurde bereits in der Vergangenheit bei den Übergaben an einen neuen Kommandeur (nicht erst an BG Kreitmayr) und dessen jeweiliger Bestandsaufnahme außen vor gelassen. Man hat ihm gemeldet, dass "am Standort Calw" alles in Ordnung sei.

    Ebenso haben anscheinend neu auf die Dienstposten in der Materialbewirtschaftung zu versetzten Soldaten schon die fehlerbehafteten Vorgehensweisen "gelernt".

    Die Frage ist für mich, wer dann für die ganze Malaise verantwortlich ist...

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    • Nemere
      Cold Warrior
      • 12.06.2008
      • 2835

      #62
      Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
      Der Großteil der Munition (ca. 2 Mio Einzelartikel) werde in einem etwas weiter weg gelegenen Depot gelagert (wird namentlich nicht genannt).
      Es geht um das Depot Wermutshausen (wird inzwischen im Bericht von "augengeradeaus" genannt). Wermutshausen liegt bei Niederstetten, in einem Seitental der Tauber, "nur" 150 km von Calw entfernt. Ist natürlich optimal für die Dienstaufsicht, wenn das soweit vom Schuß ist.

      Bezeichnend finde ich auch folgende Sätze in dem Bericht: "Es ist allerdings für die weit in der Vergangenheit liegenden Ereignisse zwischenzeitlich nicht mehr möglich, die in Betracht kommenden Sachverhalte nach Zeit, Ort und handelnden Personen so herauszudestillieren und abzugrenzen, dass sich mit ihnen der Nachweis von Dienstvergehen führen lässt. Problematisch ist dabei insbesondere, dass die Dokumentation in der Munitionsbewirtschaftung im betrachteten Zeitraum objektiv betrachtet kaum Anhaltspunkte für Fehlverhalten aufweist und eine diese Papierlage wiederlegende Wahrheitsfindung, durch Zeugenaussagen oder andere Beweismitteln [sic] für Einzelsachverhalte die vier oder mehr Jahre zurückliegen, kaum erreicht werden kann."
      Damit hat man schon eine Brücke gebaut, damit das ganze im Sande verläuft: Die Schuldigen können nicht mehr festgestellt werden, damit ist kein Nachweis eines Dienstvergehens und deswegen auch kein Disziplinarverfahren und wahrscheinlich auch kein Strafverfahren mehr möglich. Damit wird doch deutlich ausgedrückt, das überhaupt kein Interesse an einer Aufklärung besteht.
      Bleibt nur zu hoffen, das die Staatsanwaltschaft und evtl. auch der Wehrdisziplinaranwalt das anderes sehen und trotzdem weiter ermitteln.
      Das hat alles auch nichts mehr mit Korpsgeist zu tun, das ist einfach Schlamperei. Das kommt alles davon, wenn man solchen selbst ernannten oder von der Führung hochgejubelten Elitetruppen nicht genauso auf die Finger schaut, wie es bei "normalen" Einheiten hoffentlich der Fall ist.

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      • kato
        Cold Warrior
        • 03.03.2009
        • 870

        #63
        Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
        Es geht um das Depot Wermutshausen (wird inzwischen im Bericht von "augengeradeaus" genannt). Wermutshausen liegt bei Niederstetten, in einem Seitental der Tauber, "nur" 150 km von Calw entfernt. Ist natürlich optimal für die Dienstaufsicht, wenn das soweit vom Schuß ist.
        Wobei es aber halt in ganz Südwestdeutschland nur noch zwei Munitionslager gibt - Wermutshausen (120 km von Calw) und Setzingen (100 km von Calw). Köppern - im Taunus - wäre danach das nächste. Und bei Wermutshausen ist zumindest die SOCC-Kompanie in Hardheim relativ nah (... 40 km), die ja vor der ganzen Misere mal mit schon festem Zeitplan dem KSK angegliedert werden sollte.

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        • DeltaEcho80
          Cold Warrior
          • 09.03.2013
          • 1711

          #64
          Neueste Infos vom 03.03.2021:



          In den Kommentaren wird ein interessanter Umstand genannt: Die Generale Vollmer und Zorn waren Kommandeure der DSK, General Mais (jetziger InspH) war Chef des Stabes.
          Ich werte das nicht, aber der Kommentator bei Wiegold will hier einen "Zusammenhang" erkennen...

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          • Hoover
            Cold Warrior
            • 19.12.2013
            • 601

            #65
            Ich kann es nicht glauben. fast 60.000 Schuss fehlen, bei einer fragwürdigen Anmestieaktion tauchen 47.000 Schuss wieder auf, und keiner will es gewesen sein, keiner weiß etwas und wie es aussieht wird auch nichts passieren.

            Am Betsen die Kommentare in einigen Bw-Foren, wo sinngemäß gesagt wird: Hey, das ist Elite, die holen für uns den Dreck aus dem Feuer, die kann man jetzt nicht mit solchem Kleinkram kommen. Das muss man verstehen! Toll auch der Herr Vorsitzende des Bw-Verbandes. Mit der Drohung, dass, wenn es im KSK personelle Konsequenzen gäbe, würden in der Politik weitere Köpfe rollen und die Motivation weiter sinken, muss man sich und ihn mal fragen, wofür er steht.

            Das KSK hat im Freidensbetrieb im Lande die genau gleichen Vorschriften zu befolgen, wie der Gefreite im Nachschubbataillon. Der Verbrauch von Munition ist nachzuweisen. Sogar bei der Vorausbildung zum 1. KFOR (was echt ein kleines Chaos war bei uns) konnten wir jeden Schuss ManMun nachweisen, und ich möchte behaupten, dass meine Schießkladden immer stimmten und jeder Prüfung standhielten. Hier im KSK simmt etwas systemisch nicht, und der Verantworltiche dafür ist der Kommandeur. Gab es keine Dinestaufsicht, keine Kontrollen, keine Bestandsabgleiche?

            Ich bin echt erschrocken über diese geballte Unfähigkeit, die sich da auftut.
            "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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            • Nemere
              Cold Warrior
              • 12.06.2008
              • 2835

              #66
              Zitat von Hoover Beitrag anzeigen
              Das KSK hat im Freidensbetrieb im Lande die genau gleichen Vorschriften zu befolgen, wie der Gefreite im Nachschubbataillon. Der Verbrauch von Munition ist nachzuweisen.
              Du hast natürlich vollkommen recht. ABER - es war noch nie auszuschließen, das der einzelne Schütze sich einige Schuß Munition abgezweigt hat. Natürlich hatte er sich damit auch schon immer strafbar gemacht (Unterschlagung, Verstoss gegen Waffengesetz, evtl. KWKG usw.).

              Denk mal an ein Gefechtsschießen bei Nacht. Keine Aufsicht kann kontrollieren, ob der G-3 Schütze seine 20 Schuß wirklich abgefeuert hat oder ob er vielleicht 2 Schuß schon vor dem Teilladen aus dem Magazin hat verschwinden lassen. Noch weniger war das beim MG zu kontrollieren, ob da jetzt 50 oder vielleicht nur 44 Schuß abgefeuert wurden, konnte niemand feststellen. Je "gefechtsnaher" so ein Gefechtsschießen läuft, vielleicht noch mit Stellungswechsel oder ähnlichem, um so weniger kann der Sicherheitsgehilfe wirklich mitzählen. Vor allem hat beim Gefechtsschießen nicht unbedingt jeder Schütze eine Aufsicht (Zumindest war das früher so).

              Oder wenn ich an die Personenschutz-Ausbildung bei den Feldjägern denke. Schießen mit der P7 oder der MPi 5 kurz. Da bekam jeder Schütze 100 oder 200 Schuß und die wurden dann als verschossen eingetragen. Gerade beim Schießen aus dem Fahrzeug mit Ausbooten, Magazinwechsel, Stellungswechsel, Evakuierung der Schutzperson und Ausweichen konnte man die Schützen nicht mehr überwachen. Aber zumindest abrechnungstechnisch sollte hinterher alles stimmen.

              Ganz unmöglich ist es natürlich, wenn scharfe Handgranaten, Spreng- und Zündmittel oder meinetwegen Panzerfaustgranaten verschwinden. Bei Übungshandgranaten, Darstellungsmunition wie DM 12 oder Manövermunition sieht es schon wieder anders aus, hier gab es nur den vereinfachten Nachweis, wo man nicht mehr nachweisen musste, welcher Soldat welche Munition bekommen hat.

              Grüße
              Jörg

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              • DeltaEcho80
                Cold Warrior
                • 09.03.2013
                • 1711

                #67
                Zitat von Hoover Beitrag anzeigen

                Toll auch der Herr Vorsitzende des Bw-Verbandes. Mit der Drohung, dass, wenn es im KSK personelle Konsequenzen gäbe, würden in der Politik weitere Köpfe rollen und die Motivation weiter sinken, muss man sich und ihn mal fragen, wofür er steht.
                Über diesen Menschen - Herrn W. - werde ich mich hier definitiv nicht auslassen. Ich habe ihn in Mellrichstadt als Leutnant / Oberleutnant erleben "müssen". Seine Menschenführung bestand aus Blut, Schweiß, Tränen und purer Angst...

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                • Hoover
                  Cold Warrior
                  • 19.12.2013
                  • 601

                  #68
                  Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
                  Du hast natürlich vollkommen recht. ABER - es war noch nie auszuschließen, das der einzelne Schütze sich einige Schuß Munition abgezweigt hat. Natürlich hatte er sich damit auch schon immer strafbar gemacht (Unterschlagung, Verstoss gegen Waffengesetz, evtl. KWKG usw.).
                  g
                  Ja, das gab es sicher immmer schon. Aber nicht in diesen Mengen. 60.000 Schuss, das nehmen sich ein paar Landser nicht beim Nachtschießen weg. Das sind ganze Kisten. Und am Ende jeder Ausbildung (auch beim KSK) muss der Leitende nach dem Vorhandensein von Munition und Munitionsteilen fragen. Ich hatte auch mal Munition in meinen Sturm- und Drangtagen weggesteckt, gerade in Hammelburg oder bei den langen Übungspatzaufenthalten mit ganztägigen Gefechtsschießen war das möglich. Die Mun haben wir dann entsorgt, als es Ärger bei einem Kameraden gab. Und Manövermun wurde in den 1990ern Kistenweise ausgegeben mit dem Hinweis, nichts mehr mitzubringen. (Spruch meines Zugführers zum WuG: "Jeder Soldat hat mindestens 4 volle Magazine dabei, sonst machen wir die Gewehre nicht erst dreckig!")

                  Aber es geht beim KSK um die Menge, um die Dauer des Fehlverhaltens und meinen Vorwurf, solche Mengen nur durch Urkundenfälschungen und Falschmeldungen und mangelnde Dienstaufsicht anzuhäufen.

                  Über diesen Menschen - Herrn W. - werde ich mich hier definitiv nicht auslassen. Ich habe ihn in Mellrichstadt als Leutnant / Oberleutnant erleben "müssen". Seine Menschenführung bestand aus Blut, Schweiß, Tränen und purer Angst...
                  Ich ahbe schon einiges eher Schlechtes über den Herrn W. gehört. Muss was dran sein...
                  "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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                  • kato
                    Cold Warrior
                    • 03.03.2009
                    • 870

                    #69
                    Zitat von Hoover Beitrag anzeigen
                    60.000 Schuss, das nehmen sich ein paar Landser nicht beim Nachtschießen weg. Das sind ganze Kisten.
                    Bei 60.000 Schuss wäre man bei fast einer Kiste für jedes 4-Mann-Team in den vier Kommandokompanien oder bald einer vollen Kampfbeladung. Die Menge ist "verteilt" eigentlich nur vorstellbar, wenn da nicht die Landser wegstecken, sondern ein entsprechender Befehl zwei Ebenen drüber rausgeht (ihr habt gefälligst immer alle Magazine voll, falls wir überraschend eine Übung ansetzen) - und dann ist auch das Einsammeln in dieser Form so unproblematisch und geräuschlos, wie das scheinbar ablief...

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                    • Hoover
                      Cold Warrior
                      • 19.12.2013
                      • 601

                      #70
                      Hier ging es aber hauptsächlich um Gefechtsmunition. Da ist die Begründung nicht so wahrscheinlich.
                      "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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                      • Hoover
                        Cold Warrior
                        • 19.12.2013
                        • 601

                        #71
                        Der Elitesoldat Philipp Sch. hatte Sprengstoff und Waffen verbuddelt – angeblich, um Engpässen vorzubeugen. Vor Gericht sagten nun Kameraden und sein früherer Chef über die Abläufe in der Kompanie aus.


                        Ich tippe auf Auflösung des KSK...
                        "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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                        • DeltaEcho80
                          Cold Warrior
                          • 09.03.2013
                          • 1711

                          #72
                          Naja, gut - der Spiegel schreibt das auch schon wieder so, als wenn das KSK komplett im Bereich des Illegalen unterwegs wäre...

                          Wenn man das KSK auflöst, aber die Fähigkeiten der Spezialkräfte erhalten will, was wären denn dann die Optionen?

                          Eingliederung je einer Kompanie in die Fallschirmjägerregimenter?

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                          • Nemere
                            Cold Warrior
                            • 12.06.2008
                            • 2835

                            #73
                            Zitat von DeltaEcho80 Beitrag anzeigen
                            Wenn man das KSK auflöst, aber die Fähigkeiten der Spezialkräfte erhalten will, was wären denn dann die Optionen?
                            Eingliederung je einer Kompanie in die Fallschirmjägerregimenter?
                            Auflösen klingt ja erstmal gut, vor allem für die Massenmedien und die Öffentlichkeit, aber bei genauerer Betrachtung ist doch immer die Frage, was darunter zu verstehen ist bzw. was wirklich machbar ist.

                            Die Organisationseinheit KSK kann natürlich per Befehl aufgelöst werden. Die dienstrechtlichen Probleme, die sich auftun könnnen, will ich hier nicht näher behandeln. Wenn man daraus ohne tiefgreifende Änderungen „Spezialkompanien“ (Arbeitsbegriff von mir) bei den Fallschirmjägerregimentern macht, ist die Frage, ob man damit viel gewonnen hat. Auch in diesen neuen Kompanien wird dann der anscheinend bei KSK eingerissene unselige Geist weiterleben, wenn man nicht zumindest die Führungsleisten komplett austauscht und diese Netzwerke zerschlägt.

                            Eine Komplettauflösung und Neuaufstellung mit völlig neuer Besatzung wird sich von selbst verbieten, weil dann über längere Zeit die Fähigkeiten des KSK nicht verfügbar sind. Das man diese braucht, halte ich für unbestreitbar. Ob diese speziellen Fähigkeiten KSK für eine begrenzte Zeit und in vielleicht verminderten Umfang durch die normalen Fallschirmjägereinheiten abgedeckt werden können, müsste geprüft werden. Es war zumindest bis zur Aufstellung der Fallschirmjägerregimenter vor einigen Jahren so, dass die damals aufgelösten Fallschirmjägerbataillone Züge mit entsprechenden Ausbildungen hatten.

                            Der einzig gangbare Weg scheint mir, das gesamte Führungspersonal, dem irgendwelche Dienstvergehen und / oder Straftaten nachzuweisen sind, aus dem KSK zu entfernen und durch integres Personal zu ersetzen (so man das hat). Entscheidend muss dann die Persönlichkeit dieser neuen Führer sein, die Ausbildung kann man im unbedingt nötigen Umfang nachholen.
                            Nachgewiesene Dienstvergehen und Straftaten müssen dann zeitnah und mit Vorrang verfolgt und geahndet werden. Dabei sollte, wo immer möglich, auch von einer Entfernung aus der Bundeswehr nicht zurückgeschreckt werden. Nötigenfalls muss eben eine oder mehrere Kammern eines Truppendienstgerichts für eine gewisse Zeit nur mit dieser Angelegenheit betraut werden.

                            Und nicht zuletzt braucht es ganz enge Dienstaufsicht, evtl. mit einem eigenen Dienstposten eines „Auditors“ im Stab der KSK, der mit weitreichenden Kontrollbefugnissen ausgestattet werden muss. Dieser Offizier (sollte mindestens Oberstleutnant und kein Fallschirmjäger sein) dürfte nicht dem Kommandeur KSK unterstehen, sondern am besten unmittelbar dem Inspekteur Heer mit direktem Vortragsrecht.

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                            • Hoover
                              Cold Warrior
                              • 19.12.2013
                              • 601

                              #74
                              Eine Einheit wie das KSK braucht die Bundeswehr. Aber im Moment schent es so, dass das ganze System des KSK so nicht zukunftsfähig ist.
                              Der absolte Elitegedanke, gepaart mit der mangelnden Dienstaufsicht, in Teilen strukturell Vorschriftenmissachtung, dazu ein in der Bundeswehr interner Wille, das ganze nicht aufzuklären, sondern zu vertuschen, schönzureden oder (wie Herr W.) der Politik auch noch drohend.

                              Die Verantwortlichen (alle!) müssen in meinen Augen aus der kompletten Bundeswehr entfernt werden. Das einfache Versetzen reicht da überhaupt nicht aus, denn ich habe genügend Fälle erlebt, wo aus diversen Gründen wegversetzte Vorgesetzte neue Seilschaften bildeten. Die Führer und Unterführer brauchen den berühmten "Warnschuss" vor den Bug als Zeichen, dass man mit solchen Geschichten halt Job, Geld- und Sachbezüge verliert.
                              "Damals, als ich in meinem Alter war..."

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                              • DeltaEcho80
                                Cold Warrior
                                • 09.03.2013
                                • 1711

                                #75
                                Zitat von Nemere Beitrag anzeigen
                                Auch in diesen neuen Kompanien wird dann der anscheinend bei KSK eingerissene unselige Geist weiterleben, wenn man nicht zumindest die Führungsleisten komplett austauscht und diese Netzwerke zerschlägt.

                                Eine Komplettauflösung und Neuaufstellung mit völlig neuer Besatzung wird sich von selbst verbieten, weil dann über längere Zeit die Fähigkeiten des KSK nicht verfügbar sind. Das man diese braucht, halte ich für unbestreitbar. Ob diese speziellen Fähigkeiten KSK für eine begrenzte Zeit und in vielleicht verminderten Umfang durch die normalen Fallschirmjägereinheiten abgedeckt werden können, müsste geprüft werden. Es war zumindest bis zur Aufstellung der Fallschirmjägerregimenter vor einigen Jahren so, dass die damals aufgelösten Fallschirmjägerbataillone Züge mit entsprechenden Ausbildungen hatten.
                                Diesen Gedanke, dass der unselige Geist dann woanders weiter lebt, hatte ich auch im Hinterkopf. Dieser "Augiasstall" gehört gründlich aufgeräumt. Ist zwar ein harter Begriff, aber was anderes fällt mir nicht mehr ein.

                                -------

                                Es gibt ja bei den Fallschirmjägern ja schon diese EGB-Kräfte, die natürlich nur sehr bedingt mit einem Kommandosoldaten verglichen werden können. Wenn ich das richtig im Kopf habe, ist das pro FJ-Bataillon ein Zug.
                                Ich habe diese Frage geschrieben, da man im Umfeld Hammelburgs immer mal das Gerücht hört, dass das wohl der Plan B sei, dass man die Kommandofähigkeiten bei Auflösung des KSK auf die Fallschirmregimenter verteilen könnte, um sie in der DSK zu behalten. Aber das war ganz am Anfang der KSK-Debatte, hier werden sich inzwischen auch weitere Entwicklungen ergeben haben. Offiziell hat BG Matz nur verlauten lassen, dass die InfS in Sachen Unterstellung des Ausbildungsbereiches des KSK noch in sehr intensiven Gesprächen steht und man zu gegebener Zeit eine offizielle Presseinfo geben wird.

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